Posts mit dem Label CDU werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label CDU werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 10. Juli 2017

Die „Ehe für alle“ ist in mehrfacher Hinsicht ein Paradigmenwechsel in der Bundesrepublik

Die "Ehe für alle" trübt massiv die Perspektiven der Christen in Deutschland
Nachdem der Bundestag die Öffnung des Ehegesetzes für gleichgeschlechtliche Paare beschlossen hat, hat sich die öffentliche Diskussion auf die Frage fokussiert, ob hierzu eine Änderung des Grundgesetzes nötig sei oder nicht. Die Gegner der „Ehe für alle“ halten das Gesetz für verfassungswidrig, während die Befürworter der gegenteiligen Auffassung sind. Eine Änderung des Grundgesetzes - wofür eine zweidrittel Mehrheit notwendig wäre -, sei deshalb unnötig. Insbesondere Bundesjustizminister Heiko Maas argumentiert gegen die Verfassungsänderung.

Die Frage nach der Verfassungsmäßigkeit ist besonders aktuell, sie erschöpft allerdings nicht die Wirkung des höchst kontroversen Beschlusses des Bundestages.

In Wahrheit stellt die Einführung der „Ehe für alle“ einen tiefen Schnitt in der Geschichte der Bundesrepublik dar. Hier soll kurz skizziert werden, in welchen Bereichen die Wirkung der „Ehe für alle“ besonders groß ist:

Beziehung zwischen Kirche und Staat

Die katholische Kirche, die nicht gerade dafür bekannt ist, sich intensiv in politische Diskussionen einzumischen, hat diesmal recht deutlich Kritik an der „Ehe für alle“ geübt und vor der Abstimmung im Bundestag sogar alle Abgeordneten angeschrieben. Auch haben sich etliche Bischöfe dazu geäußert, darunter der Präsident der Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx.

Für die katholische Kirche ist die „Ehe für alle“ in der Tat völlig inakzeptabel. Eine Ehe kann für sie ausschließlich zwischen einem Mann und einer Frau geschlossen werden. Rückt sie von dieser Position ab, hört sie auf, katholisch zu sein.

Das gilt natürlich auch vor allem für die sog. „sakramentale Ehe“, also für die kirchliche Ehe. Aber auch die Zivilehe ist aus der Sicht der Kirche kein Bereich, das ihr egal ist.

In der Beziehung zwischen Kirche und Staat kann die Einführung der Ehe für alle“ weitgehende Konsequenzen haben. Denn die Tatsache, dass nun zwei völlig unterschiedliche Institutionen (die kirchliche und die zivile Ehe) denselben Namen tragen, kann schnell zu größeren Schwierigkeiten im Verhältnis zwischen Kirche und Staat führen. Es geht aber nicht nur um die Bezeichnung der beiden Institutionen, sondern auch um die rechtlichen Implikationen: Gleichgeschlechtliche Paare, die eine (Pseudo-)Ehe abschließen, unterstehen demselben Gesetz, wie Paare aus Mann und Frau.

Kirche und Staat sind in Deutschland eng verflochten, insbesondere was den gigantischen karitativen Bereich angeht, also den Sozialstaat. Die Kirchen sind in diesem Sektor wichtige Arbeitgeber, so dass rasch „Homo-Ehen“ zu einem innerkirchlichen Problem werden könnten.

Die Kirchen besitzen zwar etliche Sonderrechte, vor allem im Arbeitsrecht, so dass sie sich irgendwie vor den negativen gesellschaftlichen Entwicklungen schützen können. Doch der Druck, diese Rechte der Kirchen abzuschaffen, nimmt seit Jahren deutlich zu. Es ist deshalb davon auszugehen, dass auch die katholische Haltung hinsichtlich der Ehe immer heftiger angegriffen werden wird mit dem Ziel, die katholische Kirche zum Einknicken zu bewegen oder sie gesellschaftlich zu isolieren.

Aus diesem Grund muss die katholische Kirche schnell Brandmauern errichten, damit die Erosion des Ehebegriffes nicht auf sie übergreift. Doch das ist nicht ausreichend: Die katholische Kirche muss einen richtigen Missionsfeldzug organisieren, um die Deutungshoheit über den Ehebegriff zurück zu gewinnen.

Bedeutung des Christentums in Deutschland

Die linkslastige „Frankfurter Rundschau“ hat den Sieg der „Ehe für alle“ im Bundestag folgendermaßen kommentiert: „Deutschland wird durch sie ein wenig säkularer“.

