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Mittwoch, 15. Februar 2023

Segensfeiern alternativer Partnerschaften widersprechen katholischer Moral, Lehre und Einheit


 

Protestnote an Bischof Dieser (Aachen)

Mathias von Gersdorff

Über seine Social-Media-Kanäle hat das Bistum Aachen am 14. Februar 2023 „in allen Regionen Segnungsfeiern oder -Gottesdienste“ angeboten.

Das Angebot von Segnungen, Segnungsfeiern und Segnungsgottesdiensten für alternative Lebenspartnerschaften durch das Bistum Aachen ist ein schismatischer und häretischer Akt. Zudem ist er ein Akt des schweren Ungehorsams gegenüber Rom.

Segnungsfeiern für alternative Lebenspartnerschaften implizieren nämlich eine Sexualmoral, die der Katholischen widerspricht. Außerdem widersprechen sie dem katholischen Eheverständnis. Aus diesem Grund entspricht die Durchführung von Segnungsfeiern de facto die Einrichtung einer eigenen Sexualmoral bzw. eines eigenen Lehramtes.

Erläuterung:

·      * Die Durchführung von Segnungsfeiern für alternative Lebenspartnerschaften widerspricht dem „Responsum ab dubium“ vom 15. März 2021. Dort wird erläutert, dass die Kirche KEINE Vollmacht besitz, solche Segnungen durchzuführen.

·      *  Das Staatssekretariat hat in seinem Schreiben vom Juli 2022 an die Deutsche Bischofskonferenz ausdrücklich verboten, eigenmächtig Änderungen in Lehramt und Leitung durchzuführen.

·      * Die Implementierung von Segnungsfeiern widerspricht sogar ausdrücklich dem – höchst umstrittenen - Synodalen Weg. Denn der Grundlagentext „Gelingende Beziehungen“, welcher solche Segnungsfeiern theologisch begründet, erhielt bei der Vierten Synodalversammlung im September 2022 nicht die notwendige Mehrheit. Der Handlungstext „Segensfeiern für Paare, die sich lieben“ wird erst in der Fünften Synodalversammlung im März 2023 behandelt werden. Das bedeutet: Selbst auf den höchst umstrittenen Synodalen Weg kann sich das Bistum Aachen nicht berufen.

·     * Bischof Dr. Georg Bätzing, Vorsitzender der deutschen Konferenz, betont stets, Deutschland befinde sich nicht auf einem Weg zum Schisma, auch nicht auf einem „deutschen Sonderweg“ und selbstverständlich würden sich die Deutschen Bischöfe an die Vorgaben der Weltkirche und des Kirchenrechts halten. Doch die Implementierung von Segnungsfeiern nährt die Vermutung, dass solche Aussagen gegenüber der Weltkirche reine Hinhaltetaktiken seien, denn in einigen Bistümern ist man schon dabei, Fakten zu schaffen.

Die Implementierung von Segensfeiern und die dazu grundlegende Sexualmoral sind also eine schwere Verfehlung gegen den katholischen Glauben, gegen die katholische Moral und gegen die Einheit der Kirche.

Aus diesen Gründen möchten wir Bischof Dieser auffordern, alles ihm Mögliche zu unternehmen, damit solche Segensfeiern in seinem Bistum nicht mehr stattfinden.

Zudem fordern wir Bischof Dieser auf, alle relevanten Stellen in seinem Bistum (Pfarreien, Pastoraleinheiten etc.) ausführlich zu erklären, wieso solche Segensfeiern der katholischen Moral und dem katholischen Lehramt widersprechen und die Simulation eine Sakramentalie ist. Man belügt also sogar diejenigen, die man angeblich „segnen“ will.

Mittwoch, 11. Mai 2022

Pseudo-Segnungen 2022 floppten: Pressestimmen zum Hauptprojekt des Synodalen Weges - wie könnte es bis zur Weltsynode gehen?


 

Mittwoch, 19. Mai 2021

Angriff auf katholische Ekklesiologie beim Ökumenischen Kirchentag

 



Zwei Ereignisse während des Kirchentages sind von besonderer Bedeutung: 

1. Die Interkommunion bei der Heiligen Messe im Frankfurter Dom am Samstag (15. Mai 2021) und 

2. Die Bekräftigung Bischofs Bätzings, die Segnung homosexueller Paare voranzutreiben.

Diesen Text gibt es auch als Video unter: https://youtu.be/swoRUpkK0dk

Erstens: Die beim Gottesdienst am 15. Mai 2021 praktizierte Interkommunion, also die Kommunionsspendung an die evangelische Präsidentin des Ökumenischen Kirchentages, Bettina Limperg, war ein Angriff bzw. eine offene Ablehnung der katholischen Lehre über die Eucharistie.

Die Interkommunion war auch ein Angriff auf den katholischen Begriff von Kirche. Implizit wurde nämlich durch diese Interkommunion die Vorstellung vermittelt, die Kirche sei nicht klar umrissen, sondern sei so ein nebulöses Gebilde ohne klare Grenzen, ohne klare Mitgliedschaft, ohne einen festgelegten Glauben, ohne ein klar definiertes Lehramt.

Diese Vorstellung, die der Lehre der Kirche widerspricht, entspricht aber genau dem Kirchenbild des radikalen Progressismus. Dieser lehnt eine Kirche mit einer klaren Hierarchie und einem klaren Lehramt ab und damit auch die Vorstellung, dass die Kirche eine sichtbare Gemeinschaft ist. 

