Dienstag, 19. Januar 2016

Reformkatholiken Frankfurts: Segnungen von Homo-Paaren und Geschiedenen

Foto: ArcCan – Kaiserdom St. Bartholomäus in Frankfurt am Main  Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons
Der katholische Progressismus in Frankfurt ist fest entschlossen, die katholische Kirche in der Stadt am Main nach eigenem Gutdünken zu „reformieren“.

Entsprechende Ideen wurden in einem „Stadtkirchenforum“ entwickelt, in welchem sich 200 Vertreter aus den diversen katholischen Gremien der Stadt versammelt haben. Dieses Forum traf sich am 16. Januar 2016, um dem im April beginnenden Stadtsynodalrat - eine Art städtisches Kirchenparlament – Handlungsvorschläge zur Diskussion und zur eventuellen Beschlussfassung zu unterbreiten.

Natürlich durften die klassischen Reizthemen nicht fehlen. So streben die Linkskatholiken die Einführung von Segnungsgottesdiensten für gleichgeschlechtliche Paare und „Geschiedene in einer neuen Partnerschaft“ an. Dadurch sollen „Liebende und Paare in all ihrer Unterschiedlichkeit“ stärker wahrgenommen und in die „Mitte der Kirche“ gestellt werden.

Ferner sollen die Laien künftig eine größere Rolle spielen, experimentelle liturgische Formen sollen ausprobiert werden.

Besonders wichtig: Man will mehr Freiheit bei Personal- und Finanzentscheidungen vom Bistum erhalten. Etwa nach dem Schweizer Modell soll die Finanzverwaltung dezentralisiert werden. Die Forderungspalette entspricht also den üblichen progressistischen Vorstellungen von Gruppen à la „Wir sind Kirche“ und sonstigen radikalreformistischen Kreisen.

Ob diese Vorschläge mit dem katholischen Lehramt übereinstimmen oder ob sie von der Weltkirche akzeptiert werden, scheint nebensächlich zu sein. Die Progressisten wollen ihre Agenda durchsetzen.

Praktischerweise finden die Beratungen just zu einem Zeitpunkt statt, als das Bistum vakant ist. Federführend ist der Frankfurter Priester Johannes zu Eltz, der maßgeblich die Revolte gegen Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst im Jahr 2014 organisierte.

Diese modernisierten Katholiken Frankfurts meinen wohl, nachdem die Familiensynode im Vatikan keine konkreten Ergebnisse gebracht hat, dass man es auf eigene Faust versuchen kann. Sie scheinen Fakten schaffen zu wollen in der Hoffnung, von den linken Medien unterstützt zu werden, falls es zu Gegenreaktionen kommt.

In Frankfurt gibt es durchaus Kreise, die „Rom“ treu sind, doch sie sind nicht in den Gremien vertreten, so dass ihre Stimme weitaus weniger von den Medien vernommen wird.

Die Progressisten haben aber ein größeres Problem: Die katholische Kirche in Frankfurt würde kaum noch existieren, gäbe es keine „Migranten“. Polen, Kroaten, Italiener, Portugiesen etc. sorgen dafür, dass viele Gotteshäuser überhaupt noch benutzt werden. Die Werktagsgottesdienste werden so gut wie nur von diesen Katholiken mit „Migrationshintergrund“ besucht.

„Muttersprachler“ werden diese Katholiken genannt und sind national organisiert. Sie wurden bislang großzügig mit Geld und Einrichtungen bedacht. Bischof Tebartz-van Elst legte großen Wert darauf, dass sie ihre Selbstständigkeit behalten. Manche Ordinariate haben nämlich versucht, die „Muttersprachler“ in die liberalen deutschen Gemeinden zu „integrieren“, was sich fatal auf die Glaubenspraxis auswirken würde. In diesem Falle wäre Integration der völlig falsche Weg.

Bislang haben es die „Muttersprachler“ nicht für nötig gehalten, sich in die Kirchenpolitik des Bistums einzumischen. Zu groß ist ihre finanzielle Abhängigkeit. Das könnte sich ändern.

Sollten die Progressisten in Frankfurt nämlich eine wahre Kirchenrevolution versuchen, würden die Muttersprachler aus Glaubensgründen dazu gezwungen werden. Schon die Aussagen mancher deutschen Bischöfe vor der Familiensynode zu Homosexuellen und wiederverheirateten Geschiedenen sorgten für heftigen Unmut in den Gemeinden der Portugiesen, Polen, Kroaten usw.