Das ist eine glatte Untertreibung: Mit der „Homo-Ehe“ hat der Staat sich angemaßt, einen Begriff, der seit Jahrtausenden existiert, nach Gutdünken um zu definieren. Das ist nicht nur ein Akt der Willkür, es ist auch ein direkter Angriff auf die christlichen Wurzeln Deutschlands. Der Staat hat zudem einen historischen Moment für diesen Schritt gewählt, in welchem die Schwäche des Christentums in Deutschland besonders sichtlich wird: Sämtliche Statistiken zeigen ein desolates Bild, was die Dynamik und Wirkkraft des Christentums hierzulande anbelangt.

Die Symbolkraft der Entscheidung des Bundestages kann deshalb kaum überschätzt werden.

Und es wird nicht bei der Ehe bleiben: Mit der Einführung der Gender-Ideologie ist der Staat sogar dabei, das Wesen des Menschen neu zu definieren. Wenn man heute behauptet, es gäbe nur Männer und Frauen – so wie es in der Bibel steht-, gilt man schon fast als Asozialer.

Das Signal, das der deutsche Staat mit der Einführung der „Ehe für alle“ aussendet ist eindeutig: „Wir (der Staat) besitzen die Deutungshoheit über die Institutionen, die zentral für eine Zivilisation sind. Nicht das Christentum und auch nicht die Kirchen!

Spaltung der Gesellschaft

Bischof Heinz Josef Algermissen von Fulda hat beim Eröffnungsgottesdienst des katholischen Kongresses „Freude am Glauben“ die „He für alle“ scharf kritisiert und erklärt: „Die Entscheidung der Abgeordneten führt zu einer Spaltung des Verständnisses von Ehe und zu deren schleichender rechtlicher Auflösung. Für die katholische Kirche ist eine solch fatale Änderung des allgemeinen Bewusstseins und Spaltung als Resultat der Bundestagsabstimmung grundsätzlich inakzeptabel. Da die gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft aus sich heraus keine Kinder hervorbringen kann, wird durch diese Öffnung der „Ehe für alle“ eine tiefe Konfusion des Verständnisses von Ehe herbeigeführt.“

Dieser Vorwurf, die „Ehe für alle“ spalte die Gesellschaft, kommt dabei nicht von einem Bischof, der als besonders konservativ gilt und auf den Tisch haut, wenn es um gesellschaftspolitische Fehlentwicklungen geht.

Auch der katholische Publizist Andreas Püttmann, der keinesfalls verdächtigt ist, ein Konservativer oder ein Traditionalist zu sein, gab in der Zeitschrift „Idea-Spektrum“ zu bedenken, dass die „Ehe für alle“ die Gesellschaft polarisieren würde.

Und anders kann es nicht sein: Für einen wichtigen Teil der Gesellschaft ist es unzumutbar, dass der Begriff der Ehe in einem Hau-Ruck-Verfahren einfach umdefiniert wird. Die Entfremdung vieler mit dem deutschen Staat und mit dem politischen System kann mit solchen Entscheidungen nur wachsen.

Vor allem wenn man bedenkt, dass das deutsche politische System sehr stark auf Konsens aufgebaut ist. Die „Ehe für alle“ und die Form, wie sie durchgesetzt wurde, sind aber ein heftiger Stoß in die Magengrube vieler Menschen.

Christlich-Konservative werden politisch heimatlos

Die Abstimmung im Bundestag über die „Ehe für alle“ wurde möglich, weil Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer öffentlichen Veranstaltung der Zeitschrift „Brigitte“ sich gegen Parteitagsbeschlüsse und sonstige Abmachungen zu diesem Thema hinweggesetzt hat.

Damit zerschnitt Merkel eine der letzten Verbindungen der Union zum sog. christlich-konservativen Milieu.

Hinzu kommt, dass ca. 25 Prozent der Abgeordneten der Union für die „Ehe für alle“ gestimmt haben. Das bedeutet, dass der Sinn für die wahre Ehe selbst bei den Abgeordneten schon stark erodiert war.

In den Tagen nach der Abstimmung haben namhafte CDU-Politiker versucht, den Schaden zu begrenzen. Insbesondere Volker Kauder versuchte, die Verantwortung ganz der SPD zuzuschieben.

Wird das ausreichen? Was haben christlich-konservative Bürger von der Union noch zu erwarten?

Eines steht jedenfalls fest: Für dieses Wähler-Milieu ist die Union kein Garant für die Erhaltung christlicher Werte und Prinzipien. Nur wenn die Konservativen bereit sind, einen innerparteilichen Kampf zu führen, können sie erwarten, etwas innerhalb der Partei zu bewegen. Im Grunde ist  die Union zu einer Plattform für Interessengruppen mutiert, die teils völlig konträre Ansichten vertreten, wie etwa die US-amerikanischen Republikaner oder die britischen Konservativen. Die Partei als solches vertritt keine geschlossene und in sich kohärente Weltanschauung - eine Christliche schon gar nicht.