Gerade Theologen wie Hans Küng wetterten gegen dieses Kirchenbild und behaupteten implizit, die Kirche sei ein rein menschliches Werk, welches man zerstören müsse.

Zweites Ereignis: Bischof Georg Bätzing hat erneut behauptet, die Kirche müsse Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare einführen. Er wolle dies auf der Ebene der Weltkirche vorantreiben.

Damit erneuert Bischof Bätzing seinen Angriff auf die Sexualmoral bzw. seinen Willen, die Sexualmoral umzuformulieren.

Doch vor allem gibt er zu verstehen, dass das katholische Lehramt in ständiger Bewegung sei und sich mit der Zeit ändert. Möglicherweise meint er tatsächlich, das Lehramt entwickle sich in einem dialektischen Prozess, etwa so, wie sich Georg Friedrich Hegel den Erkenntnisprozess in seiner Phänomenologie des Geistes vorstellt. 

Zusammen genommen ergeben diese beiden Ereignisse während des ökumenischen Kirchentages eine Kirche, die keine fest definierte Identität besitzt. Für Bischof Bätzing und zusammen mit ihm viele Befürworter des sog. „Synodalen Weges“ ist die Kirche wohl eine Gemeinschaft des immerwährenden Dialogs, in welchem alles immer alles wieder von Neuem zur Diskussion gestellt wird. Die Kirche wäre ein amorphes und undefiniertes Gebilde, ein Fluidum, welches sich ständig bewegt und ändert.

Foto: Pressefoto ÖKT/Bongard 


Dienstag, 11. Mai 2021

Segnungen: Die Deutsche Gender-Kirche entsteht

 



Fasst man die wichtigsten Postulate der Pseudo-Segnungs-Aktion „Liebe gewinnt“ vom 10. Mai 2021 zusammen, so kommt folgendes heraus:

Erstes Postulat: Die katholische Sexualmoral, die auf dem Naturrecht begründet ist, gilt nicht mehr oder war schon immer falsch.

Diesen Text gibt es auch als Video unter: https://youtu.be/iVad9Wch9K0

Zweites Postulat: Wesentliches Element der Partnerschaften, die bei den Segnungen im Fokus standen, sind die rein subjektiven bzw. individuellen Empfindungen, die die Partner zueinander empfinden. Diese werden als „Liebe“ umschrieben. 

Das hat mit dem christlichen, bzw. katholischen Eheverständnis aber nichts zu tun. Die christliche Ehe ist aber eine Lebensgemeinschaft zwischen zwei ehefähigen Personen unterschiedlichen Geschlechts, die freiwillig ihre Einwilligung gegeben. Die Existenz von Zuneigung (Liebe im sinnlichen Sinne) ist für eine Ehe nicht notwendig (wenngleich sehr nützlich und empfehlenswert). Eine reine Zweckehe ist auch gültig, solange sie freiwillig eingegangen worden ist. 

Es ist wichtig festzuhalten: Bei den Partnerschaften, die bei den Segnungen im Fokus standen, geht es ausschließlich um die subjektive Wahrnehmung der Einzelnen. 

Drittes Postulat: Die Naturrechtslehre, wie sie im Responsum (die Entscheidung) der Glaubenskongregation gegen eine Segnung homosexueller Partnerschaften wiederholt wurde, wird von den „segnenden“ Priestern abgelehnt. Dieses Postulat ist implizit gewissermaßen schon im ersten enthalten.

Viertes Postulat: Die Ablehnung der Naturrechtslehre führt zu zwei Konsequenzen:

a. Es gibt keine vorherbestimmte Natur des Menschen (Mann oder Frau). Jeder selbst definiert seine Natur selbst, vor allem, was die sexuelle Orientierung und die sexuelle Identität betreffen.

b. In diesem Subjektivismus hinsichtlich der Natur gibt es keine universelle Moral, auch keine universelle Sexualmoral. Was man für gut oder schlecht ansieht, ist subjektiv, eine reine Ansichtssache.

Ich komme zum Fazit: 

Das sind aber genau die Postulate der Gender-Ideologie: Es gibt keine vorherbestimmte Natur. Mann und Frau sind kulturelle Konstrukte. In Wahrheit definiert jeder seine Identität selbst. 

Es ist klar, dass Priester, die so denken, das Nein der Glaubenskongregation zu den Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare scharf ablehnen müssen. Wenn die menschliche Natur gar nicht eindeutig definiert ist, wie das die Gender-Ideologie behauptet, können in diesem Gebiet auch keine universellen Wahrheiten postuliert werden, wie das die Glaubenskongregation tat.

Es ist sonnenklar, dass man in Deutschland dabei ist, eine völlig neue Kirche aufzubauen, die Kirche der Gender-Ideologie.


Montag, 10. Mai 2021

Segnungen: Priester und Theologen kündigen Radikalisierung an

 



Etliche Stimmen aus dem progressistischen Lager haben versucht, die Gemüter zu beruhigen und Stellungnahmen abgegeben im Sinne von „man wolle nicht gegen Rom revoltieren“ und dergleichen. Es ginge „nur“ darum, ein Zeichen der Zuneigung in der Öffentlichkeit zu setzen.

Diesen Text gibt es auch als Video unter:  https://youtu.be/O-9ZiMINv1g

Nun darf sich aber nicht täuschen lassen: In den Pseudo-Segnungen für gleichgeschlechtliche Paare liegt genug Sprengstoff, um eine tiefgreifende Kirchenrevolution zu entfachen.

