Montag, 8. Juni 2015

Die Homo-Ehe wäre ein Angriff auf den Rechtsstaat

Die beispiellose Schmutzkampagne gegen Saarlands Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer hat manche aufgeschreckt. 

Jacques Schuster von der Welt kommentierte am 5. Juni 2015: „Die Deutschen leiden an Wahnvorstellungen. Eine von ihnen ist die Gewissheit, sie lebten in einer tabulosen Gesellschaft, in der jeder sagen dürfe, was ihm beliebt. […] Wer die Schwulenehe infrage stellt und an die klassische Vater-Mutter-Kind-Beziehung erinnert, der steht im Fadenkreuz jener Menschen, die sich sonst wer weiß was auf ihre Liberalität einbilden. […] Annegret Kramp-Karrenbauer hat die Gemüter in der Debatte über die Homo-Ehe mit Vergleichen erregt, die viele für anstößig halten. Nun wird sie dafür so geprügelt, als habe der Teufel selbst überall im Land seine gastrischen Explosionen entfacht. Eine Gesellschaft, die in sich ruht und ihren Orientierungsrahmen besitzt, sieht anders aus.“

Deutlicher wurde Jasper von Altenbockum von der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ am 4. Juni 2015: „Besonders wütend aber reagiert die Schwulen- und Lesben-Lobby auf bedachte Äußerungen. Wer, wie jetzt die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), zu bedenken gibt, dass durch die Homo-Ehe willkürlich gleichgesetzt werde, was nicht gleich sei, der muss gar fürchten, als Volksverhetzer angezeigt zu werden.“

Die Erschütterung der beiden Journalisten ist verständlich, doch keineswegs neu für denjenigen, der seit langem gegen die absurden politischen Forderungen der Homo-Lobby in der Öffentlichkeit Widerstand leistet. Einschüchterung und Meinungsterror wurden von Anbeginn systematisch für die Durchsetzung der Homo-Agenda eingesetzt. Die Homo-Lobby bediente sich stets eines Verbalradikalismus, dem man keiner anderen Lobby erlaubt hätte. Parteien, Gewerkschaften, Kirchen … keine relevante gesellschaftliche Gruppe oder Organisation greift ihre politischen Gegner dermaßen hasserfüllt an. Die Homo-Lobby besaß von vornherein eine Art Narrenfreiheit.

Wer Realist genug war, wunderte sich nicht über diese Vorgehensweise: Die Grundlage für die Einführung sog. Homo-Rechte – in Wahrheit sind das Privilegien – ist schlicht und ergreifend Willkür. Es gibt keinen vernünftigen Grund, wieso Personen gleichen Geschlechts eheähnliche Rechte erhalten sollen. Was bislang von der Homo-Agenda durchgesetzt wurde, geschah lediglich aufgrund des Drucks einer gut organisierten Lobby.

Menschliches Leben entsteht nur durch eine Verbindung zwischen Mann und Frau. Weil es wichtig ist, dass die Nachkommenschaft in stabilen Verhältnissen aufwächst, wird die Ehe gegenüber anderen Partnerschaftsformen privilegiert. 

Eine Partnerschaft zwischen zwei Personen des gleichen Geschlechts – ob diese Personen homosexuell empfinden oder nicht, ist dabei völlig unerheblich – kann aus offensichtlichen Gründen keine Nachkommenschaft hervorbringen. Wenn eine solche Partnerschaft nun durch dasselbe Gesetz geregelt werden soll, wie die eigentliche Ehe, so kommt das im Grunde einer Abschaffung der Zivilehe gleich. Das Wort „Ehe“ wird damit der staatlichen Willkür zum Opfer fallen und ab diesem Moment nur mehr ein sinnentleerter Begriff, eine Worthülse sein. Das ist aber das Gegenteil dessen, wie ein Rechtsstaat agieren soll.

Dies macht sich auch in der öffentlichen Diskussion bemerkbar: Wir erleben seit Wochen eine völlig fanatisierte und irrationale Debatte rund um die Homo-Ehe. Dies kann auch nicht anders sein. Einen anderen Weg, eine sog. Homo-Ehe durchzusetzen, gibt es nicht. Vernunft muss beiseitegeschoben werden.



1 Kommentar:

Axel Görke hat gesagt…

Dass die Ehe eine Gemeinschaft von Mann und Frau ist und zum Ziel die Zeugung leiblichen Nachwuchses hat, ist Allgemeingut. Dieses allgemeine Verständnis von Selbstverständlichkeiten wurde aber durch ziehmlich erfolgreiche Zersetzungsarbeit der Grünen in den vergangenen 30 Jahren aufgekündigt.
Der Jahrzehnte lange Marsch der Grünen durch die Institutionen hat dazu geführt, dass diese linksextremistische und selbstzerstörerische Truppe mittlerweile die Deutungshoheit über die Sprache erlangt hat. Wer die Sprache beherrscht, beherrscht aber auch die Menschen, die sie sprechen. So hat "Toleranz" in grün heute eine ganz andere Bedeutung, als in deutsch. "Gewaltfrei" bedeutet in grün, dass es durchaus erlaubt ist, Autos anzuzünden, Bahngleise zu unterhöhlen, Gastronomen einzuschüchtern, die ihre Räumlichkeiten an Gruppen vermieten, die mit grünem Gedankengut nicht konform gehen. "Meinungsfreiheit" bedeutet in grün, dass man grüne Meinungen zu dulden und zu akzeptieren hat, es aber durchaus erlaubt ist, Andersdenkende durch Einschüchterung (inszenierte Gewaltexzesse bei Demonstrationen, Abmahnungen am Arbeitsplatz, Boykottaufrufe gegen Gewerbetreibende) an der freien Äußerung ihrer Meinung zu hindern. Die ungefähr dreißigjährige Aktivität der Grünen im Bildungs- und Verwaltungsbereich hat dazu geführt, dass die jungen Generationen, also die heute Vierzigjährigen und jünger, gehirn-gewaschen daran glauben, dass die grüne Ideologie die einzig wahre sei.
Es wird deshalb nicht einfach möglich sein, die Menschen davon zu überzeugen, dass ethische und moralische Werte eben gerade nicht beliebig und austauschbar sind.
Um die Menschen wieder in die richtige Richtung zu bewegen, wird eine erneute geistig-moralische Wende nötig sein, die in der Bildungs- und Jugendarbeit ansetzt und sicherlich auch 30 oder mehr Jahre dauern wird. Bis dahin wird es wohl nötig sein, eine Kampagne zu starten, die das Ziel hat, das Grundgesetz zu ändern. Artikel 6, Absatz 1 sollte aufgespalten werden in Absatz 1a und Absatz 1b. Abs. 1a lautete demnach: "Eine Ehe ist eine Gemeinschaft von Mann und Frau". Ab 1b bliebe es wie gehabt.
Wer also um unsere Werte kämpfen will, sollte sich dafür stark machen, das Grundgesetz entsprechend zu ändern. Wer nicht dafür kämpft, gibt sich der Beliebigkeit und der Dominanz durch andere und der Fremdbestimmung hin.