Unterstützen Sie bitte die Aktion „Kinder in Gefahr“. Sie helfen uns die Öffentlichkeit über diesen Angriff auf unsere Kinder aufmerksam zu machen mit Ihrem "Like" unserer Facebook-Seite: https://www.facebook.com/aktionkig/ Danke! 

Freitag, 3. März 2017

Trotz anhaltender Kritik klammert sich die CDU-Hessen an Gender-Lehrplan

Die Bürger müssen selber die Verteidigung ihrer Rechte in die Hand nehmen. Foto: Demo in Stuttgart gegen den Bildungsplan 2015
Die Liste der Kritiker der Gender-Lehrpläne für die Schulen wird immer länger. Nun ist  auch Prof. Reinhard Slenczka hinzugekommen.

Laut einem Bericht von IDEA wird die Ablehnung des Professors für ev. Theologie an der Universität Erlangen seine Ablehnung folgendermaßen begründet: „Slenczka wirft den Vertretern der Gender-Ideologie ferner vor, die ‚Befriedigung des Sexualtriebs in beliebiger Form nicht nur orientierend zur Wahl zu stellen, sondern ihn aufzuwecken und sogar auszuprobieren‘. Wenn das in Lehrpläne von Schulen aufgenommen und durchgesetzt werde, dann sei das Kindesmissbrauch, denn auf diese Weise werde die schützende Scham beseitigt und nicht mehr respektiert.“

Prof. Slenczka kann recht deutlich werden: „Es gebe keinerlei theologische, rechtliche und politische Berechtigung, die Forderungen der Gender-Ideologie durchzusetzen ‚und auf diese Weise die bestehende Gesellschafts- und Rechtsordnung tiefgreifend zu verändern, ja zu zerstören‘.“

Der CDU in den Bundesländern Hessen, Sachsen-Anhalt, Thüringen etc. müsste allmählich dämmern, dass sie nicht nur irrsinnige und überflüssige Gender-Lehrpläne in die Welt gesetzt hat, sondern auch einen fatalen politischen Fehler unternahm: Um sich bei den Grünen anzubiedern, ist diese Partei Eltern und konservativen Christen – also die klassische Basis der Christdemokraten – in den Rücken gefallen.

Besonders krass ist der Fall Hessens. Dort fordern die neuen „Richtlinien zur Sexualerziehung“ von den Schülern ab sechs Jahren die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“. Dieser Unfug soll fächerübergreifend in die Praxis gesetzt werden!

Kein Wunder, dass sich die Eltern von der CDU verraten fühlen.

Seit Monaten hagelt es Kritik. Einige Beispiele:

Prof. Karla Etschenberg in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 23. September 2016: „Akzeptanz bedeutet Billigung und Einverstandensein. Das kann bezüglich nicht heterosexueller Orientierungen von gläubigen Katholiken nicht erwartet werden. Sie sind nur zur Toleranz bereit.“

Philologenverband: „Wie auch in Baden-Württemberg haben sich augenscheinlich die Vorstellungen der Partei Bündnis 90/Die Grünen bei der Gewichtung der Inhalte für den Sexualkunde-Unterricht durchgesetzt, erkennbar beispielsweise am sehr breiten Raum, der im Lehrplan Themen wie ‚Vielfalt sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten‘ gegeben wird.“

Philologenverband: „Der Lehrplan verlangt hier eine Erziehung zur ‚Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen (LSBTI).‘ Ganz abgesehen davon, dass hier psychologische und biologische Kategorien miteinander vermischt werden, lässt der Lehrplan weder Eltern und Schülern noch Lehrkräften die Freiheit, zumindest in Teilen zu anderen Bewertungen der verschiedenen Aspekte von Sexualität zu kommen. Die als Bildungsziel ausgewiesene ‚Akzeptanz‘ (im Sinne von Anerkennen, Hinnehmen, Gutheißen) geht über die ‚Toleranz‘ (das Gelten- und Gewährenlassen) hinaus.“

Dieser Lehrplan muss eingestampft werden. Wann wird die CDU ihren fatalen Fehler einsehen?

Der Gender-Lehrplan von Kultusminister Lorz für Hessen ist lediglich die Spitze des Eisbergs. Ähnliche Erlasse gab es auch in Sachsen-Anhalt und Sachsen.

Gegenwärtig stellt sich die CDU taub und versucht, die Debatte auszusetzen.

