Sonntag, 16. August 2015

Synode: Linkskatholiken wählen Homosexualität als zentrales Kampfthema

Nachdem Kardinal Walter Kasper in seiner „Rede vor dem Konsistorium“ Anfang 2014 vorschlug, unter gewissen Bedingungen wiederverheiratete Geschiedene zur Kommunion zuzulassen, begann eine heftige Debatte über die Themen Ehe, Familie und Sexualmoral, die bis heute andauert. 

Obwohl Kardinal Kasper in seiner Rede nur auf die Problematik der wiederverheirateten Geschiedenen einging, kamen alle „Modethemen“ in die Diskussion: Homosexualität, „Vielfalt der Familienformen“, künstliche Verhütungsmittel usw.. Also die ganze Palette von Themen der Agenda der sexuellen Revolution.

Im Zentrum der theologischen Debatte stand allerdings immer die Frage der wiederverheirateten Geschiedenen. 

Die theologischen Konzepte und Vorschläge linker Theologen und Kirchenleute blieben nicht unwidersprochen. Viele Kardinäle, Bischöfe und Theologen machten sich auf, die katholische Lehre über die Ehe zu verteidigen. Eine ganze Reihe von Büchern und sonstigen Texten sind seitdem veröffentlicht worden. Die afrikanischen Bischöfe haben schon zwei Treffen organisiert, in welchen sie Widerstand gegen eine Schleifung der katholischen Lehre zu diesem Thema angekündigt haben. Inzwischen haben über 471.000 Personen die „Ergebene Bitte an Papst Franziskus“ – im Grunde ein Bekenntnis zur traditionellen Lehre der Kirche - unterschrieben.

Möglicherweise rechnen sich die Linkskatholiken wenige Chancen aus, im Oktober etwas in der Frage der wiederverheirateten Geschiedenen erreichen zu können.

Das könnte der Grund sein, wieso sie sich seit einigen Wochen verstärkt einem anderen Thema widmen: der moraltheologischen Neubewertung von Homosexualität. 

Ein Vortrag von Bischof Vitus Huonder (Chur) Ende Juli 2015 beim Kongress „Freude am Glauben“, in welchem er Stellen aus dem Levitikus zitierte, lieferte einen willkommenen Anlass für die Linkskatholiken, in der Öffentlichkeit für ihre Sicht der Homosexualität zu werben. 

Die wichtigste Stellungnahme ist wohl eine Anweisung von Bischof Marcus Büchel (Sankt Gallen) an die Seelsorger, in welcher er behauptet, es sei eigentlich unerheblich, ob man homo- oder heterosexuell sei. Wichtig sei lediglich, dass man verantwortungsvoll mit der Sexualität umgeht.

Ähnlich lautende Aussagen hörte man in den letzten Wochen zuhauf. Und bald erscheint bei Herder das 448 Seiten lange Sammelband „"Wer bin ich, ihn zu verurteilen?" - Homosexualität und katholische Kirche“. „Der Band prüft die biblische Grundlage der Beurteilung der Homosexualität und befragt die eigene Tradition kritisch“, so die Verlagsbeschreibung. 

Was streben die Linkskatholiken wohl an?

Bei der Synode könnten dann die Linkskatholiken versuchen, einen Kuhhandel durchzusetzen: Keine Kompromisse in der Frage der wiederverheirateten Geschiedenen. Doch im Gegenzug dafür beispielsweise eine „Pastoral gegen die Ausgrenzung von Homosexuellen“, eine Art „katholischer Aktionsplan gegen Homophobie“ oder Ähnliches ausrufen. Dabei würde man sich strikt auf den pastoralen Bereich beschränken und nicht (direkt) die Sexualmoral angreifen. Beim religiös und theologisch schlecht ausgebildeten Volk (also die überwiegende Mehrheit der Menschen, auch der Katholiken) sähe das aber wie eine Schleifung der Morallehre der Kirche zu diesem Thema aus.

1 Kommentar:

Peter M. Bauer hat gesagt…

Das Wort Linkskatholiken ist begrifflich ganz und gar falsch. Es sind die Neoliberalen des freimaurerschen Zeitgeistes, welche die Form der Demokratie missbrauchen und untergraben.

Die Zivilreligion und die Demokratie (Politik):

Die Staatsform der Demokratie ist eine Missbrauch-Form in der Hand der Freimaurer geworden: Die Freimaurer akzeptieren den Staat nur, wenn sie ihn beherrschen. Das gilt auch für die Justiz. Persönliche Erfahrungen von Mag. Ewald Stadler, Österreich, (kreuz.net, St. Pölten): In einem Vortrag vom 23. September enttarnte der österreichische Noch-Volksanwalt Ewald Stadler (45) Vernetzungen zwischen Politik und Freimaurerei.

Dieses Beispiel des Missbrauchs der Demokratie (Politik) zeigt das Beispiel des Landes Österreich in der Hand der Freimaurer: Stadler sprach auf Einladung des "Initiativkreis katholischer Laien und Priester in Wien, Niederösterreich und Burgenland". Der Katholik Stadler wird nach den gestrigen Nationalratswahlen für die rechtsnationale Partei FPÖ - Freiheitliche Partei - ins Parlament wechseln. EU - Motor und Wirkhebel der Freimaurerei Stadler erklärte, daß die EU das wichtigste Instrument der freimaurerischen Politik sei - ihr Motor und Wirkhebel. Die Symbolik der EU sei vom blau der Flagge bis zu den zwölf Sternen eindeutig freimaurerisch. Die Geschichte von den zwölf Sternen der Muttergottes sei ein frommes Märchen. Die Maurer seien gegenwärtig damit beschäftigt, eine Zivilreligion mit dem Holocaust als Zentrum aufzubauen. Ein weiterer Götze sei der Markt. Die Zivilreligion erlaube jedem, zu glauben, was er wolle - sofern die neue Zivilreligion nicht angetastet werde. Die Freimaurer hätten es zustande gebracht, ihr Gedankengut überall zu verbreiten. Es sei eine Zeitgeistrealität entstanden: "Vor der knien sie alle."

Das Beispiel Österreich, gilt ganz allgemein, für alle Länder.

In Brasilien, wo ich lebe, werden die gleichen freiliberalen Begriffe verwendet und durch gesetzt,