Montag, 23. Januar 2017

50.000 gegen Abtreibung in Paris / Gegen sozialistische Internet-Zensur

Gegen die Zensur von Pro-Life-Internetseiten: Marche pour la Vie in Paris
Mehrere zehntausend Menschen haben am diesjährigen französischen „Marsch für das Leben“ in Paris teilgenommen. Die Organisatoren sprachen von 50.000 Teilnehmern, was ein Rekord wäre.

Papst Franziskus sowie 21 französische Diözesanbischöfe hatten die Kundgebung vom 22. Januar 2017 unterstützt. Zu den prominentesten Förderern des Marsches gehörten Kardinal Philippe Barbarin, sowie der Präfekt der vatikanischen Gottesdienstkongregation, Kurienkardinal Robert Sarah.

Die Abtreibungsdiskussion hat sich in Frankreich enorm verschärft. Grund ist ein Gesetz der sozialistischen Regierung, welches die Kriminalisierung von Pro-Life-Internetseiten vorsieht. Das Gesetz soll kommende Woche verabschiedet werden.

Das Gesetzesprojekt kommt aus dem Gleichstellungsministerium, welches unter der Leitung der Sozialistin Laurence Rossignol steht. Abtreibung sei ein Recht der Frau, und man dürfe keinen „moralischen Druck“ im Internet ausüben, so die Begründung des Gesetzes.

Für die Behinderung von Abtreibung sieht das neue Gesetz Strafen von bis zu zwei Jahren Haft oder eine Geldstrafe von 30.000 Euro vor.

Über das haarsträubende Vorhaben der französischen Linken gab es im Vorfeld eine heftige Debatte, an der sich auch das katholische Episkopat beteiligt hat.

Lebensrechtler und katholische Bischöfe laufen seit Monaten Sturm gegen das Gesetz.

Der Pressesprecher des "Marsches für das Leben", Nicolas Sevillia, verurteilt den Gesetzesentwurf. George Martin, Sprecher der Lebensrechtsgruppe „Droit de Naitre“ (Paris) betonte die wachsende Stärke der französischen Lebensrechtsbewegung: „Das Bewusstsein für das Recht auf Leben der ungeborenen Kinder, steigt immer mehr, insbesondere bei den jüngeren Generationen, die nicht mehr vom Geist der 1968er-Revolution beeinflusst sind. Eine Pro-Life-Generation ist dabei, zu entstehen.“

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