Donnerstag, 2. Juli 2015

Katholischer Deutscher Frauenbund: Gender ist super!

In einer gerade erschienenen Broschüre lobt der „Katholische Deutsche Frauenbund“ Gender: „Als analytisches Werkzeug hilft die Kategorie Gender, Rollenerwartungen aufzudecken und zu reflektieren. Sie hat ein befreiendes Potential, weil sie es ermöglicht, das eigene Denken kritisch zu hinterfragen und auf dieser Grundlage Handlungsoptionen zu entwickeln.

Böse sind dafür diejenigen, die Gender kritisieren und den Begriff „Gender-Ideologie“ verwenden: „Ein genderbewusstes Denken und Handeln hinterfragt Engführungen, festgefahrene Rollenzuweisungen und Vorurteile. Es hat deshalb ein ideologiekritisches und befreiendes Potential, das es ermöglicht, ungerechte Geschlechterverhältnisse zu verändern. Diese Denk- und Handlungsweise wird jedoch zunehmend in bestimmten kirchlichen und politischen Gruppierungen als „Gender-Ideologie“ und „Genderismus“ abgewertet; Männer und Frauen, die mit der Kategorie Gender kritisch und differenziert arbeiten, werden dabei oft persönlich angegriffen und diffamiert. […]So werden Ängste gezielt geschürt, wenn etwa behauptet wird, dass ein genderbewusstes Denken das biologische Geschlecht aufhebt oder unser Werte-Fundament sowie die Ehe zwischen Mann und Frau und die Familie zerstört.

Hier sind wohl die Gruppen gemeint, die beispielsweise  gegen den „Bildungsplan“ für die Schulen der baden-württembergischen Landesregierung protestieren (Demo für Alle). Dieser sieht vor, fächerübergreifend die Lerneinheit „Sexuelle Vielfalt“ einzuführen.

Die Tatsache, dass seit Jahren Päpste und etliche Bischofskonferenzen vor der Gender-Ideologie warnen, ist dem Frauenbund egal. Die Bischofskonferenzen Portugals, der Slowakei, Polens und des Trivenetos (Nordostitalien) haben in Hirtenbriefen ausführlich auf die Gefahren von Gender und Gender-Mainstreaming. In den letzten Jahren sind auf deutsche viele Bücher und Artikel mit vielen Argumenten gegen Gender und Gender-Maistreaming erschienen.

Für den „Katholischen deutschen Frauenbund“ ist das alles nichts anderes als Angstmacherei.

An diesem Beispiel erkennt man, wie verwirrt und orientierungslos manche Laienverbände zur Zeit sind.

Es ist höchste Zeit, dass die deutschen Bischöfe in einem Hirtenwort auf die Gefahr von Gender und Gender-Mainstreaming hinweisen und dadurch den Gläubigen Orientierung geben.

Kommentare:

TheMarienkind hat gesagt…

Dieser Frauenbund darf nicht mehr katholisch genannt werden. Die Ansichten sind gegen die Bibel und somit gegen das Lehramt der katholischen Kirche.

Beobachter 2015 hat gesagt…

Unter dem Zeichen der "Moderne" und der "Aufgeschlossenheit" werden heute Dinge verkauft, die inakzeptabel sind. Ich habe mir unter Kath.Deutscher Frauenbund" immer etwas anderes vorgestellt - und es war ja auch einmal anders. Welche Verirrungen i.S.des Wortes seit einigen Jahren hier verbreitet werden, ist in der Tat nicht mehr "katholisch" zu nennen. Lassen sie das also bitte sein und nennen sie sich lieber einen "weltanschaulich offenen Frauenclub". Das kommt ihrer Vorstellung viel mehr entgegen. Übrigens, falls ihre Mitglieder - und insbesondere die an der Spitze Verantwortlichen - noch ab und zu unseren katholischen Gottesdienst besuchen, werden sie vielleicht bemerken, dass der Zelebrant bei der Unterbrechung des Vaterunser im sog. "Embolismus" betet..."bewahre uns vor Verwirrung und Sünde..." Dieser liturgische Einschub ist heute wichtiger denn je!

Peter Friedrich hat gesagt…

Gott hat ja auch gesagt, man solle jene Männer töten, die mit anderen Männern intim geworden sind.