Um zu dieser Feststellung zu kommen reicht es, gewisse Aussagen eines der „segnenden“ Priester zu analysieren, die am meisten von den Medien beachtet wurden, Pfarrer Dr. Wolfgang F. Rothe aus München.

In einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk sagte er: 

„Letztlich wird es nicht genügen, an irgendwelchen Schrauben zu drehen. Wir brauchen insgesamt eine Sexualmoral, die Menschen nicht, wie es derzeit der Fall ist, verunsichert und verletzt, sondern, ganz im Gegenteil, dort, wo sie am verletzlichsten sind, nämlich in ihrer Sexualität, stärkt und schützt.“

„Die Glaubwürdigkeit aller Bemühungen um Aufklärung und Prävention sexuellen Missbrauchs in der Kirche bemisst sich meines Erachtens daran, ob und inwieweit man bereit ist, die kirchliche Sexualmoral einschließlich der Zölibatspflicht ernsthaft auf den Prüfstand zu stellen.“ (BR-Kulturbühne vom 6. Mai 2021: „Das Problem liegt in der Homophobie“)

Damit wird deutlich, dass es bei den Pseudo-Segnungen nicht um ein (falsches) Zeichen der Anerkennung bestimmten Personen gegenüber ging, sondern um die Forderung einer neuen Moral und eines neuen Menschenbildes.

Damit postuliert man implizit, dass die katholische Kirche seit ihrer Gründung eine falsche Moral gelehrt hat. 

Man könnte es noch konkreter formulieren: Die kirchliche Hierarchie, also Papst und Bischöfe, haben stets eine verkehrte Moral gelehrt.

Welche Autorität bzw. Glaubwürdigkeit hat die kirchliche Hierarchie dann überhaupt noch? Sind all die heiligen Päpste und Theologen, die diese Lehre verbreitet haben, überhaupt Heilige.

Wenn man die traditionelle Moral und die Hierarchie ablehnt, so ist man nicht mehr weit entfernt, von einer direkten Interpretation der Bibel durch jeden einzelnen. 

In Ansätzen findet man das schon heute im Zusammenhang mit den Pseudo-Segnungen, wenn etwa als Begründung den Satz „Liebet einander, wie ich Euch geliebt habe“ (Joh, 13) heranzieht.

Auch die Tatsache, dass sich Priester über die Erläuterung der Glaubenskongregation hinwegsetzen und einfach Fakten schaffen, zeigt die Bereitschaft, eine egalitäre Kirche ohne Lehramt und ohne Hierarchie aufbauen zu wollen.

Wohin das führt, kennt man aus der Geschichte. Eigentlich ist das, was die Pseudo-Segnungs-Priester unternehmen und fordern, nichts Neues. Es ist der alte Groll, Dinge anzunehmen, die nicht von einem selbst kommen. 


Samstag, 8. Mai 2021

Schisma-Vorwurf wegen Segnungen: Bätzing hat sich verrannt


Mathias von Gersdorff

Allein die Tatsache, dass der Vorsitzende der Bischofskonferenz die katholische Kirche in Deutschland vor dem Vorwurf des Schismas verteidigen muss, spricht Bände. So ruiniert ist das Ansehen im Ausland. Das Problem ist aber: Bischof Bätzing kann den Vorwurf nicht
glaubwürdig ausräumen.

Diesen Text gibt es auch als Video unter: https://youtu.be/OVqk7SAuxfM

Hier soll konkret ein Interview vom 6. Mai 2021 mit der italienischen ACI Stampa analysiert werden.

Auf die Frage, ob Deutschland ein Schisma zusteuert, antwortet Bischof Bätzing: 

„Ich möchte aber den Vorwurf zurückweisen, der uns wiederholt gemacht wird, wir seien schismatisch oder würden uns als deutsche Nationalkirche von Rom lösen wollen. Unsere Verbindung zu Rom und zum Heiligen Vater ist sehr eng. Alle, die offiziell an diesem Synodalen Weg teilnehmen, sind für den verbindlichen Charakter seiner Konklusionen verantwortlich. Die verbindliche Umsetzung liegt - je nach Argument - beim Heiligen Stuhl und/oder beim Ortsbischof. Ich wiederhole noch einmal: Die Kirche in Deutschland ist Teil der universalen Kirche.“

Bätzing tut so, als ob sich alle an diesen Regeln halten würden, was ja aber nicht der Fall ist! Am 10. Mai 2021 wollen etliche Priester gleichgeschlechtliche Paare segnen und es ist ihnen egal, was der Papst, die Weltkirche oder Bischof Bätzing denken. Sie werden es einfach tun und pfeifen auf die Autorität. Sie wollen nicht mehr warten, das ist doch offensichtlich.

Gerade aus diesem Grund sind die Warnungen aus der ganzen Welt vor einem deutschen Schisma so laut. Im Ausland spürt man, wie in Deutschland die Revolte gärt. Bischof Bätzing will auf das Problem, worum es hier wirklich geht, eigentlich keine Antwort geben.

