Posts mit dem Label Hessen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Hessen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 22. Dezember 2018

Hessen: Schwarz-Grün geht gegen Lebensrechtler vor

Am 20. Dezember 2018 präsentierten CDU und Grüne ihren Koalitionsvertrag für die nächsten fünf Regierungsjahre. Beide Parteien wollen nach der hessischen Landtagswahl am 28. Oktober 2018 ihre Koalition fortsetzen.

Auch die Demonstrationen der Initiative „40 Tage für das Leben“ vor Beratungsstellen Pro Familia wurden in den Koalitionsgesprächen offenbar erörtert. 

Zur Erinnerung: In den Jahren 2017 und 2018 organisierte „40 Tage für das Leben“ in Frankfurt am Main jeweils in der Fastenzeit und im Herbst 40-tägige Gebetsaktionen vor Beratungsstellen von Pro Familia. Auch in Wiesbaden fanden solche Aktionen statt. 

Diese Aktionen führten zu erhitzten Debatten im Stadtparlament. Vor Ort organisierten radikalfeministische Gruppen fast täglich Proteste gegen die Gebetsaktionen.

Wichtigste politische Forderung der Abtreibungsbefürworter war die Errichtung einer Bannmeile von 150 Metern. Dieses Ansinnen wurde von den Frankfurter Grünen unterstützt. Im Falle Frankfurts würde dies dazu führen, dass die Beter außer Sichtweite von der Beratungsstelle stehen müssten.

Die CDU lehnte die Forderung ab, nicht zuletzt aufgrund erheblicher juristischer Bedenken. Eine Bannmeile würde erheblich das Versammlungsrecht der Lebensrechtler einschränken. Ohnehin dürfe eine solche Regelung nicht für eine spezifische Gruppe gemacht werden, sondern müsse generell gelten. 

Entsprechende gerichtliche Aussagen gibt es schon. Beispielsweise liegt ein Beschluss des Verwaltungsgerichts Karlsruhe vor, das über einen identischen Fall in Pforzheim geurteilt hat. Die Richter erklärten: „Die Versammlung hat vielmehr das Recht unter den geltenden Auflagen vor der Beratungsstelle abgehalten zu werden.“ Aufgrund der Aussichtslosigkeit zog die dortige Niederlassung von Pro Familia ihren Antrag zur Schaffung einer Bannmeile schließlich zurück.

Das scheint den Koalitionären in Hessen egal zu sein. Im Koalitionsvertrag haben sie nun den Willen bekundet, eine Bannmeile von 150 Metern rund um Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen einzurichten.

Eine solche Maßnahme wäre ein direkter Angriff auf die Versammlungsfreiheit von Lebensrechtlern und eine klare Privilegierung von Abtreibungsaktivisten. 


Der entsprechende Text im Wortlaut:
Der Schutz ungeborenen Lebens ist uns eine besondere Verpflichtung. Deshalb sollen schwangere Frauen in Konfliktsituationen unbürokratische Beratung und Information über Alternativen zum Schwangerschaftsabbruch erhalten. Wir wollen den Bereich Schwangerschaftskonfliktberatung stärken und die dafür notwendigen Voraussetzungen schaffen. Dabei wollen wir dafür sorgen, dass Frauen, die eine Schwangerschaftskonfliktberatung in Anspruch genommen haben, Informationen zu Ärztinnen, Ärzten und Krankenhäusern bekommen, wo ein Schwangerschaftsabbruch vorgenommen werden kann. Wir werden darauf hinwirken, dass Ärztinnen, Ärzte und Krankenhäuser auf diese Informationen hinweisen dürfen. Frauen in einer Schwangerschaftskonfliktsituation brauchen Rat und Unterstützung statt Diskriminierung und Drangsalierung. Ihnen muss ein unbedrängter, diskriminierungsfreier und unbeeinflusster Zugang zur Beratung offenstehen. Auch beratende Ärztinnen und Ärzte sowie Institutionen dürfen nicht gegängelt werden. Wir werden deshalb die rechtlichen Möglichkeiten prüfen, um diesen diskriminierungsfreien Zugang zu gewährleisten und dabei auch einen Schutz von Demonstrationen im Umkreis von 150 Metern um die Beratungsstellen einbeziehen.

Der Koalitionsvertrag: https://www.cduhessen.de/data/documents/2018/12/20/4-5c1b944e49923.pdf

Sonntag, 25. Juni 2017

Mathias von Gersdorff: Rede auf der Demo für Alle in Wiesbaden am 25. Juni 2017

Unsere „Demo für alle“ heute auf dem Wiesbadener Luisenplatz ist aus mehreren Gründen besonders aktuell und wichtig.

Der nagelneue „Hessische Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt“ sieht sechs Maßnahmen vor, um die „Richtlinien zur Sexualerziehung“ des Kultusministeriums und damit die Gender-Ideologie fest im Alltag der Schulen Hessens zu verankern:

Von der „Überarbeitung der bestehenden Handreichungen zur Umsetzung des Lehrplans Sexualerziehung unter Berücksichtigung von LSBT*IQ-Themen“ bis hin zur „Berücksichtigung von LSBT*IQ-Themen in der Lehrkräftefortbildung“.

Der neue „Aktionsplan für Akzeptanz und Vielfalt“ der hessischen Landesregierung sieht Maßnahmen vor in Familie, Schule, Kultur, Arbeitswelt usw. zur Durchsetzung der Ideologie der „geschlechtlichen Vielfalt“ – ein Codewort für Gender.

Die schwarz-grüne Landesregierung zementiert hiermit den Weg zum Gender-Staat, inklusive der Schulen.

Diesen Weg zum Gender-Staat müssen wir versperren, meine sehr geehrte Damen und Herren!

Doch unser Protest heute in Wiesbaden hat auch eine bundesweite Bedeutung – vor allem im Hinblick auf die Bundestagswahl.

Hessen ist nämlich nur das erste Beispiel, welches zeigt, was in der Schulpolitik passiert, wenn sich die CDU mit den Grünen verbündet: Schwarz verfärbt sich zu Giftgrün.

Denn so ist das, meine sehr geehrten Damen und Herren: Die CDU macht sich zum Vollstrecker grüner und neomarxistischer Gesellschaftspolitik und die Schulen werden zu Gender-Laboratorien umfunktioniert!

Und Schleswig-Holstein zeigt uns gerade, dass Hessen kein Einzelfall bleibt: Vor wenigen Tagen hat die CDU einem Koalitionsvertrag mit dem Grünen (und der FDP) zugestimmt, der einen massiven Ausbau von Gender in den Schulen vorsieht.

In diesen beiden Bundesländern wird eine Schulpolitik gegen die Kinder und gegen das Erziehungsrecht der Eltern betrieben.

An diesen beiden Beispielen können Sie ermessen, was ein Bündnis der CDU mit den Grünen auf Bundesebene für Unheil für die Kinder und die Familien bewirken könnte.

Um diese Gefahren abzuwenden stehen wir heute auf dem Luisenplatz in Wiesbaden vor dem Kultusministerium und erheben unsere Stimme:

Nein zu Gender in den Schulen! Nein zur absurden „Pädagogik der Vielfalt“! Und: Ja zum Erziehungsrecht der Eltern!

Vielen Dank!


Unterstützen Sie bitte die Aktion „Kinder in Gefahr“. Sie helfen uns die Öffentlichkeit über diesen Angriff auf unsere Kinder aufmerksam zu machen mit Ihrem "Like" unserer Facebook-Seite: https://www.facebook.com/aktionkig/ Danke!

Die Rede als Video:

Freitag, 5. Mai 2017

Hessischer Landtag degradiert sich zum LSBTI-Lobbyisten

Erklärung der „Aktion „Kinder in Gefahr – DVCK e.V.“ zur „Aktuellen Stunde“ am 4. Mai 2017 im Hessischen Landtag "Hessen zeigt Gesicht für eine offene Gesellschaft, Respekt, Akzeptanz und Vielfalt", in welchem der Kongress „Sexualpädagogik der Vielfalt - Kritik einer herrschenden Lehre“ am 6. Mai 2017 in Wiesbaden in hetzerischer Weise erwähnt wurde.

Mathias von Gersdorff

Am 4. Mai 2017 traf sich der hessische Landtag zu einer sog. „Aktuellen Stunde“, die wohl ohne Präzedenz ist. Die Aktuelle Stunde wurde von den Grünen einberufen, die zurzeit zusammen mit der CDU die Landesregierung bilden.

