Mittwoch, 7. Oktober 2015

Bischof Bode: Weltsynode an der Basis reformieren

„Franz-Josef Bode“ von Bischöfliche Pressestelle Hildesheim (bph)  Lizenziert unter Attribution über Wikimedia Commons
In der Bemühung, Autonomie für die katholische Kirche in Deutschland zu erhalten und sie vom Vatikan zu distanzieren, lässt die deutsche Delegation in der Familiensynode nichts unversucht.

Nun macht Bischof Franz-Josef Bode (Osnabrück), einer der drei deutschen Delegierten  (Osnabrück) den Vorschlag, man müsse das "Instrument Weltsynode" reformieren und den "Laien und insbesondere den Frauen" das Stimmrecht geben, so Radio Vatikan.

Diese Reform müsse auf lokaler Ebene stattfinden.

Bodes bizarre Argumentation: Solche Reformen sind "auf der höchsten Ebene vielleicht gar nicht so leicht durchzuführen, [werden] aber auf der Ortsebene doch mehr und mehr auch gepflegt und gesucht werden.“

Damit hat er Recht: Kein normaler Katholik wird auf die Vorschläge der deutschen Linkskatholiken eingehen.

Noch grotesker wird es, wenn Bischof ausgerechnet Deutschland als Modell für die Weltkirche präsentiert: Die katholische Kirche in Deutschland bekenne sich heute zur Einbeziehung vieler Gruppen, wie sich das etwa in den vergangenen fünf Jahren des Dialogprozesses gezeigt habe, so Bode laut Radio Vatikan.

Das Ziel der Deutschen ist ganz klar: Sie sehen wenige Chancen für die Durchsetzung ihrer Vorstellungen auf der Ebene des Vatikans und damit auf der Ebene der Weltkirche. Sie wollen so viel Autonomie gewinnen, wie nur möglich.

Dass das eine Katastrophe für den katholischen Glauben in Deutschland wäre, liegt auf der Hand. Dann würden die staatsfinanzierten Theologen und Gruppierungen wie ZdK oder BDKJ maßgeblich das Geschehen bestimmen.

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