Freitag, 13. Januar 2017

Wird die Bundeswehr zur Gender-Armee der Gender-Republik umgewandelt?

Panzer Leopard 2: Bald im Dienste der Gender-Ideologie? Bundeswehr-Photo, Wikimedia Commons Lizenz https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en
Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will die Ideologie der „sexuellen Vielfallt“ – eine Umschreibung für Gender – in die Bundeswehr einführen. Als erster Schritt soll ein Seminar stattfinden, an welchem Parlamentarier, der Beirat der Inneren Führung sowie Führungskräfte aus Heer, Luftwaffe und Marine teilnehmen sollen. Thema: „Umgang mit sexueller Identität und Orientierung in der Bundeswehr.“

Die Bundesverteidigungsministerin will damit angeblich die Bundeswehr für sog. „sexuelle Minderheiten“ attraktiver machen. Sexuelle Vielfalt sei nämlich als Chance zu begreifen. Dafür müssten alle gesellschaftlichen Gruppen angesprochen werden, so das Bundesverteidigungsministerium.

Bedenkt man, mit welcher Hartnäckigkeit in Deutschland Gender zur Staatsdoktrin gemacht wird, dürfte ziemlich klar sein, dass der Workshop zum Thema „Umgang mit sexueller Identität und Orientierung in der Bundeswehr“ nichts anderes beabsichtigt, als die Bundeswehr zu einer Armee im Dienste der Gender-Ideologie zu machen.

Per Diktat wird in Deutschland seit Jahren Gender in Behörden, Ministerien und inzwischen auch in Schulen mit deutscher Gründlichkeit eingeführt. Nun scheint die Bundeswehr an der Reihe zu sein.

Die Maßnahme hat durchaus weltpolitische Bedeutung: In praktisch allen westlichen Ländern ist Gender auf dem Rückzug, nur nicht in Deutschland. Nach den kommenden Wahlen in Frankreich und den Niederlanden ist abzusehen, dass Gender noch weiter auf der internationalen Bühne geschwächt wird.

Angesichts dieser Situation sind wohl viele deutsche Politiker der Auffassung, dass Deutschland nach dem Motto „am deutschen Gender-Wesen soll die Welt genesen“ eine Gender-Bastion werden soll.

Inmitten der weltweiten politischen Umwälzungen sehen manche unser Land schlechthin als Oase der Freiheitlichkeit und meinen, Deutschland müsse sich stärker in die Weltpolitik einmischen – auch militärisch.

Mit wehenden Gender-Banner soll wohl nun die Bundeswehr überallhin die Ideologie der „sexuellen Vielfalt“ bringen, etwa wie einst die französischen Truppen überallhin die Französische Revolution transportierten.

Unsere Aufgabe in dieser Situation ist, vor dieser Hybris, die Deutschland nur zugrunde richten kann, zu warnen.

© Mathias von Gersdorff. Vervielfältigung nur mit schriftlicher Genehmigung

1 Kommentar:

Damian hat gesagt…

Als Ursula von der Leyen im Jahre 2005 das Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von Renate Schmidt übernahm, setzte sie die zuvor von der SPD-Politikerin mit Hilfe dieses Ministeriums ohne parlamentarische Diskussion oder gar Legitimierung begonnene Gender-Ideologisierung aller Behörden (damals noch „Gender Mainstreaming“ genannt) nahtlos fort.