Es ging im Grunde um die Verurteilung des Kongresses „Sexualpädagogik der Vielfalt - Kritik einer herrschenden Lehre“, welcher zwei Tage danach, also am 6. Mai 2017, im Kurhaus zu Wiesbaden stattfinden soll. Ziel des Kongresses ist es, die sog. „Pädagogik der Vielfalt“ kritisch zu analysieren. Konkreter Anlass ist die Inkraftsetzung der neuen „Richtlinien zur Sexualerziehung“ für die Schulen Hessens.

Was das Datum der Aktuellen Stunde anbelangt, haben Sie richtig gelesen: Die Fraktionen im Landtag haben die Veranstaltung im voraus verurteilt, also bevor sie wissen konnten, was dort überhaupt gesagt werden wird.

Im Landtag rief der Vorsitzende der Grünen Hessens, Kai Klose, die anderen Parteien auf, an der Gegendemo zum Kongress teilzunehmen. Er warf der „Demo für Alle“ vor, sie wolle "Hass nach Hessen tragen“. Zuvor hatte der Landesverband der Grünen den Anti-Gender-Kongress in einer hetzerischen und hasserfüllten Stellungnahme angegriffen und zur Teilnahme an der Gegendemo aufgerufen.

Auch die anderen Redner sparten nicht mit abwertenden Ausdrücken: Corrado di Benedetto (SPD) sagte, den Organisatoren des Kongresses ginge es um eine pseudowissenschaftliche Kampagne und Stimmungsmache. Jürgen Lenders (FDP) sprach von einer "hässlichen Fratze" von Rassismus, Antisemitismus und Homophobie. Der Linken-Politiker Ulrich Wilken fabulierte von "rechtem Quatsch"

Wohlgemerkt: Die akademischen Qualifikationen der Kongress-Redner sind beachtlich: Professor Dr. Christian Winterhoff, Professor Dr. Harald Seubert, Dr. Teresa Nentwig, Professor Dr. Jakob Pastötter. Einige von ihnen können eine beeindruckende Liste von Veröffentlichungen vorweisen.

Das war den anwesenden Landtagsabgeordneten im Landtag zu Wiesbaden egal. Ihr Ziel war, die Veranstalter und die Redner verbal zu lynchen.

Die skandalöse „Aktuelle Stunde“ im Hessischen Landtag war nichts anderes als ein Akt der Einschüchterung für alle, die sich trauen, Kritik an der irrsinnigen Gender-Ideologie zu üben. Indem Angst geschürt werden sollte, war das Treffen der Parlamentarier nicht nur ein Angriff auf die Meinungsfreiheit, sondern auch auf die Freiheit der Wissenschaft. Schließlich müssen die Genderisten akzeptieren, dass Wissenschaftler ihre absurden Thesen kritisch beleuchten.

Skandalös ist ebenfalls die Tatsache, dass man mit der Sitzung im Landtag den Anschein erwecken wollte, „alle“ würden den neuen Lehrplan zur Sexualerziehung gutheißen und alle würden den Anti-Gender-Kongress verurteilen. Dass diese Einstimmigkeit nur vorgetäuscht ist, wussten die teilnehmenden Landtagsabgeordneten nur zu gut. Es gibt viele kritische Stimmen zu Gender und zu den Richtlinien zur Sexualerziehung in der Politik, in Interessenverbänden sowie in der Zivilgesellschaft.

Die Kongress-Gegner wurden in ihren Bemühungen von den Medien sekundiert.

Der Hessische Rundfunk wählte die Überschrift „Landtag verurteilt ultrakonservativen Sexualkunde-Kongress“. Die „Frankfurter Neue Presse“ betitelte „Alle gegen „Demo für alle“ ihren Artikel.

[Dabei ging es strenggenommen gar nicht um den Kongress, denn die „Aktuelle Stunde“ wurde ohne Erwähnung des Kongresses einberufen. Der Redner der CDU, Stefan Grüttner, Sozialminister von Hessen, hat sich auf den Kongress gar nicht direkt bezogen.]

Fazit: Der Hessische Landtag hat sich auf Betreiben der Grünen auf einen massiven Akt der Einschüchterung gegen die Kritiker von Gender eingelassen und dabei jede Objektivität und Fairness weggelassen.


Wir werden uns diesen Einschüchterungen nicht beugen. Unterstützen Sie bitte deshalb die Aktion „Kinder in Gefahr“. Sie helfen uns die Öffentlichkeit über diesen Angriff auf unsere Kinder aufmerksam zu machen mit Ihrem "Like" unserer Facebook-Seite: https://www.facebook.com/aktionkig/ Danke!    

Montag, 28. November 2016

Entlarvende Zitate aus dem hessischen „Lehrplan zur Sexualerziehung“ / Argumentationshilfe II

Gegen Hessens Gender-Lehrplan protestieren seit Monaten Eltern und Familienorganisationen. Wann wird die CDU endlich einsehen, dass sie den Lehrplan von Kultusminister Lorz einstampfen muss?
In seiner Stellungnahme zum neuen „Lehrplan zur Sexualerziehung“ hat der Philologenverband Hessen festgestellt: „Im neuen Lehrplan Sexualkunde für allgemeinbildende Schulen und Berufsschulen ist die Schwerpunktsetzung auffallend ethisch und gesellschaftswissenschaftlich ausgerichtet. . . .  Gesellschaftliche Problemfelder und Widersprüche sollen mit Hilfe des Sexualkunde-Unterrichts thematisiert, Konflikte womöglich gelöst werden.“

In diesem Satz ist gewissermaßen das Problematischste des Lehrplans zusammengefasst: Der Lehrplan verfolgt klar gesellschaftspolitische – und damit ideologische – Ziele. (Im alten Lehrplan hieß es in Kurzform, dass Sexualerziehung das Bewusstsein für eine persönliche Intimsphäre und für ein respektvolles, gewaltfreies Verhalten entwickeln und fördern sowie die grundlegende Bedeutung von Ehe und Familie vermitteln solle).

Dieser gesellschaftspolitischen Zielvorstellung liegt die Gender-Ideologie zugrunde. Gender ist im Begriff „sexuelle Vielfalt“ enthalten.

Dieser Begriff ist nicht nur umstritten, sondern auch in der Fachliteratur keineswegs eindeutig festgelegt: Manche sind der Auffassung, es gäbe die „sexuellen Orientierungen“ Hetero-, Homo,- Bi-, und Transsexuell. Doch die meisten Autoren sprechen von einer großen Zahl von Orientierungen, die bis zu Tausenden gehen kann. Einige behaupten sogar, die sexuelle Orientierung sei niemals eindeutig festgelegt. Der Mensch lebe entsprechend dieser Vorstellung vielmehr in einem Fluidum sexueller Orientierung. Das heißt, seine Geschlechtlichkeit sei in konstantem Wandel, ohne dass sie sich auf eine eindeutige Ausprägung festlegen lässt.

In den beiden unten zitierten Abschnitten aus der Einführung des Lehrplans sind diese Gedanken zusammengefasst. In diesen Sätzen wird klar, dass die Schulbildung entsprechend dem neuen Lehrplan primär gesellschaftspolitische Ziele verfolgen soll. Leitmotiv ist hierbei die Vermittlung und die Forderung nach einer wertschätzenden Akzeptanz der Vorstellung, es gäbe viele sexuelle Orientierungen, also „Akzeptanz sexueller Vielfalt“.

In anderen Passagen aus dem Lehrplan wird die Verlagerung auf nicht-eheliche Partnerschaften deutlich. Es ist bezeichnend, dass die eigentliche „Ehe“ nur in der Einleitung im Zusammenhang mit dem Grundgesetz erläutert wird. Wenn es konkret wird, verschwindet das Wort Ehe, außer an einer Stelle. Im Vordergrund stehen dort Begriffe wie „Akzeptanz sexueller Vielfalt“, außereheliche Partnerschaften etc.

Die anfangs zitierte Stellungnahme des Philologenverbandes erklärt dazu: „Wie auch in Baden-Württemberg haben sich augenscheinlich die Vorstellungen der Partei Bündnis 90/Die Grünen bei der Gewichtung der Inhalte für den Sexualkunde-Unterricht durchgesetzt, erkennbar beispielsweise am sehr breiten Raum, der im Lehrplan Themen wie „Vielfalt sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten“ gegeben wird.“

Zitate aus dem neuen „Lehrplan zur Sexualerziehung“:

Aus der Einleitung

Ziel der Sexualerziehung ist, Schülerinnen und Schülern ein offenes, diskriminierungsfreies und wertschätzendes Verständnis für die Verschiedenheit und Vielfalt der partnerschaftlichen Beziehungen, sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen Identitäten in unserer Gesellschaft zu vermitteln.