Wenn Bätzing konkret auf die Segnungen eingeht, die ja in erster Linie zum Schisma-Vorwurf in den letzten Wochen geführt haben, sagt er: 

„In Deutschland und in anderen Teilen der Weltkirche diskutiert man seit langem, wie man das Lehramt [hinsichtlich gleichgeschlechtlicher Partnerschaften und die Segnungen dieser] mit gültigen Argumenten weiterentwickeln kann … Aus diesem Grund bemüht sich der Synodale Weg, besonders im Hinblick auf das Thema der gelingenden Beziehungen, in einem weitreichenden Kontext zu diskutieren, der auch die Notwendigkeit, die Möglichkeit und die Grenzen der Entwicklung des kirchlichen Lehramts betrachtet. Die Perspektiven der Kongregation für die Glaubenslehre werden in diesen Debatten Platz finden.“

Auch in dieser Antwort tut Bischof Bätzing so, als ob man in Deutschland schön brav alles bloß besprechen wolle, ohne mit konkreten Handlungen vorzupreschen.

Das ist aber nicht der Fall: In Deutschland werden inzwischen Fakten geschaffen – siehe Segnungen! Den rebellischen Priestern und Basisgruppen ist es egal, was Bätzing behauptet.

Bischof Bätzing handelt zunehmend wie ein Getriebener. Er will es allen recht machen. Er versucht im Interview die Gemüter in Italien und anderswo zu beruhigen. Gleichzeitig will er nicht die Radikalen in Deutschland domestizieren und einhegen.

Das kann er auch nicht ohne Verlust von Ansehen machen, nachdem er sie selber angespornt hat, radikale Schritte zu unternehmen.

Einige Beispiele aus jüngster Zeit:

28. Mai 2020, Kirche und Welt: Bischof Bätzing für Segnung gleichgeschlechtlicher Paare

Januar 2021: Mehrfach hat er deutlich gemacht, dass er sich eine kirchliche Segnung für Paare vorstellen kann, die nicht kirchlich heiraten dürfen - auch für homosexuelle Paare. "Wir brauchen hierfür Lösungen, die nicht nur im Privaten greifen, sondern auch eine öffentliche Sichtbarkeit haben - aber deutlich machen, dass keine Ehe gestiftet wird", sagte Bätzing Ende Dezember im Interview der "Herder Korrespondenz".

25. März 2021, Hessischer Rundfunk: „Bätzing fordert "Weiterentwicklung der kirchlichen Sexualmoral". Segnungsverbot für Homosexuelle: Limburger Bischof stellt sich gegen Vatikan.

24.03.2021, Internetauftritt des Bistums Limburg (also seines eigenen Bistums): „Ich kann das Unverständnis verstehen und teile es ausdrücklich. Das Dokument aus Rom vom 15. März gibt den altbekannten Stand der Lehre wieder. Es wird aber in der Breite nicht mit einer Akzeptanz und einer entsprechenden Befolgung rechnen können. Ein Dokument, das sich in seiner Argumentation so eklatant einem Erkenntnisfortschritt theologischer und humanwissenschaftlicher Art verschließt, wird dazu führen, dass die pastorale Praxis darüber hinweggehen wird.

Fazit. Bischof Georg Bätzing hat möglicherweise die Sprengkraft seiner eigenen Worte nicht erkannt. Er hat wohl nicht einberechnet, dass er radikale Gruppen und Priester ermutigt hat, Fakten zu schaffen. Nun hat er hoffentlich erkannt, dass er selber zu weit ging.

Will Bischof Bätzing weiteren Schaden von der katholischen Kirche in Deutschland abwenden, muss er schnell und vor allem energischer gegen die Segnungen und sonstige rebellische Akte des radikalen Progressismus vorgehen.

Foto: Pressefoto Bistum Limburg


Freitag, 7. Mai 2021

Die Segnungen sind erst der Anfang einer langen Agenda (Text und Video)!

 


Manche könnten meinen, die Segnungen von gleichgeschlechtlichen Paaren am 10. Mai 2021 seien ein isolierter Akt des Ungehorsams gegen Rom und gegen das Lehramt. Das ist aber ein Trugschluss. Die Segnungen sind erst der Anfang.

Nehmen wir etwas Abstand von gegenwärtigen Geschehen rund um die Pseudo-Segnungen am 10. Mai 2021 und versuchen wir sie in einem allgemeineren Kontext zu stellen.

Die Durchführung dieser Segnungen ist eine Forderung aus dem sog. „Synodalen Weg“. Der „Synodale Weg“ ist eine Pseudo-Synode, in welcher radikale Basisgruppen, die seit Jahren gegen die Lehre der katholischen Kirche agitieren, ihre – eigentlich – alten Forderungen wieder stellen.

Das Problem: Die deutschen Bischöfe haben die Bildung einer Plattform zugelassen, die nun als Resonanzkasten dieser ultra-progressistischen Basisgruppen dient.

Ihre Forderungen sind deckungsgleich mit den Themen der sog. Sexuellen Revolution, die im Zuge der 1968er-Revolte entstanden sind:

Feminismus, sexuelle Emanzipation, Gender-Ideologie, Verhütungsmentalität, Alternative Partnerschaftsformen zur Ehe etc.

Nun sind dieser radikalen Gruppen dabei, diese Agenda in die Kirche einzuführen.

Die Segnungen sind für sie deshalb so wichtig, weil sie implizit die Sexualmoral in der Praxis abschaffen bzw. die sexuelle Revolution salonfähig machen.

Es soll aber nicht „bloß“ bei diesen Segnungen bleiben. Wenn ihnen es gelingt, mit den Segnungen einen Durchbruch zu erreichen, wird die gesamte Agenda der sexuellen Revolution folgen, bis hin zu den radikalsten Formen der Gender-Ideologie.

Es steht also sehr viel auf dem Spiel. Unser Bekenntnis ist gefragt. Stehen Sie auf und sprechend Sie sich gegen diese Segnungen aus. 