Deshalb ist der Protest der Eltern so wichtig! Nur durch den Druck der Basis wird sich Politik zum Besseren werden.

Sie helfen uns auch, die Öffentlichkeit über diesen Angriff auf unsere Kinder aufmerksam zu machen mit Ihrem "Like“ unserer Facebook-Seite: https://www.facebook.com/aktionkig/ Danke!

Donnerstag, 1. September 2016

Einmischung in Zölibatsdebatte macht Parteien für Katholiken unwählbar

Nachdem sich Kerstin Griese, kirchenpolitische Sprecherin der SPD und Mitglied im Rat der EKD in die vom „Zentralkomitee der deutschen Katholiken angestoßene“ Debatte um den Zölibat eingemischt hat, ist ihr nun die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag gefolgt. 

Griese war so unverfroren, auf diese Weise ihre Forderung nach Lockerung des Zölibats zu begründen: „Wer von den islamischen Moscheevereinen und Verbänden verlangt, sich intern nach den Prinzipien unseres Grundgesetzes zu organisieren, darf auch bei der katholischen Kirche Veränderungen einfordern.“

Der kirchenpolitische Sprecher der Union, Franz Josef Jung, ist zwar weniger aggressiv, doch auch er fordert eine „offene Debatte“.

Damit überschreitet auch die Union eine rote Linie. Sie mischt sich in inakzeptabler Weise in innere Angelegenheiten der Kirche ein.

Unabhängig davon, wie ein Katholik zum Zölibat steht: Die anmaßenden Stellungnahmen von SPD und CDU/CSU-Fraktion stellen einen Angriff auf die Freiheit der Kirche dar.

Kein Katholik sollte einen solchen Angriff auch nur im Geringsten dulden.

Abgesehen davon, dass sich die Politiker aus einer innerkirchlichen Debatte rauszuhalten haben, weil sie ansonsten die Freiheit der Kirche verletzen, besitzen sie gar nicht die Voraussetzungen, den Sachverhalt richtig zu beurteilen. Ansonsten würden sie sich nicht in jener unqualifizierten Art äußern, wie sie das tun. 

Bei der Ordination handelt es sich nämlich um ein Sakrament, also einen Akt, den Gott selbst durch die Kirche vornimmt. Schon aufgrund der übernatürlichen Natur des Priestertums entzieht sich dieses Thema der säkularen Ordnung. Es steht nur der Kirche an, darüber zu urteilen.

Alle Katholiken sind nun aufgefordert, die Freiheit der Kirche zu verteidigen und den politischen Parteien ein klares NEIN zu sagen. Hier mischt Ihr Euch nicht ein! Jegliche Handlung in diesem Sinne wird als aggressive Handlung gegen die Kirche bewertet.

Mittwoch, 20. April 2016

28 Prozent der Bundesbürger für bundesweite CSU

Deutsche Parteilandschaft im Umbruch: Ganze 28 Prozent der Bürger würden eine bundesweite CSU begrüßen, so informiert ein Studienbericht des Instituts für Demoskopie Allensbach, der in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 20. April 2016 abgedruckt ist.

Die Studie des Allensbach Instituts konnte teils dramatische Veränderungen in den Vorlieben der deutschen Wähler feststellen.

Das Potential der sog. Volksparteien ist in den letzten sechs Monaten dramatisch gesunken.

So ist das Potential der Union auf 31 Prozent im Jahr 2016 geschrumpft, im August 2015 lag es noch bei 44 Prozent. (Mit Potential sind die Personen gemeint,
die prinzipiell bereit sind, die Union zu wählen, ohne sich sicher zu sein.)

Das Potential der SPD ist im Jahr 2016 auf 25 Prozent gesunken (2013: 37, 2015: 32).

Interessanterweise stellt die Studie aus Allensbach fest, das auch die potentiellen Wähler der Grünen und der Linken weniger geworden sind. Der Erfolg der Grünen in Baden-Württemberg verdeckt, dass diese Partei in den anderen Bundesländern an Popularität verloren hat.

Der Anteil derjenigen, die gar keine Angabe machen, ist 12 Prozent im Jahr 2013 auf 28 Prozent im Jahr 2016 gestiegen.

Lediglich FDP und AfD sind in der Wählergunst gestiegen. 8 bzw. 10 bis 11 Prozent würden zurzeit diese Parteien wählen.

Diese neue Vielfalt im deutschen Parteienspektrum wird von den Wählern begrüßt.

Was die CSU angeht, wünschen sich vor allem AfD- und FDP-Wähler eine bundesweite Ausdehnung, doch auch überdurchschnittlich viele CDUler.