Die Sexualerziehung soll überdies die gesellschaftlichen Realitäten berücksichtigen und wertegebunden sein. Gegenstand der Sexualerziehung in Schulen soll die Vermittlung von Wissen über die Existenz unterschiedlicher Partnerschaftsformen und Verständnisse von Familie, sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen Identitäten und deren Akzeptanz sein.


Aus den Zielen der Sexualerziehung

[Es gibt] eine Reihe sozialer Entwicklungen, die die gesellschaftliche Lebensrealität beeinflussen und Akzente im Themenfeld Sexualität setzen, darunter:

Familie und familiäre Lebensweisen
Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen (LSBTI).


Aufgaben und Informationen über

Aufklärung und Information über die Vielfalt sexueller Orientierungen und Geschlechtsidentitäten


Konkrete Themen und Inhalte

Altersgruppe der 6- bis 10-Jährigen

kindliches Sexualverhalten – ich mag mich, ich mag dich.
Unterschiedliche Familiensituationen (z.B. Patchworkfamilien, Alleinerziehende, Pflegefamilien, gleichgeschlechtliche Partnerschaften)

10- bis 12-Jährigen

Unterschiedliche sexuelle Orientierungen und geschlechtliche Identitäten (Hetero-, Bi-Homo- und Transsexualität)

13- bis 16-Jährigen

Aufklärung über sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität, ggf. Unterstützung für Schülerinnen und Schülern beim Coming Out.

Altersgruppe der 16- bis 19-Jährigen

Geschlechtsspezifisches Rollenverhalten - Wandel der Rollenverständnisse in Abhängigkeit von Kultur und Alter
Aufklärung über sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität, ggf. Unterstützung für Schülerinnen und Schülern beim Coming Out


Schulpflicht/Teilnahme am Unterricht

Sexualerziehung ist für alle Schülerinnen und Schüler verbindlich und nicht an die Zustimmung der Eltern gebunden. Die verpflichtende Teilnahme am Unterricht gilt ebenfalls für ältere Schülerinnen und Schüler und ist nicht an deren Zustimmung gebunden.


Durchführung der Sexualerziehung


Zum Schuljahresbeginn sind im Rahmen einer Klassenkonferenz die zu behandelnden Themen festzulegen und die möglichen Beiträge der verschiedenen Unterrichtsfächer zu benennen, um dann zu fächerübergreifenden Unterrichtsinhalten zu gelangen.

Freitag, 25. November 2016

Gender-Lehrplan mit den Argumenten der Genderisten bekämpfen/Argumentationshilfe

Man muss sich auf einen langen Kampf gegen den Gender-Lehrplan von CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz einstellen. 
In diversen Briefen an die Aktion „Kinder in Gefahr“ wurde um eine Liste knapper Sätze mit Argumenten GEGEN den neuen „Lehrplan zur Sexualerziehung“ für Hessens Schulen gebeten.

Hintergrund ist folgender: Werden CDU-Politiker mit diesem Sachverhalt konfrontiert, gehen sie in der Regel gar nicht auf die Argumente ein, sondern versuchen lediglich, die Gemüter zu beruhigen nach dem Motto: „Man soll sich keine Sorgen machen, alles ist schon in Ordnung.“

Vor allem relativieren CDU-Politiker die besonders umstrittene Forderung nach „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ und die Tatsache, dass die Kinder schon ab sechs Jahren in diesem Sinne indoktriniert werden sollen.

Wenn auf die Argumente der Gegner des Bildungsplanes verwiesen wird, so erwidern CDU-Politiker: „Das ist alles übertrieben, der Lehrplan ist ausgewogen. Die Entwicklung des Kindes wird berücksichtigt“.

In diesem Blog wurde der Lehrplan schon mehrmals umfassend kommentiert. Ebenso diverse Briefe (Brief Eins und Brief Zwei) von Generalssekretär Manfred Pentz oder Kultusminister Ralph Alexander Lorz. Allerdings sind diese Texte zu lang, um sie in öffentlichen Diskussionen zu verwenden.

Deshalb sollen in den nächsten Tagen einige Argumentationshilfen mit knappen Sätzen hier veröffentlicht werden. Ziel dieser Argumentationshilfe ist es, die Beschwichtigungsversuche von CDU-Politikern abzuwehren.

Zunächst sollen hier Zitate von BEFÜRWORTERN des Lehrplanes veröffentlicht werden, die beschwichtigende Argumente der CDU widersprechen sollen:


Ungeeignete Inhalte für Kinder ab sechs (!) Jahren:

Magazin Männer (für Homosexuelle) am 19. September 2016: In Hessen, wo B‘90/ Grüne als kleiner Koalitionspartner der CDU regieren, gilt nun ein Lehrplan zur Sexualerziehung, wonach schon Sechs- bis Zehnjährige verpflichtend über gleichgeschlechtliche Partnerschaften informiert werden.

Internet-Zeitung Queer (für Homosexuelle) am 18. September 2016: Schüler in der Altersgruppe der Sechs- bis Zehnjährigen werden in Hessen beispielsweise nun verbindlich mit dem Thema gleichgeschlechtliche Partnerschaften konfrontiert.


Forderung von „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ im Sinne von Wertschätzung:

Magazin Männer (für Homosexuelle) am 19. September 2016: Erklärtes Unterrichtsziel: die „Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen“. Für den Begriff Akzeptanz habe man sich bewusst entschieden, nicht bloß für Toleranz oder Respekt.

Prof. Karla Etschenberg in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 23. September 2016: Akzeptanz bedeutet Billigung und Einverstandensein. Das kann bezüglich nicht heterosexueller Orientierungen von gläubigen Katholiken nicht erwartet werden. Sie sind nur zur Toleranz bereit.

Mathias Wagner, bildungspolitischer Sprecher der Fraktion der Grünen: Die Koalitionspartner CDU und GRÜNE setzen auch im Lebensumfeld Schule das um, was sie im Koalitionsvertrag vereinbart haben: Jeder Mensch, ungeachtet seiner sexuellen und geschlechtlichen Identität, soll gesellschaftliche Akzeptanz erfahren und sein Leben ohne Benachteiligungen und Diskriminierungen gestalten können. . . . Kinder und Jugendliche sollen in ihrer ganzen Persönlichkeit Wertschätzung und Anerkennung erfahren und in unseren Schulen diskriminierungsfrei aufwachsen können.

Christoph Degen, (homosexueller) Hessischer Landtagsabgeordneter und bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag: Ich sage Ihnen selbst persönlich: Ich möchte nicht geduldet werden, ich möchte akzeptiert werden.

Kultusminister Ralph Alexander Lorz in einem Brief vom 26. Oktober 2016: Aus diesem Grund ist es von Bedeutung, dass Vielfalt nicht nur erduldet oder ertragen wird, wie es der Begriff „Toleranz“ meint, sondern dass Vielfalt akzeptiert wird in dem Sinne „Du bist okay, so wie du bist“.

CDU-Generalsekretär Manfred Pentz am 30 September 2016: Und daher ist es von Bedeutung, dass die Vielfalt eben nicht nur „erduldet“ oder „ertragen“ wird, wie es der Begriff „Toleranz“ meint, sondern dass Vielfalt „akzeptiert“ wird in dem Sinne „Du bist okay, so wie du bist“.

Philologenverband am 1. November 2016: Der Lehrplan verlangt hier eine Erziehung zur „Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen (LSBTI).“ Ganz abgesehen davon, dass hier psychologische und biologische Kategorien miteinander vermischt werden, lässt der Lehrplan weder Eltern und Schülern noch Lehrkräften die Freiheit, zumindest in Teilen zu anderen Bewertungen der verschiedenen Aspekte von Sexualität zu kommen. Die als Bildungsziel ausgewiesene „Akzeptanz“ (im Sinne von Anerkennen, Hinnehmen, Gutheißen) geht über die „Toleranz“ (das Gelten- und Gewährenlassen) hinaus.

Philologenverband am 1. November 2016: Im neuen Lehrplan Sexualkunde für allgemeinbildende Schulen und Berufsschulen ist aber die Schwerpunktsetzung auffallend ethisch und gesellschaftswissenschaftlich ausgerichtet. Persönlichkeitsaspekte, die zutiefst privat sind und primär in den elterlichen Erziehungsbereich gehören, werden in das unterrichtliche Geschehen einbezogen.

Bündnis „Warmes Wiesbaden“, Organisator der Gegendemonstration gegen die „Demo für Alle“ in Wiesbaden am 30. Oktober 2016: Das Land Hessen hat im September endlich einen Lehrplan beschlossen, der die Verschiedenheit und Vielfalt sexueller Orientierungen anerkennt und diesen Unterschieden mit Wertschätzung zu begegnen versucht.