Durch Schweigen werden wir diese Revolution in der Kirche nicht besiegen und den Abfall der katholischen Kirche in Deutschland nicht abwenden.



Donnerstag, 6. Mai 2021

Segnungen: Weltweites Entsetzen über deutsches Schisma/Was folgt (Text und Video)?


Die Pseudo-Segnungen am 10. Mai 2021 schlagen hohe Wellen. Immer mehr Kardinäle und ranghohe Personen sind alarmiert über das Deutsche Schisma. Was könnte folgen?

Die hartnäckige Entschlossenheit vieler Priester und die Duldung der Bischöfe, gleichgeschlechtliche Paare zu segnen, sorgt weltweit für entsetzen.

Kardinal Camilo Ruini, von 1991 bis 2007 Präsident der Italienischen Bischofskonferenz, sagte am 4. Mai 2021 in einem Interview mit der Zeitung Il Foglio: „Ich hoffe von ganzem Herzen, dass es kein Schisma geben wird, und ich bete dafür.“

Kardinal Gerhard Müller, ehemaliger Präfekt der Glaubenskongregation zur Möglichkeit eines Schismas: „Ich fürchte: Ja! und hoffe: Nein!“

Kardinal George Pell erklärte in einem Interview hinsichtlich der Segnungen am 10. Mai 2021: „Die Pflicht der deutschen Bischöfe ist es, die Lehren der Heiligen Schrift zu vertreten, die Lehren der Kirche zu vertreten. Wir sind diesen Lehren verpflichtet. Sie haben keine Macht, diese zu ändern - keiner von uns hat diese Macht."

Kardinal Joseph Zen, emeritierter Bischof von Hong-Kong, unterschrieb zusammen mit weiteren Persönlichkeiten einen Appell an Papst Franziskus, in welchem seine Intervention gebeten wird. Der Appell wurde auch von den Bischöfen Athanasius Schneider (Kasachstan), Marian Eleganti (Schweiz) sowie vielen weiteren Priestern und Persönlichkeiten unterstützt.

Währenddessen blieb der Appell Bischof Bätzings, auf diese Pseudo-Segnungen zu verzichten, unbeachtet. Die Aktion soll bislang wie geplant am 10. Mai 2021 stattfinden.

Das Kalkül der beteiligten Priester ist wohl: „Der Vatikan wird einfach wegschauen und nichts unternehmen.“ Das könnte aber schiefgehen, denn die Segnungs-Aktion gewinnt immer mehr Aufmerksamkeit im Ausland und der Papst bzw. der Vatikan könnten sich irgendwann gezwungen sein, zu intervenieren. Schließlich sind diese Pseudo-Segnungen als Akt der Revolte gegen die Veröffentlichung des Responsum (die Entscheidung) der Glaubenskongregation gegen eine Segnung homosexueller Partnerschaften.

Außerdem: Sie Segnungen ein schismatischer Akt und laut Kirchenrechtler, etwa P. Gero P. Weishaupt, führen sie zu einer de facto Exkommunikation. Viele Priester wären also in der Tat exkommuniziert, aber (zunächst) ohne eine förmliche Feststellung seitens der kirchlichen Autorität. Sollte sich dieser Schwebezustand ausbreiten, müsste die Kirche handeln. Möglicherweise käme es dann zu einer umfassenden Revolution und Kirchenspaltung, die mal wieder von Deutschland ausging.


Mittwoch, 5. Mai 2021

Segnungen: Ist es übertrieben, von Kirchenspaltung zu sprechen? (Text und Video)

 


Mancher könnte meinen, die für den 10. Mai geplanten Segnungen seien zwar nicht in Ordnung. Doch gleich von Kirchenspaltung zu sprechen, sei übertrieben. Das sei nicht die Absicht der segnenden Priester. Wir scheuen uns heute deshalb an, was sie selber schreiben, welche Ansichten sie haben, was sie anstreben. 

Die Pressestelle des Bistums Essen hat auf der Internetseite des Bistums am 3. Mai 2021 einen Bericht über eine Tagung veröffentlicht, in der es genau um das Thema „Segnungen für gleichgeschlechtliche Paare“ ging. Dabei muss man wissen, dass der Bischof von Essen, Franz-Josef Overbeck, einer der liberalsten Bischöfe Deutschlands ist. Gleich nach der Veröffentlichung des Responsum (die Entscheidung) der Glaubenskongregation gegen eine Segnung homosexueller Partnerschaften, gab er bekannt, nicht gegen die Segnungen unternehmen zu wollen.

"Allerdings fand sich unter den rund 100 Teilnehmenden der Tagung [organisiert vom Bistum Essen selbst] niemand, der die dringende Notwendigkeit dieser Segensfeiern in Frage gestellt hätte."

Das bedeutet: Für sie ist es ausgemachte Sache, dass sie gegen den Vatikan, gegen den Papst und inzwischen auch gegen den Vorsitzenden der (deutschen) Bischofskonferenz revoltieren werden. Sie zeigen überhaupt kein Zeichen, auch nur darüber nachzudenken, ob sie im Irrtum sind. Was die Weltkirche denkt, ist ihnen egal.

"Derzeit entwickeln einige Bistümer gemeinsam eine Handreichung zum Thema, die auch einen Vorschlag für den Ablauf einer Segensfeier enthalten wird."

