Samstag, 10. Oktober 2015

Eigenartig: Linkskatholiken auf Synode warnen jetzt vor Spaltungen

„Kardinal Christoph Schönborn“ von Manuela Gößnitzer - Manuela Gößnitzer. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons
(Rom) Nachdem sie monatelang kampagnenmäßig gegen die katholische Lehre über Ehe, Familie und Sexualität agitiert haben, warnen die Progressisten auf der Synode vor Spaltungen und Parteibildungen.

Die Absicht ist offensichtlich: Sie wollen den Konservativen und den Medien die Schuld für die vergiftete Atmosphäre auf der Synode zuschieben. In Wahrheit sind die Linkskatholiken à la Marx und Kasper dafür verantwortlich.

Größte Sorge über die Möglichkeiten von Spaltungen äußerte auch Kardinal Christoph Schönborn von Wien. 

Zur Erinnerung: Die Monate vor der Synode nutzte der Wiener Erzbischof, um einen wahren Propagandafeldzug für die Akzeptanz von Homo-Partnerschaften und wilden Ehen durchzuführen. 

Nun zeigt sich der Kardinal verwundert, dass es zu Spaltungen kommen kann.

Eine solche Kaltschnäuzigkeit würde man weder in der Wirtschaft noch in der Politik dulden.

Jedenfalls haben sich die Linkskatholiken in der ersten Sitzungswoche der Synode bemüht, nicht laufend und mit großer Medienpräsenz mit extravaganten Thesen zu Homosexuellen, wiederverheirateten Geschiedenen usw. zu provozieren.

Möglicherweise möchten sie ihre „Reformen“ (eigentlich geht es um eine Abschaffung des katholischen Lehramtes) nach Ende der Synode auf eigene Faust in ihren jeweiligen Diözesen implementieren – ohne im Fokus der Weltöffentlichkeit zu stehen.

Die jetzt geltende Parole scheint „Konservative einschläfern“ zu lauten.

1 Kommentar:

Aquae hat gesagt…

Die unselige Geschichte um Charamsa entpuppte sich als Eigentor für die progressiven Kräfte. Unterdessen dürfte dem letzten 'pastoral-gesinnten' Bischof klar geworden sein, dass einiges faul ist im Staate (Dänemark). Dann die Wortmeldung Kardinal Erdö's gleich zu Beginn, eine eigentliche Lehrstunde für Eminenzen, die theologisch nicht ganz sattelfest sind.
Ich habe meinem euphorischen Gemeindepfarrer nach einer Predigt, in der er die Macht der Vox Populi beschwörte und seiner Hoffnung Ausdruck gab, dass es an der Synode endlich zu Reformen komme, das Buch 'In der Wahrheit Christi bleiben', geschenkt. Dies, weil es auch ihm ganz offensichtlich an tieferem Verständnis mangelte.
Papst Franziskus will mit dieser Synode womöglich besser verstehen, wie seine Kollegen im Bischofsamt wirklich denken. Nur so lassen sich die erkennen, die 'in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind'.
Ob das Doppelspiel weitergehen kann oder ob sich ein paar der pointiertesten Vertreter der Anpassung an den Zeitgeist enttäuscht aus ihren Aemtern und Würden zurückziehen werden, bleibt abzuwarten.
Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass die Kirche nach der Synode einfach zu Courant Normale zurückkehren wird. Hoffen wir es und beten wir darum!