Grüne Jugend Hessen: Wir begrüßen besonders, dass der Lehrplan nicht nur Toleranz oder Respekt, sondern die „Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intersexuellen Menschen“ (LSBTI) festschreibt. Denn Toleranz und Respekt sind zwar ein Schritt in die richtige Richtung, doch LSBTI müssen nicht nur ertragen und hingenommen, sondern anerkannt werden und dazugehören. Schätzungsweise ein*e Schüler*in pro Klasse ist nicht heterosexuell. LSBTI sind Mitschüler*innen, Lehrer*innen und ganz normale Menschen. Das macht das Lernziel der Akzeptanz für LSBTI umso wichtiger und die Entscheidung des Landeselternbeirats, den Lehrplan deshalb zu abzulehnen, umso unverständlicher.


Fächerübergreifend und verbindlich:

Magazin Männer (für Homosexuelle) am 19. September 2016: Zudem ist vorgesehen, dass das Thema menschliche Vielfalt (gemeint ist sexuelle Vielfalt) nicht nur in Biologie behandelt wird, sondern fächerübergreifend – beispielsweise auch in Mathematik.

Internet-Zeitung Queer (für Homosexuelle) am 18. September 2016: Schüler in der Altersgruppe der Sechs- bis Zehnjährigen werden in Hessen beispielsweise nun verbindlich mit dem Thema gleichgeschlechtliche Partnerschaften konfrontiert.


Einfluss von „Bündnis 90/Die Grünen“ bei der Redaktion des Lehrplanes:

Internet-Zeitung Queer (für Homosexuelle) am 18. September 2016: Der neue Lehrplan wurde maßgeblich von den Grünen vorangetrieben.

Magazin Männer (für Homosexuelle) am 19. September 2016: Der neue Lehrplan sei behutsam und gemeinsam unter Beteiligung von GRÜNEN und CDU diskutiert und erarbeitet worden.

Philologenverband am 1. November 2016: Wie auch in Baden-Württemberg haben sich augenscheinlich die Vorstellungen der Partei Bündnis 90/Die Grünen bei der Gewichtung der Inhalte für den Sexualkunde-Unterricht durchgesetzt, erkennbar beispielsweise am sehr breiten Raum, der im Lehrplan Themen wie „Vielfalt sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten“ gegeben wird.


CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz muss gestoppt werden! 

Bitte helfen Sie uns und nehmen Sie an dieser wichtigen Petition der Aktion "Kinder in Gefahr" teil.  Bitte beteiligen Sie sich an diesem Protest mit Ihrer Unterschrift und der Verbreitung unserer Petition an den Ministerpräsidenten Volker Bouffier: http://www.aktion-kig.de/kampagne/petition_hessen_2.html

PS. Unsere Seite in Facebook ist inzwischen ein sehr wichtiges Informationsmedium unserer Aktion "Kinder in Gefahr" geworden.
Für ein "Gefällt mir" wären wir sehr dankbar: https://www.facebook.com/aktionkig/?fref=ts


Donnerstag, 10. November 2016

Wachsendes Entsetzen über Gender-Lehrplan der CDU-Hessen/Wie in der DDR

Klassische CDU-Wählerschichten sind immer noch fassungslos über den Gender-Lehrplan von CDU-Kultusminster Lorz. Foto: Demo gegen den Lehrplan am 30. Oktober in Wiesbaden
Die Beschwichtigungsversuche der CDU-Führung in Hessen bleiben wirkungslos: Immer mehr Menschen zeigen sich über den neuen „Lehrplan zur Sexualerziehung“ von CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz entsetzt und fassungslos.

Die Briefe, die täglich im Büro der Aktion „Kinder in Gefahr“ ankommen, dokumentieren eindrucksvoll, wie sich die Menschen verraten und übergangen fühlen.

Die Reaktionen der Menschen auf den Gender-Lehrplan für die Schulen Hessens lassen sich in drei Grundfragen einteilen:

1. Wie ist es möglich, dass ausgerechnet ein CDU-Kultusminister einen Lehrplan erlässt, der sich maßgeblich an den ideologischen Vorstellungen der Grünen orientiert? Vor allem die Forderung nach „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ ist reinste grüne Sexual-Ideologie und Gender-Indoktrination.
2. Wie ist es möglich, dass ausgerechnet ein CDU-Kultusminister auf diese brutale Art und Weise den Eltern in den Rücken fällt?
3. Wie ist es möglich, dass ausgerechnet ein CDU-Kultusminister die Indoktrinierung von Schulkindern entsprechend der Gender-Ideologie vorantreibt?

Hier sollen zunächst zwei besonders durchdachte Briefe wiedergegeben werden. Sie dokumentieren eindrucksvoll die Entfremdung der C-Partei von ihren klassischen Wählern.

Der erste Brief, von Dr. Gerhard Wiemer, ist an den Kultusminister gerichtet:

Sehr geehrter Herr Minister, Herr Professor Lorz,

discriminare  = unterscheiden
diskriminieren: einen Menschen aus bestimmten Gründen zu benachteiligen und herabsetzen, in dem man ihn schlechter als andere Menschen behandelt.

Wertschätzung ist ein nur im Deutsch gebrauchtes Wort unterschiedlichen Inhaltes.

esteem oder estime sind im Englischen, Französischen, gleich.
 

Meinen Sie eine bedinglose Wertschätzung eines anderen oder die zweckorientierte Wertschätzung zu  a.) diese lässt keine Kritik zu, ist emotionell,  selten auch irrational. b.) gilt nur solange, wie der Mitarbeiter gut arbeitet oder die gleiche Meinung vertritt

Sie aber wollen etwas ganz anderes, mein Sohn (Tochter) soll seinem Gegenüber, auch dann wertschätzen, wenn er mit dessen und nur darum geht es Ihnen, sexuellen Lebensinterpretation, nicht einverstanden ist. Damit dieser Widerspruch  nicht eintritt, sollen mit der Sexualerziehung, die folgerichtig früh beginnt, alle Formen der Sexualität, wie Homosexualität, bis  zur Transsexualität u.a. als gleichwertig und akzeptierbar beschrieben werden. Du bist okay, so wie du bist. Das gilt aber nur für die sexuelle, nicht aber für die religiöse oder politische Orientierung.

Abgesehen, dass ein Volk nur dann weiter existiert, wenn es sich reproduziert, was für Deutschland nicht zutrifft, vermeiden Sie auch die Diskussion zur Schwangerschaftsunterbrechung.

Völlig außen vor bleibt die Frage der religiösen Erziehung durch das Elternhaus. Nicht nur Juden und Moslems stehen der Homosexualität anders wertend gegenüber. Auch katholische Christen, haben eine ablehnende Meinung.

Seitens der SED, was viele schmerzhaft erfahren mussten, sondern auch vom „mainstream“, ist die Gesellschaft heute kirchenfeindlich eingestellt.

Ein Kruzifix in einer hessischen Schule ist nicht zu dulden. Das Tragen des Kopftuches wird trotz BVG Urteil unterschiedlich beurteilt.

Zitat: „Ich akzeptiere als Schulleiter, aber auch als Privatmann, dass muslimische Frauen damit ihre Religiosität bzw. einfach ihre Lebenseinstellung auch ausdrücken wollen.“ (hess. Lehrer)

Nun wird es für Sie eng, was nun, wenn den moslemischen, jüdischen oder katholischen Lehrer (innen) Ihr Lehrplan nicht gefällt. Da der Islam zu Deutschland gehört, wird man eine Regelung finden. Eine Katholik hat sicherlich nichts zu sagen oder?

Der anders denkende Lehrer (in) wird also (s.o.) benachteiligt oder anders behandelt.

Was wollen Sie, die Akzeptanz, das kommt von accipere = einwilligen annehmen.

Sie fordern die Akzeptanz der sexuellen Vielfalt. Ich möchte aber nicht, dass meine Kinder dazu erzogen werden dazu einzuwilligen, diese als normal anzusehen. Reproduktionswille und eine heterosexuelle Lebensform ist für viele Menschen normal. Ausnahmen soll und muss man respektieren, aber wertschätzen?

Einer love parade oder einem  Christopher Street Day muss ich nicht folgen, das ist eine „Vielfalt“ die ich abstoßend finde. Nach der Internationalen Klassifizierung von Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme ICD-10 der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählt Transsexualismus als Geschlechtsidentitätsstörung zu den Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen (F64.0).

Warum Sie das als „normal“ beschreiben, kann nur ein Jurist erklären.