Die Gestaltung von Segensfeiern obliegt ausschließlich dem Apostolischen Stuhl. Da dieser sowieso Segnungen von Homosexuellen verboten hat, müssen sie selber solche „Feiern“ entwerfen – ein weiterer Akt des Ungehorsams.

"Konkret erwartet Teuber, dass die Kirche ihr verklemmtes Sprechen über Sexualität überwindet und ein liebendes homosexuelles Paar offiziell statt heimlich segnet: „Vor Gott werden Segnende Rechenschaft ablegen – nicht vor der Glaubenskongregation in Rom.“"

Eindeutig werden die Autorität und die Hierarchie der Kirche abgelehnt. Dadurch werden nicht nur essentielle Elemente der katholischen Kirche abgelehnt, sie machen sich selber zu einer Autorität, die der Auffassung ist, sie können eben solche Segnungen erfinden.

"Unterstützung für seine Forderung erhielt Teuber von sämtlichen Theologinnen und Theologen der Tagung. Der Liturgiewissenschaftler Benedikt Kranemann aus Erfurt plädierte dafür, eine vollständige, festliche Liturgie zu entwickeln mit Wortverkündigung, Segensgebet, Fürbitten und Ringtausch; denn der Ring habe im westlichen Kulturkreis einen hohen symbolischen Wert"

Man will man diese Pseudo-Segnungen so ähnlich wie möglich wie Trauengen gestalten. Dadurch wird noch klarer, dass man praktizierte Homosexualität und entsprechende Partnerschaften ausdrücklich gutheißt. Dass das im Widerspruch zur katholischen Moral steht, muss nicht näher erläutert werden.

„Segensfeiern sind Hochformen christlicher Liturgie, vergleichbar mit der Taufe“ – und ein „Lackmustest“ dafür, wie ernst es der Kirche mit ihrem neuen Blick auf gleichgeschlechtliche Partnerschaften sei, sagte Kranemann.

Hier fordert man direkt zur Preisgabe der katholischen Sexualmoral. Die Weltkirche soll nun die Vorgaben dieser deutschen Theologen folgen. Eine Arroganz und Präpotenz zum fremd schämen. 

"Wir denken immer noch, es gebe eine Art katholischer Sexualwissenschaft“, so Stephan Goertz, Moraltheologe aus Mainz."

Damit steht er mit beiden Beinen außerhalb der katholischen Kirche. Zumal die Sexualmoral kein isoliertes Kapitel innerhalb der gesamten Moral der Kirche ist. Sie entspringt direkt dem Menschenbild. 

"Wie es jetzt weitergeht? Im Plenum der Tagung mangelte es nicht an Vorschlägen: Hartnäckig dran bleiben und mitreden, Texte schreiben, Tagungen veranstalten. Die Bischöfe darauf verpflichten, sich an der Diskussion zu beteiligen. An einem gemeinsam verabredeten Sonntag in allen Kirchen über Sex predigen. Sich am strategischen Vorgehen der „Fridays for Future“-Bewegung und ihren Formaten etwas abgucken. Und seine Solidarität öffentlich zeigen, damit die, die den Segen anbieten, keine Repressalien befürchten müssen."

Hier wird erneut deutlich, dass man sich in Kampfstimmung befindet und eine Agenda ausführt. Dafür sollen besonders provokante Aktionsformen verwendet werden. Auf diese Weise soll eine neue Moral durchgesetzt werden – vom Bistum Essen aus.

Fazit: Sind diese Positionen repräsentativ, so besteht kein Zweifel, dass die Gründung einer neuen nicht-katholischen Kirche angestrebt wird, die weder mit Rom noch mit der Weltkirche verbunden ist.


Dienstag, 4. Mai 2021

Homo-Segnungen sind Blanke Scharlatanerie: Man kann Gott nicht zum Segnen zwingen

 


Die für den 10. Mai 2021 geplanten Segnungen homosexueller Paare sind nicht nur eine Revolte gegen die Kirche. Sie sind auch blanke Scharlatanerie. Warum, erfahren Sie in diesem Video.

Die Priester, die am 10. Mai gleichgeschlechtliche Paare „segnen“ wollen tun so, als ob ihr Segen was bewirken könnte. Das ist aber gar nicht der Fall. Was sie betreiben wollen ist bloßes Theater und Schindluder.

Was ist eigentlich ein Segen bzw. eine Segnung?

Das „Lexikon für Theologie und Kirche von Herder erklärt: „Segnungen sind meist in Worte gefasste und oft von heiligen Gebärden begleitende betende Anwünschungen göttlicher Wohltaten.“

Die Segnungen gehören zu den Sakramentalien. Sakramentalien wiederum sind: „Gegenstände und Handlungen, deren sich die Kirche in einer gewissen Nachahmung der Sakramente zu bedienen pflegt, um kraft ihrer Fürbitte vor allem geistliche Wirkungen zu erlangen“.

Das bedeutet: Segnungen sind im Wesentlichen an Gott gerichtete BITTEN. Segnungen bewirken also von sich aus nichts (im Gegensatz zu den Sakramenten).

Im Zusammenhang mit den Pseudo-Segnungen für gleichgeschlechtliche Paare ist wichtig festzuhalten: „Der Spender der Sakramentalie (also auch der Segnung) muss von der Kirche qualifiziert sein.“

Das ist aber im Falle der Segnungen am 10. Mai nicht der Fall. Es sind bestenfalls private Handlungen, die man als „kirchliche“ anbietet. Im Handelsrecht würden man eine solche Tat als Betrug, Täuschung oder Irreführung bezeichnen.