Der Stadtsynodalrat wird noch bis November tagen. Frankfurt am Main könnte durchaus noch für weitere Schlagzeilen sorgen, was die katholische Kirche in Deutschland angeht.

Weiterführende Links: 
http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt-katholiken-planen-wichtige-reformschritte-14003062.html

http://www.kreisblatt.de/lokales/main-taunus-kreis/Wider-eine-Kirche-im-Wachkoma;art676,1804541

Kommentare:

bestpiet hat gesagt…

Danke für diesen wichtigen Hinweis. Wir müssen uns allen Stellen, insbesondere in unseren Gemeinden gegen diese unsere Kirche letztendlich zerstörende Praxis zur Wehr setzen!

Anonym hat gesagt…

So langsam wird ein Handeln des Heiligen Stuhles nicht mehr aufschiebbar. Selbst schuld, zu lange schaut man diesem Treiben schon handlunsglos zu. Läuft auf eine Kirchenabspaltung hinaus.

Manila hat gesagt…

Das ist ein zerstörerischen Geist, der diese reformwilligen Katholiken umtreibt. Reformen immer gut, wenn sie unsere Kirche wieder näher ans Evangelium rücken. Hier geschieht aber das Gegenteil, diese Reformen rücken ab vom Evangelium und sollen den Menschen entgegen kommen, die eben ihr Leben entgegen den Lehren der Kirche leben. Unter dem Deckmantel der Nächstenliebe versucht man damit auch diese Menschen möglichst voll zu integrieren, was aber in Folge eine zerstörerische Aufweichung der Lehre bedeut. Wiederheirat nach Scheidung, homosexuelle Partnerschaften u.s w. würden aufgewertet und das Wort Sünde soll wohl ebenfalls irgendwann aus dem Wortschatz gestrichen werden. Das wiederum steht der Nächstenliebe entgegen, weil Kirche den Auftrag hat, den Menschen den Weg zum ewigen Heil zu weisen. Ich war immer froh, dass unsere kath. Kirche durch die Wirren der Zeit standhaft und treu zur Lehre geblieben ist. Allein Gebet reicht wohl nicht mehr aus. Deshalb schieße ich mich dieser Petition an!

Anonym hat gesagt…

Ich kann wirklich allen Katholiken, denen es in den von Jugend- und Karnevalsmessen geplagten Sonntags-"Messen" nicht mehr gefällt, empfehlen, die Messen der Priesterbruderschaft St. Pius X zu besuchen. An den Entwicklungen in der Kirche sieht man doch, dass die Exkommunikation Lefebvres, der genau hiervor gewarnt hat, unrechtmäßig war. Die Kirche befindet sich in einer Notsituation und genau deshalb hat er Bischöfe und Priester geweiht.
Obwohl ich nicht gegen die Priesterbruderschaft St. Petrus bin, die ja aus der Priestbruderschaft St. Pius X hervorgegangen ist, kann ich nicht verstehen, warum diese gegen Erstgenannte hetzen. Eigentlich sitzen wir alle in einem Boot und man muss mit Fürstin Gloria von Thurn und Taxis sagen: "Lieber wenige Christen und dafür keine lauen!"

Anonym hat gesagt…

Wir sollen KLAR reden mit JA oder NEIN, nichts dazwischen wie JEIN - so lernen wir es
im Neuen Testament. Innerhalb von 50 Jahren ist uns die KLARHEIT/WAHRHEIT wohl ab-
handen gekommen (denn die einmal angestoßene rollende Lawine rollt ja weiter). Wie
sollen die Gläubigen DAS verstehen, wenn Priester Homosexuelle SEGNEN? Eigentlich
müßte doch jeder wissen, daß Homosex Porno hoch 10 ist! Sprechen Sie einmal mit Ent-
schwulten, Bekehrten! Lesen Sie Magazine für Lesben oder Schwule! Es dreht sich einem
der Magen um, und man kann nicht mehr schlafen. Am besten, man wandert aus. Grausamst
ist, daß die Homogruppen durchgesetzt haben, daß unsere kleinen und großen Kinder in
der Schule mit regelrechtem Homo- und Pornounterricht gequält werden! Die Lesben reden
von "Gleichstellung" der Männer und Frauen, meinen aber IMMER die Homosexualisierung
und Pornografisierung der Gesellschaft, seit einigen Jahren die Indoktrination unserer
KINDER!!!! Der Staat hilft kräftig mit, statt den Tyrannen den Mund zu verbieten!