46 Prozent der Wähler begrüßen es, dass die AfD erfolgreich bei den letzten Landtagswahlen war. Eine sehr hohe Zahl, die in Kontrast zu der meist negativen Medienberichterstattung steht. Allerdings ist der Anteil der eigentlichen Sympathisanten mit 11 Prozent viel niedriger. Die AfD sei notwendig als Denkzettel für die anderen Parteien und wird als Protestpartei wahrgenommen, so die Studie. Die Tatsache, dass die Politik der etablierten Parteien zur Flüchtlingskrise nicht von der Mehrheit der Wähler unterstützt wurde, kam insbesondere der AfD zugute. 


Ob sich auch langfristig die Einstellung der Wähler ändern würde, könne aus den letzten Umfragen nicht abgeleitet werden. Die Zustimmung für Union und SPD lag im Jahr 2009 bei nur 56,8 Prozent. Das ist fast genau der aktuelle Wert von 56 Prozent. 

Montag, 18. April 2016

Setzt CDU Linksruck in Bund und Ländern fort?

Ein Bericht in der „Welt“ macht wenig Hoffnung auf eine Kurskorrektur der CDU auf Bundes- wie auch auf Landesebene. Die tonangebenden Figuren zur Zeit scheinen weder desolate Wahlergebnisse noch das Erstarken der AfD groß zu interessieren.

Die Zeitung schreibt: „Generalsekretär Peter Tauber verhehlt jedenfalls nicht, dass er jeder konservativen Renaissance eine klare Absage erteilen will: >Die CDU war immer die Volkspartei der Mitte und wird das auch in Zukunft bleiben. Wir fangen auch nach dem Aufkommen der AfD nicht an, unseren Standpunkt von anderen bestimmen zu lassen<, macht er seine Position im Gespräch mit der Welt deutlich.“

Die Christdemokraten befinden sich an einem Scheideweg: Sollen sie sich weiterhin nach links bewegen und damit Koalitionen mit den Grünen  erleichtern? Oder soll die CDU auf ihre verbitterte konservative Basis zugehen, die immer mehr zur AfD abwandert?

Rat suchte die CDU beim Demoskopen Matthias Jung von der Forschungsgruppe Wahlen aus Mannheim. Dieser empfahl in einem Vortrag für die CDU-Baden-Württemberg klar die Marschrichtung nach links, so der Bericht in der „Welt“.

Interessanterweise wurde Matthias Jung vom CDU-Landesvorsitzenden Thomas Strobl eingeladen. Strobl gehört eindeutig zum liberalen Flügel der Südwest-CDU, ist offen für Koalitionen mit den Grünen und auch offen für die völlige Gleichstellung der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften mit der traditionellen Ehe.

Praktischerweise kritisierte der Experte aus Mannheim den CDU-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl, Guido Wolf.

Wolf, der dem konservativen Flügel angehört, setzte sich gegen Strobl in einer Abstimmung der CDU-Mitglieder als Spitzenkandidat durch. Während des Wahlkampfes konnte er kaum an Glanz gewinnen und war dem Spitzenkandidaten der Grünen, Winfried Kretschmann, völlig unterlegen. Kretschmann war selbst bei vielen CDU-Wählern populär. Bekanntlich sackte die CDU bei der Landtagswahl am 13. März 2016 in der Wählergunst ab und bekam gerade mal 27 Prozent der Stimmen.

Wird diese Niederlage und die existentielle Krise der ansonsten machtverwöhnten CDU in Baden-Württemberg benutzt, um einen Durchmarsch nach links durchzuführen? 


Vielleicht. Jedenfalls dürften die Spannungen innerhalb der CDU weiter anwachsen – sowohl auf Bundes- wie auch auf Landesebene. Die Positionierung für die Bundestagswahl 2017 wird wohl sehr früh das dominierende innerparteiliche Thema werden.

Dienstag, 15. März 2016

Ist Angela Merkel eine Göttin?


Foto: Armin Linnartz, CC BY-SA 3.0 Wikimedia Commons
Aus der Bibel kennen wir die Aussage „Wer nicht für mich ist, der ist gegen mich“.

Dieser Satz hat zurzeit Hochkonjunktur in Deutschland: Was Angela Merkel für alternativlos erklärt, hat den Rang eines Dogmas in der neuen Religion vieler Deutscher. In den Talkshows am Sonntagabend nach den drei Landtagswahlen war für die Mehrheit der Teilnehmenden klar: Ca. 80 Prozent wollen Angela Merkel. Die anderen sind Ketzer oder Abgefallene.