In meinem Berufsleben habe ich nur mit wenigen Homosexuellen zusammen gearbeitet. Die habe ich wahrgenommen, nicht kritisiert, obwohl ich  dieses Verhalten innerlich ablehnte. Das heißt, ich habe sie beruflich und menschlich geschätzt, sehr gut mit ihnen zusammengearbeitet, ihrer sexuellen Orientierung war mir fremd. Sonst hätte ich nicht 4 Kinder.

Die von Ihnen gewollte und im Lehrplan festgeschriebene, einseitige Indoktrination lehne ich ab.


Dr.-Ing.
Thilo Gunter Bechstein schreibt: Wie in der DDR

Sehr geehrter Herr Mathias von Gersdorff,

ich danke Ihnen herzlich für Ihr Engagement, für Ihre mutige Stimme als Rufer in der Wüste. Wenn ich Ihre Zeilen lese, erinnere ich mich sehr deutlich und sehr schmerzvoll an meine Schulzeit in der Deutschen Demokratischen Republik. Da gab es auch die Religionsfreiheit, aber sie wertzuschätzen bedeutete, auf eine höhere Schulbildung (Abitur) und auf einen Studienplatz zu verzichten. Wertschätzen, diesen Begriff hat man damals gar nicht erst bemüht, es ging um den Klassengeist, die politisch saubere innere Einstellung, das eindeutige Bekenntnis zu "unserem" Staat und seiner Partei. Es ließ sich auf den kurzen Nenner bringen ließ: wer nicht mit uns ist, der ist gegen uns, also unser Feind. Wir waren damals genötigt, kontinuierliche Bekenntnisse dieser unserer positiven Einstellung abzuliefern. Ich habe in den Jahren meiner DDR-Schulzeit nicht ein einziges Mal meine Meinung wahrheitsgemäß äußern dürfen, ohne sogleich der Diskriminierung ausgesetzt zu werden. Und ich erschrecke, wenn ich die gleiche Tendenz in dieser Bundesrepublik erkenne, die auf dem besten Weg dazu ist, jene freiheitlich-demokratische Ordnung zu kippen, deretwegen wir die friedliche Revolution im Herbst 1989 durchgeführt haben.

Insofern schätze ich Ihr Eintreten und das Ihrer Mitstreiter für christliche Werte in unserer auseinander triftenden Gesellschaft sehr hoch ein. Ich stimme Ihnen zu, dass ich beanspruchen darf, zu Fragen der Homosexualität und des Genderwahnsinns eine andere Meinung zu haben, als die von "oben" verordnete und ich fordere die vielbeschworene Toleranz auch für diese meine Meinung ein, zu der ich mich zudem in diesem Staat laut Grundgesetz frei äußern darf. Das perfide Vorgehen der Meinungsmacher jedoch besteht genau darin, dass sie diese Toleranz nicht aufbringen und uns ihre engstirnige Sichtweise als die allgemein gültige Wahrheit verkaufen wollen und alle diejenigen diskriminieren, die sich diesem Meinungsdiktat nicht unterordnen wollen. Ich wünsche Ihnen auf Ihrem Weg Kraft und Segen.

Ich grüße Sie in herzlicher Verbundenheit

Dr.-Ing.
Thilo Gunter Bechstein

                                                                    * * *

CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz muss gestopp werden! 

Bitte helfen Sie uns und nehmen Sie an dieser wichtigen Petition der Aktion "Kinder in Gefahr" teilBitte beteiligen Sie sich an diesem Protest mit Ihrer Unterschrift und der Verbreitung unserer Petition an den Ministerpräsidenten Volker Bouffier: http://www.aktion-kig.de/kampagne/petition_hessen_2.html

Informationen zum Thema und zur Aktion selbst bieten wir laufend auch bei Facebook an. Bitte „liken“ Sie unsere Seite in diesem sozialen Netzwerk, damit sie größere Beachtung findet und mehr Menschen von diesem Skandal erfahren: https://www.facebook.com/aktionkig/?fref=ts

Dienstag, 1. November 2016

Führt Gender zwangsläufig zum Totalitarismus?

Demo für Alle in Wiesbaden: Wer gegen Gender kämpft, sollte das mit harten Bandagen tun
Die Gender-Ideologie ist eine radikale Revolte gegen die Vernunft, aber auch gegen die Natur. Die Implementierung von Gender im gesellschaftlichen Leben kann deshalb nicht mit der freien Zustimmung großer gesellschaftlicher Schichten rechnen. Nein, Gender kann lediglich aufoktroyiert oder auf der Basis von Lügen durchgesetzt werden.

Ein klassisches Beispiel dieser Vorgehensweise ist der neue „Lehrplan zur Sexualerziehung“ für Hessens Schulen. Der hessische CDU-Kultusminister hat in einer Nacht-und-Nebel-Aktion seinen Lehrplan eingeführt. Der „Hessische Rundfunk“ hat erst einen Monat danach Notiz davon genommen. Erst dann erfuhr die Öffentlichkeit davon. Gleichzeitig mit dem Widerstand gegen den Lehrplan begannen die Hetz- und Verleumdungskampagnen gegen die Kritiker.

Auf die Frage, wieso sich Gender nirgends durch die freie Zustimmung der Menschen durchsetzen kann, geht der mexikaner Ricardo Aldana, katholischer Priester und Dozent für Theologie und Philosophie in Spanien, im Buch „Das ungeheure unbegrenzte Ja-und Amen-Sagen - Ein Beitrag zur heutigen Genderdebatte“ ein, welches gerade ins Deutsche übersetzt wurde.

Das in Frage/Antwort verfasste Buch ist durchaus inspirierend und jedem, der sich dem Kampf gegen diese Irrsinnsdoktrin widmen will zu empfehlen.

Gleich am Anfang stellt der Autor fest, dass der „Gender-Trend“ (wie er den Genderismus nennt) zu einem Dialog mit anderen Denkformen gar nicht fähig ist.

Die Begründung: „Alles wird Ideologie, das heißt einseitige programmatische Denkweise, Suche nach Machtmitteln für die Verwirklichung von Zielen, wenn die beschriebene Theologie und Philosophie von einer Technologie in Anspruch genommen werden, die von einer neuen technisch möglichen Menschheit träumen lässt. Der Mensch muss nicht mehr empfangen, was er ist, er macht sich heute selbst.“

In Aldanas Buch geht es primär um die Freiheit. Nach christlicher Auffassung kann der Mensch nur frei sein, wenn er sich so akzeptiert, wie er ist, bzw. wie er von Gott erschaffen wurde. Der Mensch wird frei, wenn er darauf verzichtet, sich ein eigenes Bild von sich selbst zu machen und sich und die gesamte Schöpfungsordnung so annimmt, wie sie von Gott kommt.

Mit den Worten des Autors: „Die wesentlichste Freiheit, die uns niemand nehmen kann, besteht darin, ja zu sagen zur Gabe von etwas, das uns grundlegt.“

Doch genau dies lehnt „Gender“ ab: Gender ist eine Utopie, die das Postulat vertritt, der Mensch könne sich selber „erschaffen“. Da dies nicht nur unmöglich ist, sondern sich gegen Natur und Vernunft richtet, kann „Gender“ nur durch Zwang durchgesetzt werden. „Gender“ ist insofern nicht wesentlich anders als alle anderen Denksysteme, die der menschlichen Natur widersprachen, wie etwa der Kommunismus.

Wie sich „Gender“ der öffentlichen Meinung ermächtigt, erklärt Ricardo Aldana so: „Wenn Gender Mainstreaming als Ideologie auftritt, erlangt es sehr schnell Macht über die öffentliche Meinung, weil er sich als Verteidigung der wahren Freiheit ausgibt, die das wagt, was Menschen vergangener Zeiten nicht gewagt haben. Deshalb werden diejenigen, welche diese Denkweise nicht teilen, automatisch, fast unvermeidlich, gebrandmarkt als Feinde der Freiheit oder der intimsten Rechte des Menschen oder des Fortschritts oder aller drei Dinge zusammen. Und zwar in der Weise, dass die Politiker, Journalisten, Schriftsteller und allgemein Menschen von öffentlichem Interesse anfangen müssen, bei ihren Kalkulationen, wie sie Erfolg und Machtpositionen erringen können, mit dieser Denkweise zu rechnen, der man ohne Folgen nicht widersprechen kann.“

Wer Gender öffentlich kritisiert, etwa durch die Teilnahme an einer „Demo für Alle“, erkennt sich in dieser Beschreibung wieder: Obwohl Gender völlig unvernünftig ist, befindet sich der Kritiker zunächst in der Defensive. Ein Bataillon von Medienleuten hat dafür gesorgt, dass „Gender“ als freiheitsliebende Lehre daherkommt, obwohl genau das Gegenteil der Fall ist.

