Donnerstag, 5. November 2015

US-Bischöfe für Interkommunion

In einer gemeinsamen Erklärung der katholischen Kommission für Ökumene und Interreligion der US-amerikanischen Bischofskonferenz und Vertretern der „Evangelical Lutheran Church in America“ (in den Vereinigten Staaten gibt es mehrere lutherische Kirchen) wird die Interkommunion gefordert, berichten Aleteia und Catholic Culture.

Die Erklärung erscheint im Hinblick auf die 500 Jahre "Thesenanschlag" Luthers in Wittenberg. Der Wunsch nach einer Zulassung der Interkommunion wird unbeachtet der vielen und klaren lehramtlichen Dokumente zu diesem Thema in den letzten Jahren geäußert.

Die Interkommunion ist eine alte Forderung des Modernismus, denn mit ihr ist die Dekonstruktion der katholischen Ekklesiologie, also des Verständnisses dessen, was Kirche überhaupt bedeutet, verbunden. Nach Auffassung des Progressismus gibt es keine Kirchengrenzen und deshalb sollte es keine Beschränkung für die Austeilung der Sakramente geben.

Während des Pontifikats von Papst Benedikt XVI. sind entsprechende Stimmen in Deutschland leiser geworden. Es ist aber anzunehmen, dass die entsprechenden Gruppen, die gegenwärtige Stimmung ausnutzend, auch zu diesem Thema wieder entschlossener ihre Forderungen stellen.


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