Diese neue Ersatzreligion erlebt man schon eine Weile in den sozialen Netzwerken, vor allem in Twitter. Jegliche Kritik an Angela Merkel wird dort als Blasphemie empfunden. Ihre Flüchtlingspolitik wird mit einem Eifer verteidigt, der schon längst die politische Diskussionsebene verlassen hat.

Christian Geyer hat in der FAZ vom 15. März 2016 treffend bemerkt: „Der Flüchtling hat sich von der konkreten Flüchtlingspolitik längst gelöst und ist in die zivilreligiöse Substanz Deutschlands eingegangen. Das haben Dreyer und Kretschmann früher und genauer erkannt, als Merkels Parteisoldaten, . . . Merkels >Wir schaffen das< war von Anfang an der Versuch, Deutschland repetitiv auf eine neue zivilreligiöse Formel einzuschwören“.

Aus der Geschichte weiß man, dass die Deutschen anfällig dafür sind, die weltliche Herrschaft übertrieben zu sakralisieren, wenn nicht gar zu vergöttlichen.

Für die Germanen war der Herrscher eine sakrale Figur, fast wie ein Priester. Die Christianisierung hat diese tief verwurzelte Einsicht nicht völlig zivilisieren können, so dass die Deutschen nie ganz akzeptiert haben, dass die weltliche und die geistliche Ordnung unterschiedliche Dinge sind. Der Investiturstreit blieb lange ein Trauma im kollektiven Gedächtnis mancher Deutscher. Das protestantische Summepiskopat (kirchliche Leitungsgewalt der Landesfürsten) ist eine sanfte Form des Cäsaropapismus.

Diese Reflexe sind heute wieder voll aufgeblüht. So erhält Merkel einen geradezu göttlichen Status und ihre Politik wird wie das Lehramt einer Religion empfunden, wie wir die Probleme dieser Welt lösen können: Flüchtlingskrise, Finanzkrise, Eurokrise, Energiekrise, Erderwärmung etc.

Daraus könnte man eine Litanei dichten:

Erhabene Angela, sprich für uns in der Welt.
Mächtige Angela, rette unser Geld vor der Finanzkrise.
Starke Angela, verschone uns vor der Klimakatastrophe.
Weise Angela, beende die Flüchtlingskrise.
Weitsichtige Angela, halte die EU zusammen
.

Es scheint so zu sein, dass Existenzkrisen besonders geeignet sind, diese religiösen Reflexe dem Herrscher gegenüber zu erwecken.

The Hero with a Thousand Faces“ von Joseph Campbell ist das Standardwerk, das diesen Sachverhalt beschreibt. Der deutsche Titel lautet „Der Heros in tausend Gestalten“. Campbell zeigt, dass der Werdegang vom Menschen zum Helden, der in den Olymp aufsteigt, in allen Kulturen derselbe ist: Nach mehreren Prüfungen und ein Hinabsteigen in der Unterwelt, in der er sich bewahrheiten muss, steigt der Mensch zum gottähnlichen Helden auf.

In den Augen vieler Deutscher ist genau das mit Angela Merkel geschehen: Sie überwand bisher alle Prüfungen und wird auch die Flüchtlingskrise überstehen. Sie ist gesegnet mit einer Weisheit, die sie unfehlbar macht. Am Ende werden alle Menschen erkennen müssen, dass Angela Merkel immer Recht hatte, auch in den Momenten, als der Glaube vieler wankte und sogar in Feindseligkeit umschlug.

Vielleicht sind die Deutschen aufgrund ihres gesteigerten Sicherheitsverlangens besonders anfällig für diese Mythenbildung. Unsere Bundesbürger investieren wenig in Aktien, sondern bunkern lieber Geld. Sie versichern sich gegen alle möglichen Widrigkeiten des Lebens. Schon in der Jugend sorgen sie sich, wie es ihnen im Alter ergehen wird.

Vielleicht kommen deshalb Typen wie Angela Merkel so gut an: Immer noch tritt sie cool auf, als ob nichts ihr anhaben könnte. Längst steht sie über den Untiefen der Parteipolitik und der Politik überhaupt. Ihr einziger Orientierungspunkt sind die Leitsätze der Religion, die sie selber kreiert hat. Sie tritt dermaßen sicher auf, dass sie tatsächlich an diese Religion zu glauben scheint und viele damit zu hypnotisieren vermag.

Auch diesen Sachverhalt beschreibt Joseph Campbell. Es handelt sich um den Schamanismus.

In Zeiten großer emotionaler Aufregung tut der Schamane nichts anderes, als das Objekt zu sein, auf welchem die Menschen ihre Urgefühle projizieren. Im Trancezustand schafft der Schamane die Kommunikation zu den höheren Kräften, indem er eine Reise antritt. Auch in dieser muss er viele Prüfungen überwinden, doch am Ende wird wieder die rechte Ordnung hergestellt.