Das Buch ist dermaßen interessant, dass es hier noch weitere Male besprochen werden soll.

Die Informationen zum Buch:

Ricardo Aldana: „Das ungeheure unbegrenzte Ja-und Amen-Sagen“. Johannes Verlag. Mit einem Vorwort von Bischof Rudolf Voderholzer von Regensburg. Die Buchbroschüre erscheint im November 2016 und wird 9 Euro kosten.

Montag, 31. Oktober 2016

„Akzeptanz“ durch „Toleranz“ ersetzen reicht nicht (Rede bei der Demo für Alle in Wiesbaden)

Bei der Demo für Alle in Wiesbaden am 30. Oktober 2016
[Hinweis: Die gesprochene Rede ist etwas kürzer und wurde etwas freier gehalten, als in diesem Text]

Wir haben uns heute auf dem Luisenplatz in Wiesbaden - vor dem Kultusministerium - aus drei Gründen versammelt:

1. Wir wollen die Gender-Erziehung in den Schulen Hessens verhindern, wie sie im neuen „Lehrplan zur Sexualerziehung“ von CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz vorgesehen ist.

2. Wir sind hier, um das Erziehungsrecht der Eltern zu verteidigen, vor allem im hochsensiblen Bereich der Sexualität. Wir müssen den Politikern ganz klar mitteilen: Die Kinder gehören den Eltern und nicht dem Staat!

3. Schließlich sind wir auch hier, damit Deutschland nicht zu einer Gender-Republik wird: Wie in kaum einen Land der Welt, missbraucht der deutsche Staat seine Machtinstrumente, um die Gender-Ideologie zu einer regelrechten Staatsdoktrin zu machen. Und schon ab sechs Jahren soll diese Doktrin den Kindern in Hessen eingetrichtert werden. Ohne uns!


Man hält es kaum für möglich, doch verantwortlich für diesen unseligen Lehrplan ist kein Grüner, sondern ausgerechnet ein CDU-Politiker: Kultusminister Ralph Alexander Lorz.

Seinen „Lehrplan zur Sexualerziehung“ hat er gegen den ausdrücklichen Willen der hessischen Eltern und der katholischen Kirche auf den Weg gebracht.

Zudem ohne jegliche Verpflichtung gegenüber dem Koalitionsvertrag mit den Grünen, denn die Bildungspolitik wurde gänzlich den Christdemokraten überlassen.

Was sich die CDU-Spitze in Hessen geleistet hat, ist unfassbar: Sie ist regelrecht den Eltern und den Familien in den Rücken gefallen.

Deshalb geht von hier aus unser Appell an die CDU-Basis: Fassen Sie Mut und protestieren auch Sie gegen den Gender-Lehrplan von Kultusminister Ralph Alexander Lorz!

Der hessische „Lehrplan zur Sexualerziehung“ ist ein Plan zur Gender-Indoktrination und damit ein Angriff auf die Kinder, auf das Erziehungsrecht der Eltern und auf die christlichen Wurzeln unseres Landes.

Die Gender-Ideologie ist vor allem in der fächerübergreifenden und verbindlichen Forderung nach „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ enthalten.

Für einige Kritiker des Lehrplanes wäre es fast ausreichend, wenn man das Wort „Akzeptanz“ durch „Toleranz“ ersetzen würde.

Es wäre aber ein Trugschluss zu behaupten, dass damit das Problem aus der Welt geschafft sei.


Das Hauptproblem des „Lehrplans zur Sexualerziehung“ ist – um es an den Begriffen festzumachen – der Begriff „sexuelle Vielfalt“.

Denn in diesem Begriff ist die gesamte Gender-Ideologie enthalten, die davon ausgeht, dass die Geschlechter nicht von Natur aus gegeben sind, sondern anhand gesellschaftlicher oder kultureller Faktoren „konstruiert“ seien.

Diese angebliche „Konstruktion“ würden die Kinder in erster Linie im Elternhaus erhalten. Die Befürworter von Gender in der Schule, beispielsweise die Veranstalter der Gegen-Veranstaltung zu unserer „Demo für Alle“, die gerade im Hintergrund brüllen, sind deshalb der Auffassung, Eltern würden ihren Kindern überkommene Geschlechterrollen vom Kleinkindalter an aufzwingen.

Aus diesem Grund müsse der Staat sich über das Erziehungsrecht der Eltern hinwegsetzen und sie mit Gender indoktrinieren. Der Staat muss sozusagen die Erziehung der Eltern entsprechend der Gender-Ideologie „korrigieren“.

Die Bischofskonferenz Polens hat deshalb erklärt, die Gender-Doktrin sei im Marxismus und im Neomarxismus – Stichwort Frankfurter Schule – verwurzelt.

Durch das Ersetzen von Akzeptanz durch Toleranz wäre der neue Lehrplan nach wie vor ein Marsch in die Gender-Indoktrination.

Aufgrund der Tatsache, dass diese Weltanschauung nicht nur verbindlich, sondern auch fächerübergreifend vermittelt werden soll, würde Gender schließlich die gesamte Schulbildung beeinflussen. Diesen Angriff müssen wir entschlossen und energisch parieren.

Wir werden kämpfen, solange es notwendig ist. Wir sind auf eine jahrelange Auseinandersetzung eigenstellt.

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Volker Bouffier, tun Sie sich und uns deshalb ein Gefallen und beenden sie diesen Spuk möglichst bald:

Dieser „Lehrplan zur Sexualerziehung“ von CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz muss weg!

Sonntag, 30. Oktober 2016

Demos in Wiesbaden zeigten: Größte Verlierer sind Kinder und CDU/1900 Teilnehmer bei Demo für Alle

1900 Teilnehmer an der Demo für Alle am 30. Oktober in Wiesbaden
An diesem Sonntag gab es Demonstrationen sowohl gegen, wie auch für den neuen „Lehrplan zur Sexualerziehung“ von CDU-Kultusminister Ralph Alexander Lorz. Das Bündnis „Demo für Alle“ rief dazu auf, gegen den Lehrplan zu protestieren, während „Warmes Wiesbaden“ und ein „Bündnis für Vielfalt“ den Lehrplan verteidigten.

Der Kontrast zwischen den Demonstrationen hätte kaum größer sein können.

Gegen den Lehrplan versammelten sich auf dem Luisenplatz in Wiesbaden 1900 Personen (laut Polizei 2000): Eltern, Familien und Familienorganisationen, von denen viele christlich inspiriert sind. Die katholischen Teilnehmer des Bistums Fulda erhielten sogar den Segen ihres Bischofs Heinz Josef Algermissen. Die Demonstration sah eher wie ein Familientreffen als wie eine Protestveranstaltung aus. Die Stimmung konnte nicht besser sein.

So waren auch die Reden bei der „Demo für Alle“: Sachlich, ruhig, faktenreich.

Wie hier schon mal angemerkt wurde, protestiert gegen den neuen „Lehrplan zur Sexualerziehung“, der in Wahrheit ein Gender-Lehrplan ist, das bürgerliche und das christliche Deutschland. Eigentlich die traditionelle Basis der CDU.

Für die Verteidigung des CDU-Lehrplanes versammelte sich in Wiesbaden eine große Gruppe von Organisationen, von denen sich viele eigentlich überhaupt nicht für Schulpolitik interessieren: „Computer Chaos Club“, LSBTIQ-Aktivisten, Aids-Hilfe etc. Nach Polizeiangaben waren es etwa 1500 Personen.

Zur Gegen-Demo riefen auch die Linkspartei, die Grünen und die SPD auf, also Parteien, die seit eh und je gegen Ehe und Familie polemisieren oder sogar hetzen.

Vor wenigen Wochen wurde Winfried Kretschmann, Ministerpräsident von Baden-Württemberg, von seinen eigenen Parteikollegen kritisiert, weil er sich positiv zur traditionellen Ehe zwischen Mann und Frau äußerte. Diese Kontroverse zeigte eindrucksvoll, wie stark die Grünen Ehe und Familie als Feindbild ansehen. Bei den Linken ist die Feindschaft zur Ehe zum Teil noch stärker ausgeprägt. Die SPD hat von Anbeginn ein gestörtes Verhältnis zu Ehe und Familie, weil diese ein „Hort bürgerlicher Unterdrückung“ seien.

