Dienstag, 19. Januar 2016

Keine Integration ohne Mission – das Vorbild des hl. Franz von Assisi

„StFrancis part“ von Parzi - Own work basing on Stfrancis.jpg from WikiCommons. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons 
„Wir müssen zur Integration zwingen." Das gab Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich gegenüber der „Welt“ von sich. Ähnlich äußern sich eine ganze Reihe deutscher Politiker von rechts bis links. „Integration“ wird dabei stets als eine Art Zauberstab in die Diskussion eingebracht, der alle Probleme lösen soll, die die Zuwanderung von Muslimen mit sich bringt.

Bedauerlicherweise fällt auch unseren obersten Kirchenleuten nichts Besseres ein, als auf die „Integration“ der Flüchtlinge zu setzen.

Dabei sind sich alle einig: Eines der Haupthindernisse für die Integration ist die sozio-religiöse Herkunft der Einwanderer. Konkret: Die archaische Weltanschauung, die maßgeblich von gewissen islamischen Strömungen, wie etwa dem Wahabismus, geprägt wird.

Manche meinen, dass diese Menschen, sobald sie in den Westen kommen, prompt ihre Weltanschauung ändern und ihre religiösen Überzeugungen wie einen Mantel abwerfen könnten. Rasch würden sie die Vorzüge der freiheitlichen westlichen Gesellschaften erkennen und sich zur westlichen Lebensart bekehren. Um das zu erreichen, müsse man diese Menschen nur dazu bringen, die Sprache ihres Gastgeberlandes zu lernen und sich möglichst rasch in die Arbeitswelt zu integrieren.

Dass diese Methode nicht funktioniert, hat sich in der Vergangenheit leider oft gezeigt. Die sogenannten türkischen „Gastarbeiter“, die in den 1960er Jahren nach Deutschland kamen und nur oberflächlich islamisiert waren, wurden nicht integriert. Inzwischen fand im Nahen und Mittleren Osten sowie in Nordafrika ein tiefgreifender Islamisierungsprozess statt. Der Islam ist ein wichtiger Bestandteil der Identität der Menschen, die aus diesen Regionen stammen. Ihre Mentalität ist deshalb tief vom Islam geprägt.

Es wäre daher naiv zu erwarten, diese Menschen würden ihre tief verankerten religiösen Überzeugungen und ihre Mentalität abwerfen, nur um den westlichen Nihilismus anzunehmen.

Wenn die muslimischen Einwanderer in den Westen kommen, werden sie von einem engmaschigen Netz islamischer Organisationen oder Bewegungen religiös betreut und dabei nicht selten radikalisiert. Die Salafisten sind nur eine von vielen ähnlichen Gruppen.

Damit Integration überhaupt gelingen kann, müsste noch mehr Augenmerk auf einen verbesserten Zugang zum Arbeitsmarkt gelegt werden. Ein wichtiger Teil der muslimischen Einwanderer bekommt jedoch nur einfache und schlecht bezahlte Arbeitsstellen. Doch so kann das Gefühl des sozialen Aufstiegs, das wichtig für die Integration ist, nicht aufkommen. Bald fühlen sie sich abgehängt, unterdrückt und werden so zur leichten Beute von Radikalen, also Gruppen wie den Salafisten. Diese Menschen fühlen sich zunehmend als Verlierer und entwickeln den schon von vielen Autoren beschriebenen Hass auf den „dekadenten Westen“.

Nur das sanfte Joch Jesu Christi und Gottes Gnade können eine umfassende innere Umkehr im Menschen bewirken.

Die Vorstellung, man könne „Integration“ erreichen, ohne das religiöse Problem anzupacken, ist nichts anderes als eine Illusion des Laizismus. Integration kann nur gelingen, wenn sie mit Missionierung einhergeht. Hier sind - wie schon in diesem Blog erläutert - die Bischöfe aufgerufen! Sie müssen rasch eine effiziente Mission bei den eingewanderten Muslimen aufbauen, um sie zum katholischen Glauben zu bekehren!

Was für die Mission mit den Muslimen in Deutschland gilt, muss umso mehr für die muslimischen Ländern selbst gelten: Solange dort keine Mission stattfindet, wird die islamische Welt ein Unruheherd und ein Risikofaktor für Europa bleiben!

Schon der heilige Franz von Assisi hat dies im Jahr 1219 erkannt, als er in der Zeit der Kreuzzüge zum Predigen nach Ägypten zog.

Papst Benedikt XVI. erläuterte diese Episode im Leben des Heiligen in seiner Ansprache vom 27. Januar 2010: „Im Jahr 1219 erhielt Franziskus die Erlaubnis, sich nach Ägypten zu begeben, um mit dem muslimischen Sultan Melek-el-Kâmel zu sprechen, damit er auch dort das Evangelium Jesu verkünden könne. Ich möchte diese Episode aus dem Leben des hl. Franziskus hervorheben, die von großer Aktualität ist. In einer Epoche, in der eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen dem Christentum und dem Islam im Gange war, schlug Franziskus, ganz bewusst nur mit seinem Glauben und seiner persönlichen Milde gewappnet, wirksam den Weg des Dialogs ein." … "Franziskus scheint dann 1220 auch das Heilige Land besucht und damit einen Samen ausgesät zu haben, der reiche Frucht tragen sollte: Seine geistlichen Söhne machten nämlich aus den Orten, an denen Jesus gelebt hat, ein bevorzugtes Gebiet ihrer Mission.“

Um ein Modewort zu gebrauchen: Mission ist alternativlos!

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