Kann man auf diese Weise die hypnotische Wirkung Angela Merkels auf viele Menschen hierzulande erklären? Vielleicht können Tiefenpsychologen uns diese Frage beantworten.

Sonntag, 17. Januar 2016

Ist die CDU noch eine demokratische Partei?

„Yakunchikova Fear“ von Maria Yakunchikova. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons
Der massenhafte und unkontrollierte Zustrom von Zuwanderern bzw. Flüchtlingen nach Deutschland ist seit Monaten das Thema Nummer 1 hierzulande. Nicht erstaunlich, denn die Asylkrise hat ein wahrhaft existentielles (Über-)Maß erreicht.

Die Unruhe bei den Bürgern wächst von Tag zu Tag und zwar nicht erst seit den Geschehnissen in Köln zu Silvester.

Was vielen Menschen in Deutschland mehr und mehr Sorgen bereitet, ist die Tatsache, dass die politische Elite kaum in der Lage ist, auf die Sorgen der Bürger zu reagieren und vernünftige Antworten zu geben.

Und nicht nur das: Unsere Politiker sind nicht einmal fähig, untereinander eine vernünftige und rationale politische Debatte über das Thema zu führen. So ist es nicht erstaunlich, dass die Menschen den Eindruck gewinnen, ihre Volksvertreter seien in Schockstarre angesichts der Flüchtlingswelle verfallen.

Drei (!) Verfassungsrechtler, darunter die weltbekannten Professoren Papier und Di Fabio, meldeten sich öffentlich zu Wort mit der Aussage, in Deutschland würde Merkels Flüchtlingspolitik die Verfassung brechen.

Diese äußerst besorgniserregende Feststellung wurde von unserer politischen Elite mit Gleichgültigkeit behandelt. Kein wichtiger Politiker außer CSU-Chef Seehofer hat sich getraut, darauf zu reagieren! Ein Skandal!

Immer stärker stellt man sich deshalb die Frage, ob unsere politischen Institutionen noch funktionieren.

Ein weiteres Beispiel: Diese Woche (11. - 17. Januar 2016) haben Bundestagsabgeordnete der CDU versucht, die Asylpolitik Angela Merkels zur Diskussion zu bringen. Doch nach wenigen Tagen sahen sie von dieser Absicht ab. Lieber wolle man sich an die Bundeskanzlerin in einem nicht öffentlichen persönlichen Brief wenden. Eine offene Aussprache wolle man lieber vermeiden.

Spätestens hier muss man sich fragen, ob in der CDU, also in der wichtigsten Partei der Bundesrepublik Deutschland, die demokratischen Mechanismen noch funktionieren. Es ist für den Bürger unverständlich, dass ein so wichtiges und existentielles Problem, wie es der massenhafte Zustrom von Ausländern aus Asien und Afrika ist, in einer demokratischen Partei nicht offen und lebhaft debattiert wird.

Das dominierende Gefühl in der CDU scheint die blanke Furcht vor der Chefin zu sein. Die Angst vor Repressalien hat dazu geführt, dass diese Partei nicht mehr in der Lage ist, ihre wichtigste Funktion zu erfüllen: Die Artikulation der öffentlichen Meinung.

Es ist dringend notwendig, dass diese Furcht weicht und durch Zivilcourage ersetzt wird. Deutschland braucht CDU-Politiker, die Mut fassen, persönliche Konsequenzen außer Acht lassen und endlich die Monopolisierung des Staates durch eine einzelne Person beenden. 

Montag, 11. Januar 2016

Peter Tauber wirbt für Schwarz-Grün im Bund

Obwohl die nächste Bundestagswahl erst im September 2017 stattfindet, wirbt der Generalsekretär der CDU, Dr. Peter Tauber, erneut für eine Koalition mit den Grünen auf Bundesebene. Möglicherweise hat er solche Bündnisse auch auf Landesebene nach den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg am 13. März dieses Jahres im Blick.

Angesichts dessen, was im Forderungskatalog von Bündnis90/Grüne steht, ist jedoch Taubers schwarz-grüne Vision haarsträubend.