Die Gruppen und Parteien, die zur Gegen-Demo zur „Demo für Alle“ aufgerufen haben, taten dies in erster Linie aus ideologischen Gründen. Sie eint allesamt der Hass gegen Ehe und Familie und deshalb fördern sie die Gender-Ideologie. Diese ist ein „Weltkrieg gegen die Ehe“, so Papst Franziskus.

Ralph Alexander Lorz, hat mit seinem Lehrplan den ideologischen Kampf, der seit Jahren um Ehe und Familie besteht, in die Schulen gebracht. Er ist dafür verantwortlich, dass die Schulkinder nun ein Spielball ideologischer Kämpfe und politischer Interessen geworden sind.

Der vom CDU-Kultusminister Lorz entfachte Kampf wird lange andauern. Er sollte nicht damit rechnen, dass die Väter und Mütter von Schulkindern es einfach so hinnehmen, dass aus den Schulen Gender-Indoktrinationsstätten werden.

Was Lorz geritten hat, um einen Lehrplan, der GEGEN die Eltern gerichtet ist und lediglich Gruppen erfreut, die schon immer die CDU bekämpft haben, per Ministerialerlass in Kraft zu setzen, bleibt sein Geheimnis.

Der von ihm angerichtete Schaden ist schon immens. Und je länger dieser Lehrplan so bleibt, wie er ist, desto größer wird der Schaden für die Kinder und auch für die CDU sein.

Weitere Berichte und Fotogalerien folgen

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Die Radikalität der Gender-Revolution und warum es so wichtig ist, diese zu bekämpfen

US-amerikanische Nutzer von Facebook können eine von 58 sexuellen Identitäten für ihre Profilangaben wählen. Damit wird in diesem sozialen Netzwerk die in Frageform formulierte Zielvorgabe Judith Butlers in ihrem bekanntesten Buch „Das Unbehagen der Geschlechter“ aus dem Jahr 1990 implementiert: „Wie kann man am besten die Geschlechter-Kategorien stören, die die Geschlechter-Hierarchie (gender hierarchy) und die Zwangsheterosexualität stützen?“

Für Judith Butler ist die „Geschlechtsidentität“ ein Produkt der politischen und kulturellen Machtverhältnisse. Die „binäre Beziehung“ Mann und Frau dient der Aufrechterhaltung einer Machtkonstellation. Um diese zu überwinden, muss der Begriff „Gender“ überwunden werden. „Die Kategorie ‘Geschlecht’ ist die politische Kategorie, die die Gesellschaft als heterosexuell begründet“, zitiert Butler die Feministin Monique Wittig (1935-2003). Um diese „Machtstrukturen“ bzw. die Polarität Mann-Frau zu überwinden, soll das Geschlecht nicht mehr als „innere Wahrheit“ der Identität gelten, sondern als eine Inszenierung aufgefasst werden. Dies soll durch das Anstiften einer „Geschlechter-Verwirrung“ (Gender Trouble) geschehen.

Butlers Ausgangspunkt war eine Kritik des klassenkämpferischen Feminismus. Dieser – so Butler – würde die Gegensätze zwischen den Geschlechtern verstärken. Vielmehr sollte ein Verwischen der Geschlechtsgrenzen angestrebt werden. Susanne Schröter beschreibt die epochale Bedeutung Butlers in „FeMale – Über Grenzverläufe zwischen den Geschlechtern“: „Ende der achtziger Jahre begann man, die sorgfältig errichteten Differenzierungsmerkmale zwischen beiden Kategorien (Männlichkeit und Weiblichkeit, Anm. d. Verf.) teilweise wieder abzutragen, und seit dem Erscheinen von Judith Butlers Buch ‘Gender trouble’ (…) ist es populär, von Geschlecht als sozialer Konstruktion zu reden …“

Es ging immer schon um mehr

Facebooks Maßnahme hätte von Judith Butler selbst kommen können. Es hätten auch 580 oder 5.800 sexuelle Identitäten sein können, das Ergebnis wäre dasselbe: Das Geschlecht wird nicht als fest, sondern als willkürlich aufgefasst. Das Geschlecht ist vielmehr ein Fluidum von Daseinsformen.

Überraschend ist ein solcher Schritt nicht, denn von Anfang an strebten die Verfechter der „Homo-Ehe“ oder der „gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften“ viel mehr an als nur die Durchsetzung der Homosexualität als gesellschaftliche Norm. Sie wollten die Überwindung der Polarität der Geschlechtsformen.

Die Literatur dazu ist reichlich. So kritisierte der kanadische Soziologe Michel Dorais 1999 in seinem Buch „Éloge de la Diversité Sexuelle“ (Lob der sexuellen Vielfalt, eigene Übersetzungen aus dem Französischen): „Seitdem wir angefangen haben, die Schubladen Männer und Frauen, männlich und weiblich, heterosexuell und homosexuell zu kreieren, haben wir aus dem Auge verloren, was ein sexualisiertes Sein und was eine Bevölkerung in ihrer Vielfalt sind.“ Nach Dorais hat sich der Mensch in einer „binären Logik“ unterjochen lassen und folgert: „Wie leben in einem sexuellen Apartheid-Regime.“ Dorais paraphrasiert Simone de Beauvoir und postuliert: „Man ist nicht als Mann oder Frau geboren, man wird erst dazu.“ Diese Fiktion sei zu überwinden.

Indoktrination in den Schulen für ein „Fluidum von Geschlechtsdaseinsformen“

Dass es zumindest für einen Teil der Homo-Lobby von Anfang an um viel mehr ging, als um die Einführung von Sonderrechten für homosexuelle Personen, dokumentiert Stefan Timmermanns „Evaluation schwul-lesbischer Aufklärungsprojekte in Schulen“, „Keine Angst, die beißen nicht!“. Er schreibt: „Ein solcher Perspektivenwechsel muss zusätzlich mit einer Relativierung der Kategorien sexueller Orientierung sowie der Kategorien der Geschlechter einhergehen. Denn die scheinbare Eindeutigkeit konstruierter Systeme, die die Menschen entweder in ‘Männer’ oder ‘Frauen’ bzw. ‘Hetero’- oder ‘Homosexuelle’ einteilen, ist die Grundlage eines binären, biologistischen, essentialistischen, fundamentalistischen und totalitären Denkens, das die Welt nur in Polaritäten wahrnehmen will und kann. … In letzter Konsequenz läuft diese Perspektive auf eine moralische Unterscheidung in ‘Gut’ und ‘Böse’ hinaus“.

Hier wird deutlich, dass es beim Gerede von „Akzeptanz sexueller Vielfalten“ in Wahrheit um die Implementierung einer Ideologie und einer revolutionären Anthropologie geht und nicht um die Bildung eines Klimas der Toleranz, wie das die Befürworter der Gender-Lehrpläne verharmlosend behaupten.

Für die Sozialingenieure steht schon seit langem fest, dass auch in den Schulen diese Dekonstruktion der „Geschlechtsidentitäten“ hin zu einem Fluidum von „Geschlechtsdaseinsformen“ vorangetrieben werden soll. So schreibt Helga Bilden in dem Sammelband „Dekonstruktive Pädagogik. Erziehungswissenschaftliche Debatten unter poststrukturalistischen Perspektiven“ aus dem Jahre 2001 im Aufsatz „Die Grenzen von Geschlecht überschreiten“: „Identitäten, auch Geschlechtsidentitäten, sind nicht klar, eindeutig und selbstverständlich, wie sie es früher zu sein schien. Sie müssen neu gedacht werden: kontingent, fluid, nur zeitweise fixiert.“ Jutta Hartmann, eine weitere Exponentin der Dekonstruktionspädagogik, schreibt in „Vielfältige Lebensweise. Dynamisierungen in der Triade Geschlecht – Sexualität – Lebensform/kritisch-dekonstruktive Perspektiven für die Pädagogik“, erschienen 2002: „Geschlecht, Sexualität und Lebensform als gänzlich gesellschaftlich hervorgebracht begreifend, arbeite ich eine Vorstellung von Handlungsfähigkeit heraus, die die Möglichkeit bewusster Aktivität gegenüber Normen und ein Neuentwerfen von Existenz- und Lebensweisen beinhaltet.“

Gruppenspiele für ein „Hinterfragen der Heterosexualität“

Die Durchsetzung solcher pädagogischer Zielvorstellungen geschah dermaßen schnell, dass der oben zitierte Stefan Timmermanns zusammen mit Elisabeth Tuider schon im Jahr 2008 das Praxisbuch „Sexualpädagogik der Vielfalt“ veröffentlichen konnte. In diesem Buch sind viele sexualpädagogische Methoden – im Wesentlichen sind es Gruppenspiele – für den Schulunterricht enthalten. Durch diese sollen die Schüler ihre sexuellen Identitäten hinterfragen. Timmermanns schreibt: „Ein Sich-Einlassen auf das Verlassen von eindeutigen Identitätsvorstellungen kann bereichernd sein.“ Eines der Gruppenspiele in Timmermanns Buch heißt offen „Warum werden Menschen heterosexuell?“ Das Ziel des Spieles: „Die Jugendlichen sollen Heterosexualität als Norm in Frage stellen.“

Inzwischen hat die „Sexuelle Vielfalt“ die Schulen erreicht. In Berlin wurde 2011 im Rahmen der Initiative „Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“ ein Sexualkundeunterricht eingeführt, der Kindern ab dem ersten Grundschuljahr beibringen soll, was „sexuelle Vielfalt“ ist. Bekanntlich wurden solche Programme in Baden-Württemberg, in Sachsen-Anhalt und zuletzt in Hessen eingeführt.