Die Pseudo-Segnungen vom 10. Mai sind eine Erfindung revoltierender Priester. Canon 1167, §1 besagt aber: „Neue Sakramentalien einführen oder anerkannte verbindlich auslegen, einzelne von ihnen abschaffen oder verändern, kann allein der Apostolische Stuhl.“

Nochmal: Die „segnenden“ Priester geben vor, im Namen der Kirche zu handeln. Das können sie aber gar nicht tun.

Zusammengefasst: 1. Bei den Pseudo-Segnungen am 10. Mai 2021 wird insinuiert, dass die etwas bewirken, was aber nicht der Fall ist, denn Gott kann man nicht zum Segnen zwingen. 2. Es wird suggeriert, dass die Segnungen von der Kirche vorgenommen werden. Doch das ist eine Täuschung. Es handelt sich um rein private Handlungen. 3. Vor allem sind sie schwere Akte des Ungehorsams und der Untreue gegenüber der Kirche. Sie sind schismatischer und häretischer Natur und damit ein Angriff gegen die Kirche.

Es ist ein Skandal, dass die deutschen Bischöfe diese „Pseudo-Segnungen“ nicht scharf verurteilen und nicht offen die Exkommunikation androhen.


Samstag, 1. Mai 2021

Segnungen #4: Bätzings Appell bleibt wirkungslos: Basis WILL die Revolte!

 


Appell des DBK-Vorsitzenden Bätzing, auf Segnungsfeiern für Homosexuelle zu verzichten, verhallt zunehmend. Radikale Basisgruppen probieren den Machtkampf: was ist da los?

Am 28. April 2021 veröffentlichte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, einen Aufruf, die Segnungen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften zu unterlassen.

Im Vorfeld waren die Sorgen um eine deutsche Kirchenspaltung immer lauter geworden.

Erstaunlicherweise war die Resonanz auf Bätzings Stellungnahme minimal. Es gab kaum zustimmende oder ablehnende Kommentare.

Nun geht der Radikal-Progressismus aus der Deckung.

Etliche Theologen, darunter Theologe Benedikt Kranemann behaupten: Die Kirche MÜSSE Segnungsfeiern anbieten. Das gebiete die ACHTUNG, die man gegenüber homosexuellen Partnerschaften haben müssen. (Quelle: Katholisch.de)

Harter Tobak: Die Kirche befindet sich sozusagen in einer Art Schuld gegenüber diesen Partnerschaften.

Noch weiter geht Birgit Mock, Vizepräsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB): „Die aktuelle Diskussion könnte in einen historischen Schritt münden: einer positiven Würdigung verantwortungsvoll gelebter Sexualität in der katholischen Kirche in Deutschland.“ (Quelle: Katholisch.de)

Die Arroganz, die hier gezeigt wird, ist verblüffend: Ohne Scham wird im Grunde behauptet, „Am deutschen Wesen soll die Kirche genese“.

Insgesamt zeigt sich der Progressismus gespalten:

Eine Gruppe will eine institutionalisierte Revolution hin zu einer amorphen Kirche ohne Hierarchie und ohne Lehramt. Dieser Prozess ist ein Prozess der langsamen Zersetzung des Katholischen.

Eine andere – radikalere - Gruppe ist des Wartens überdrüssig und will Fakten schaffen - und nimmt die Spaltung von der Weltkirche in Kauf (was innerlich möglicherweise schon längst passiert ist.

Unternimmt Bätzing nicht, zeigt er, dass seine letzte Stellungnahme gar nicht ernst war und er im Grunde den schnellen und radikalen Weg befürwortet.

Eines ist sicher: Die katholische Kirche in Deutschland durchlebt eine tragische und dramatische Zeit.


Mittwoch, 28. April 2021

Bischof Bätzing stoppt Segnungen Homosexueller: Was folgt nun?

 


Es wurde Bischof Bätzing offenbar zu heiß: Immer mehr war von Kirchenspaltung, Deutsches Schisma, Exkommunikation die Rede. 

Stark zusammengefasst: Bischof Bätzing, Vorsitzender der Bischofskonferenz, hat ein Ende der geplanten Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare angeordnet.

Zitat: „Es gehört zum pastoralen Dienst der Kirche, all diesen Menschen in den jeweils konkreten Situationen auf ihrem Lebensweg gerecht zu werden und sie seelsorglich zu begleiten. In diesem Zusammenhang halte ich aber öffentliche Aktionen, wie die für den 10. Mai geplanten, nicht für ein hilfreiches Zeichen und einen weiterführenden Weg. Segnungsgottesdienste haben ihre eigene theologische Würde und pastorale Bedeutung. Sie sind nicht als Instrument für kirchenpolitische Manifestationen oder Protestaktionen geeignet.“

In den letzten Tagen wuchs in Deutschland, aber vor allem im Ausland das Entsetzen über die grimmige und garstige Reaktion in Deutschland auf eine Stellungnahme der Glaubenskongregation, die diese „Segnungen“ ausdrücklich verboten hat.

Die Revolte drohte ein Ausmaß zu erreichen, dass den Vatikan zum Handeln gezwungen hätte. Ein solches Vorgehen entspricht nicht der Handlungsweise von Papst Franziskus.

Bischof Bätzing hat aber die „Segnungen“ an sich nicht verurteilt. Man soll darüber im sog. „Synodalen Weg“ diskutieren.

Das bedeutet: Auch Bätzing hält nicht viel von der Position der Glaubenskongregation.