MdB Hans-Christian Ströbele will Inzestverbot aufheben WEITER
Grüne Jugend will Ehe abschaffen WEITER
Grüne Jugend will Mehr-Eltern-Adoption WEITER
Bündnis/Grüne will Ehegesetz für homosexuelle Paare öffnen WEITER
Grüne Jugend will Drogen liberalisieren WEITER
Bündnis90/Grüne will Nahrungsvorschriften einführen WEITER
Grüne Jugend will die Zweigeschlechtlichkeit überwinden WEITER
Eigenen Pädophlilie-Skandal vertuschen WEITER
Hetze gegen Katholische Kirche WEITER
MdB Volker Beck: Papst unternimmt einen "Angriff auf die Menschenrechte" WEITER
Ehegattensplitting abschaffen WEITER (Punkt  1)
Abtreibung völlig liberalisieren und entkriminalisieren WEITER (Punkt 4)
Entsprechend der "Gender Mainstreaming"-Ideologie Kinder indoktrinieren WEITER (Punkt 2)
Fahrverbot am Sonntag WEITER

Trotz dieses Wahnsinns mehren sich die Stellungnahmen von C-Politikern, die für eine schwarz-grüne Koalition auf Bundesebene werben.

In den letzten Monaten sind die völlig konträren Positionen bei der Asylpolitik bzw. Bewältigung der Flüchtlingskrise hinzugekommen.

Eine Koalition der Christdemokraten mit den Grünen würde zwangsläufig die traditionelle Familie noch mehr schwächen und die Einführung der Gender-Indoktrination in den Schulen fördern.

Deshalb:

Keine Koalition mit den Grünen auf Kosten der Ehe, der Familie und der christlichen Werte und Prinzipien in der Politik! Denn ein christliches Deutschland braucht eine christliche Politik. Ansonsten hat Deutschland keine Zukunft und die CDU noch viel weniger.
 

Montag, 7. Dezember 2015

Absurd: CDU-Frauen für Gender-Sprache

Eine mildere Form der Gendersprache, die vor kurzem Bündnis90/Grüne bei ihrem letzten Parteitag zwangsweise eingeführt haben, wird nun auch in die Frauen-Union eingeführt, so eine Meldung von Spiegel Online vom 4. Dezember 2015.

Die „Frauen Union“ ist die Lobby für Anliegen von Frauen in der CDU.

Bei den Grünen sollen sämtliche Substantive genderisiert werden: Terrorist*innen, Räuber*innen, Verbrecher*innen, Mörder*innen usw.

Die CDU-Frauen wollen die weibliche Form nur für die im Statut genannten Vorstandsämter der Bundespartei einführen: „… auf Vorschlag der oder des Vorsitzenden die oder den Generalsekretär/in usw.“.

Nur ein Dummkopf kann erwarten, dass es dabei bleibt. Auch die Grünen*innen haben so angefangen, doch mit der Zeit breitete sich dieser Unfug wie ein Krebs auf die gesamte Schreibweise aus. Und nun ist es sogar Pflicht, von Terroristen und Terroristinnen zu berichten.

In der Union haben gewisse Kräfte dafür gesorgt (vor allem Ursula von der Leyen war hier federführend, als sie Familienministerin war), dass das unsägliche „Gender-Mainstreaming“ in Ministerien und Behörden eingeführt wurde und von dort in das Schulsystem – ohne dass es je eine demokratische Debatte darüber gegeben hätte.

Samstag, 18. April 2015

Die Reform der CDU nimmt Gestalt an

In seinem Blog beschreibt Generalsekretär Peter Tauber den Stand der Diskussion hinsichtlich der Strukturreform der CDU:  Meine CDU 2017. Wir diskutieren die Zukunft unserer Partei.

Offenbar sollen die Mitglieder besser informiert und auch mehr an den Entscheinungen beteiligt werden: "Auch unsere Mitglieder würden daran gerne anders teilhaben, als nur die Übertragung im Internet zu oder die Medienberichte zu verfolgen".

Und:

"Viele unserer Mitglieder wünschen sich, dass wir auf übergeordneter Ebene zuhören. Wir haben schon beim Wahlprogramm zur Europawahl 2014 und zu Leitanträgen des CDU-Bundesvorstandes zu Parteitagen die Möglichkeit eröffnet, online Vorschläge zu machen – für jedes Mitglied. Andere Mitglieder hatten die Möglichkeit, diese Vorschläge zu bewerten und bei einer entsprechenden Unterstützung haben wir sie auf den Parteitagen zur Abstimmung gestellt."

Sollte dies geschehen, könnten die Mitglieder, die sich mehr "C" wünschen, sich organisieren und einflussreicher werden.  Gerade diese Gruppen wurden in der jüngeren Vergangenheit in den höheren Hierarchiestufen ausgegrenzt.

Die Diskussionen in der Kommission zur Parteireform „Meine CDU 2017“ gehen weiter bis zur Sommerpause. Auf dem Parteitag Ende 2015 in Karlsruhe sollen dann entsprechenden Beschlüsse fassen.

Mal sehen.