Freitag, 2. Oktober 2015

Deutsche Laienverbände und Bischöfe pochen auf deutschen Sonderweg

Kurz vor der Familiensynode, die an diesem Sonntag beginnt, fordern der BDKJ und das ZdK die Möglichkeit eines deutschen Sonderweges. 

Ausdrücklich wünschen sie sich Gestaltungsfreiheit hinsichtlich der Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene, homosexuelle Partnerschaften usw.

Ähnliche Stellungnahmen kamen in den letzten Monaten auch aus dem deutschen Episkopat.

Aufgrund der Tatsache, dass die Synode nicht mehr beabsichtigt, Dokumente zu veröffentlichen, ist die Möglichkeit eines deutschen Sonderweges (im Grunde wäre das eine Schisma) gar nicht so unwahrscheinlich.

Die Überlegungen der Linkskatholiken könnten folgende sein:

In Ermangelung konkreter Stellungnahmen seitens der Synode (und anschließend möglicherweise auch des Papstes) würden die Progressisten dieses als einen Freibrief für die Bischofskonferenzen oder die einzelnen Diözesen auslegen, die Debatten während der Synode nach ihrem Gutdünken zu „interpretieren“.

Marx & Co. ("Wir sind keine Filiale von Rom!") könnten so nach der Synode eine Anordnung erlassen, wiederverheirateten Geschiedenen die Kommunion zu erteilen. Radikalere Bischöfe könnten gar anordnen, in „speziellen“ Fällen nicht-eheliche Partnerschaften zu segnen. 

Die Begründung: "Das sei der Wille des Kirchenvolkes, ausgedrückt durch die Stellungnahmen von ZdK, BDKJ usw.“.

Die Pfarrer, die sich weigern diesen Anordnungen zu folgen, würden ihre Posten verlieren.

Auf diese Weise könnte in Deutschland schnell die katholische Kirche durch eine andere Kirche substituiert werden, die natürlich den Namen „katholisch“ beibehalten würde. Schließlich möchte man nicht auf die Kirchensteuer verzichten.

Sollte der Papst zu spät einschreiten, könnten sich etliche deutsche Bistümer auf einen solchen Irrweg begeben.