Der Konflikt wurde also bestenfalls entschärft, die Revolte des deutschen Progressismus lodert weiter, denn man will diesen nicht in die Schranken des römischen Lehramtes weisen.

Ein wichtiger Teil des deutschen Episkopats spielt weiterhin mit dem Feuer: Es ist nicht garantiert, dass sich die radikal-progressistische Basis immer wieder disziplinieren lassen. Eines Tages, möglicherweise schon bald, könnte ein Brand entstehen, der den deutschen Katholizismus weitgehend verzehrt. 

Dienstag, 27. April 2021

Segnung homosexueller Paare #3: Selbst-Putsch der Bischöfe?

 

Am 10. Mai 2021 planen über 2000 Seelsorger, darunter auch Priester, gleichgeschlechtliche Partnerschaften zu segnen. 

Trotzdem schauen etliche Bischöfe einfach zu, lassen gewähren und manchmal ermutigen sie noch zu dieser Revolte. Dadurch akzeptieren diese Bischöfe, dass radikale Basisgruppen die Kirche umgestalten und im Grunde eine neue Kirche gründen.

Sie verzichten auf die Ausübung ihrer eigenen Autorität und sie verzichten auf die Verteidigung des Glaubens und der Moral. Dadurch kann die progressistische Zerstörungsagenda durchgeführt werden. Das kommt einem Selbst-Putsch bzw. einer Selbst-Entmachtung gleich und ermöglicht die Übergabe der Gestaltungsmacht an radikale Gruppierungen.

Donnerstag, 22. April 2021

Segnung homosexueller Paare #2: Kommt es zur KIRCHENSPALTUNG?

 


Wer Segnungen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften hartnäckig fordert und bereit ist, diese auch ohne Zulassung des Vatikans durchzuführt, riskiert eine Kirchenspaltung. Denn implizit geht es um viel mehr, und zwar:

Ablehnung der Sexualmoral und zwar komplett

Da facto die Einführung einer neuen Moral

De facto die Einführung eines neuen Menschenbildes, einer neuen Anthropologie

Die Ablehnung der Naturrechtslehre

Die Ablehnung der Autorität der Kirche

Die Eigenmächtige Einführung liturgischer Handlungen

Fazit: Gewisse Kreise (Reformkatholiken, Progressisten etc.) sind dabei, in Deutschland eine Nationalkirche zu errichten.

Zum Video "Segnung homosexueller Paare #1: Warum geht das NICHT?": https://youtu.be/c9Hj01l0U4Y

Segnung homosexueller Paare #1: Warum sie UNMÖGLICH sind

 


Auszüge aus dem "Responsum ad dubium der Kongregation für die Glaubenslehre über die Segnung von Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts" vom 15. März 2021:

Zur den Sakramentalien gehören Segnungen, mit denen die Kirche „die Menschen aufruft, Gott zu preisen, sie auffordert, seinen Schutz zu erbitten und sie ermahnt, sich seiner Barmherzigkeit mit der Heiligkeit des Lebens würdig zu erweisen“. ...

Um der Natur der Sakramentalien zu entsprechen, ist es deshalb erforderlich, dass, wenn über einige menschliche Beziehungen ein Segen herabgerufen wird, abgesehen von der rechten Absicht derjenigen, die daran teilnehmen, die zu segnende Wirklichkeit objektiv und positiv darauf hingeordnet ist, die Gnade zu empfangen und auszudrücken, und zwar im Dienst der Pläne Gottes, die in die Schöpfung eingeschrieben und von Christus dem Herrn vollständig offenbart sind. Mit dem Wesen der von der Kirche erteilten Segnung ist daher nur vereinbar, was an sich darauf hingeordnet ist, diesen Plänen zu dienen.

Aus diesem Grund ist es nicht erlaubt, Beziehungen oder selbst stabilen Partnerschaften einen Segen zu erteilen, die eine sexuelle Praxis außerhalb der Ehe (das heißt außerhalb einer unauflöslichen Verbindung eines Mannes und einer Frau, die an sich für die Lebensweitergabe offen ist) einschließen, wie dies bei Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts der Fall ist.[ ... ist trotzdem nicht in der Lage, diese zu rechtfertigen und sie daher rechtmäßig zum Gegenstand einer kirchlichen Segnung zu machen, weil diese Elemente im Dienst einer Verbindung stehen, die nicht auf den Plan des Schöpfers hingeordnet ist....

Die Antwort auf das vorgelegte Dubium schließt nicht aus, dass Segnungen einzelnen Personen mit homosexueller Neigung gespendet werden,[10] die den Willen bekunden, in Treue zu den geoffenbarten Plänen Gottes zu leben, wie sie in der kirchlichen Lehre vorgelegt werden; sie erklärt jedoch jede Segnungsform für unzulässig, die dazu neigt, ihre Verbindungen anzuerkennen. In diesem Fall würde die Segnung nämlich die Absicht zum Ausdruck bringen, nicht bestimmte Einzelpersonen dem Schutz und der Hilfe Gottes im oben genannten Sinne anzuvertrauen, sondern einen Entschluss und eine Lebenspraxis zu billigen und zu fördern, die nicht als objektiv auf die geoffenbarten Pläne Gottes hingeordnet anerkannt werden können. ...

Aus diesen Gründen verfügt die Kirche weder über die Vollmacht, Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts im oben gemeinten Sinne zu segnen, noch kann sie über diese Vollmacht verfügen.

Vollständiger Text: http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20210222_responsum-dubium-unioni_ge.html