Samstag, 13. Juni 2015

Kardinal Antonelli warnt vor Entwürdigung von Eucharistie und Ehe

Kardinal Ennio Antonelli, ehemals Präsident des Päpstlichen Rates für die Familie, warnt im Hinblick auf die Diskussion um die Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion vor einer Entwürdigung der Eucharistie und einem Ende des Sakraments der Ehe.

Diese Gedanken erläutert er in seinem neuen Buch „Crisi del matrimonio ed eucaristia”, das im Internet kostenlos gelesen werden kann:

Spanisch
Englisch
Italienisch (im Link Word-Datei)

Das Buch von Kardinal Antonelli ist eine wichtige und besonders zeitgemäße Klarstellung hinsichtlich dieser Fragen.

Kardinal Walter Kaspers Gedanken bei seiner „Rede vor dem Konsistorium“ haben eine große Verwirrung, bei den Gläubigen hinsichtlich der Lehre der Kirche über die Ehe, der Familie und der Sexualmoral, verursacht.

Etliche wichtige Kirchenmänner setzten sich nun ein, das Kirchenvolk entsprechend der Lehre der Kirche zu orientieren.

Einige der wichtigsten Aussagen aus Kardinal Antonellis Buch (eigene Übersetzung aus dem spanischen Text):

Seite 4: Wer sich ernsthaft für ein christliches Leben entscheidet, wird früher oder später die Gnade der vollen Bekehrung und Versöhnung empfangen, so dass er dann die Sakramente empfangen kann.

Seite 7: Man darf nicht das Risiko des Kompromittierens der Glaubwürdigkeit des Päpstlichen Lehramtes – auch des Lehramtes der Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. – unterschätzen. 

Seite 8: Im gegenwärtigen kulturellen Kontext besteht die Gefahr, die Eucharistie zu banalisieren und sie zu einer bloßen gesellschaftlichen Geste zu reduzieren. Es geschieht schon, dass selbst Ungetaufte bei Beerdigungen oder Hochzeiten zur Kommunion herantreten, um nicht unhöflich zu erscheinen.

Seite 9: Die Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zur Heiligen Kommunion geht im Grunde von einer Trennung von Barmherzigkeit und Bekehrung aus, was nicht im Einklang mit dem Evangelium steht.

Seite 14: Die Unauflöslichkeit der Ehe ist der Zentralpunkt, um den die ganze Diskussion der Zulassung von wiederverheiraten Geschiedenen kreist. Die Unauflöslichkeit erlaubt eine solche Handhabung nicht.

1 Kommentar:

Andreas hat gesagt…

Kurzer Hinweis, muß nicht unbedingt veröffentlicht werden: Im Beitrag "LSBTIQ-Deutschland - leben wir noch in einem Rechtsstaat?" findet sich ein sehr fragwürdiger Kommentar eines "Peter Friedrich", den man tatsächlich rassistisch nennen kann. Wirft man aber einen Blick auf das Profil des Kommentierenden, so zeigt sich, dass es sich mutmaßlich um einen Vertreter aus der LSBTIQ-Ecke handelt, der sich hier vermutlich als agent provocateur herumtreibt. Wahrscheinlich wird er alsbald damit hausieren, diese Seite lasse rassistische Kommentare zu ... Generell sollte man, kleine Empfehlung, gewisse Kommentare und deren Provenienz näher prüfen.