Glücklicherweise gab es in der realen Welt harsche Reaktionen gegen diese Entwicklung. Vor allem die Franzosen lassen sich diese Indoktrination nicht gefallen, doch auch in Deutschland hat sich ein effektiver Widerstand gebildet. Ähnliche Reaktionen gibt es fast überall auf der Welt.

Hinter dem Genderismus steht keine Bürgerbewegung

Ebenso hat sich die katholische Kirche gerührt. Die Bischofskonferenzen Portugals, Polens und der Slowakei sowie der Bischof von Chur, Vitus Huonder, haben in letzter Zeit Pastoralbriefe gegen den „Genderismus“ veröffentlicht. Papst Benedikt XVI. erklärte zu dieser revolutionären Ideologie am 21. Dezember 2012, also wenige Wochen vor seinem Rücktritt: „Die tiefe Unwahrheit dieser Theorie und der in ihr liegenden anthropologischen Revolution ist offenkundig.“ Er führte aus: „Der Mensch bestreitet, dass er eine von seiner Leibhaftigkeit vorgegebene Natur hat, die für das Wesen Mensch kennzeichnend ist. Er leugnet seine Natur und entscheidet, dass sie ihm nicht vorgegeben ist, sondern dass er selber sie macht.“

Für Papst Franziskus ist Gender nichts Geringeres als ein Weltkrieg gegen die Ehe.

Sollten diese Reaktionen Beständigkeit entwickeln, ist es nicht naiv, anzunehmen, dass sie entscheidend das Vordringen des „Genderismus“ schwächen.

Diese Doktrin ist wider die Vernunft und widerspricht der wahren Anthropologie. Hinter ihr gibt es keine relevante Bürgerbewegung. Der Genderismus ist im Wesentlichen ein Produkt von Lobbyarbeit und Medienkampagnen und konnte nur aufgrund der mangelnden Reaktion so weit kommen. Deshalb muss dieser Kampf gegen Gender noch viel größer werden.

Bitte helfen Sie uns und nehmen Sie an unseren Aktionen gegen die Gender-Ideologie teil:

Bitte beteiligen Sie sich an diesem Protest mit Ihrer Unterschrift und der Verbreitung unserer Petition an den Ministerpräsidenten Volker Bouffier:http://www.aktion-kig.de/kampagne/petition_hessen.html

Informationen zum Thema und zur Aktion selbst bieten wir laufend auch bei Facebook an. Bitte „liken“ Sie unsere Seite in diesem sozialen Netzwerk, damit sie größere Beachtung findet und mehr Menschen von diesem Skandal erfahren: https://www.facebook.com/aktionkig/?fref=ts

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Gender-Lehrplan in Hessen: Erwägt CDU Strategie des Einlullens?

Der neue „Lehrplan zur Sexualerziehung“ erntet immer mehr Ablehnung:

An 18. Oktober 2016 haben die Elternbeiräte auf Landes-, Stadt- und Kreisebene Kritik geäußert, vor allem am Lernziel „Akzeptanz sexueller Vielfalt“. Damit haben sich die Elternbeiräte auf Stadt- und Kreisebene dem negativen Urteil des Landeselternbeirates Hessen angeschlossen.

Damit dürfte CDU-Generalsekretär Manfred Pentz klar geworden sein, dass die Proteste gegen den Gender-Lehrplan seines Pateikollegen, Kultusminister Ralph Alexander Lorz, nicht so schnell abebben werden.

Der zweite Brief (LINK) von Manfred Pentz an die Kritiker des Lehrplans zeigte schon eine defensive Haltung. Der CDU-Generalsekretär versuchte die Kritikpunkte als übertrieben oder haltlos abzuwimmeln. Damit geriet er in Widerspruch zu seinem ersten Brief von 30. September (LINK). In diesem hatte er noch versucht, den Lehrplan zu verteidigen.

Mit ihrem Protest stehen die Elternbeiräte nicht allen da. Langsam macht sich erfreulicherweise auch ein gewisser Unmut bei den Mitgliedern der CDU bemerkbar. Vergangene Woche hat sich auch die „Katholische Elternschaft“ gegen den Lehrplan positioniert.

Der neue Protest kommt der CDU mächtig in die Quere.

Deutschland befindet sich im Beginn des Wahlkampfes für die Bundestagswahl. Ein Dauerprotest könnte nicht nur für die nächsten Landtagswahlen gefährlich werden, sondern auch für die Bundestagswahl im kommenden September 2017. Die schwarz-grüne Koalition in Hessen sollte sich nämlich nach den Willen mancher als Modell für den Bund präsentieren.

Doch auf viele wirkt der neue Lehrplan inzwischen wie ein abschreckendes Beispiel. Dass die CDU alte Überzeugungen über Bord wirft, um diese Machtoption zu ermöglichen, erschein vielen als abstoßend.

Veronica Fabricius, CDU-Mitglied und stellvertretende Vorsitzende eine Frankfurter Ortsverbandes, stellte in einem geharnischten Brief an die Landesregierung folgende Frage: „Wurde die Bildungs-Hoheit der CDU in diesem Zusammenhang geopfert, um sich den Grünen als Koalitionspartner zu empfehlen? Mit dem zu hohen Preis, unsere junge Generation zu verwirren?"

Wie könnte nun die CDU auf diese Situation reagieren?

Am Rande einer CDU-Veranstaltung hat Generalsekretär Manfred Pentz Kritikern des Lehrplanes mitgeteilt, man denke über eine Veranstaltung nach, zu der nicht nur Parteimitglieder, sondern auch Gäste, Religionsvertreter etc. kommen sollen.

Das wäre die klassische Vorgehensweise: Man lädt ein, man debattiert lange und versucht angebliche „Missverständnisse“ auszuräumen. Auf diese Weise würde man versuchen, dass der Lehrplan so bestehen bleibt, wie er heute längst ist.

Sollte dies nicht gelingen, könnte man die Forderung nach „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ abmildern.

Diese Vorgehensweise wäre gefährlich, denn der Schwachpunkt in der Argumentation vieler Kritiker des Lehrplans ist, etwa der Elternbeiräte, dass sie sich voll und ganz auf den Begriff „Akzeptanz“ fokussiert haben. Für diese Kritiker wäre es fast ausreichend, wenn man das Wort Akzeptanz durch Toleranz ersetzen würde.

Es wäre aber ein Trugschluss zu behaupten, dass damit das Problem aus der Welt geschafft sei. Das Hauptproblem am „Lehrplan zur Sexualerziehung“ ist – um es bei Begriffen festzumachen – der Begriff „sexuelle Vielfalt“.
 

In diesem Begriff ist die gesamte Gender-Ideologie enthalten. Sie geht davon aus, dass die Geschlechter nicht von Natur aus gegeben sind, sondern anhand gesellschaftlicher oder kultureller Faktoren „konstruiert“ seien. In Wahrheit gäbe es nicht nur Männer und Frauen, sondern eben eine große Vielfalt sexueller Orientierungen oder Identitäten. Laut Facebook sind das etwa 70, für andere sind es Tausende. All das sei zu akzeptieren. De facto wird postuliert, dass die Identität und die Persönlichkeit eines Menschen gar nicht eindeutig definiert werden, sondern im ständigen Wandel begriffen sein müssen.

Das Ersetzen von Akzeptanz durch Toleranz wäre zwar eine gewisse Abmilderung, doch nach wie vor wäre der neue Lehrplan der Weg in die Gender-Indoktrination. Aufgrund der Tatsache, dass diese Weltanschauung nicht nur verbindlich, sondern fächerübergreifend vermittelt werden soll, würde Gender schließlich die gesamt Schulbildung beeinflussen.