Freitag, 7. Oktober 2016

Der Kampf der CDU-Hessens gegen die „Heteronormative Gewalt“

Ministerpräsident Volker Bouffier. Durch die schwarz-grüne Koalition wurde die CDU grün-ideologisch okkupiert. Foto CDU Hessen Pressedienst
Kritiker des neuen Lehrplans zur Sexualerziehung für die Schulen in Hessen argumentieren meist mit folgenden drei Punkten:

1. Der neue Lehrplan verletze das Erziehungsrecht der Eltern.

2. Höchst sensible Inhalte sollen an Kinder vermittelt werden.  Dies sei ungeeignet, weil Kinder noch kein reifes Alter dafür hätten. So sollen für Kinder von sechs bis zehn Jahren Themen wie „kindliches Sexualverhalten“ oder „gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften“ verbindlicher Unterrichtsstoff werden. Das würde allerdings auch die Behandlung von Homosexualität voraussetzen.

3. Außerdem sei der gesamte Lehrplan stark von der „Gender-Ideologie“ beeinflusst. Gender drückt sich vor allem in der Behandlung diverser „sexueller Orientierungen und Identitäten“ aus. Dabei gehe es auch ausdrücklich um die Akzeptanz von Gender, einer wissenschaftlich höchst umstrittenen Idee.

Der letztgenannte Kritikpunkt wird von manchen als abstrakt, unverständlich oder sogar als übertrieben empfunden. Sie können sich schwer vorstellen, dass ein Kultusminister, zumal er ein Kultusminister aus den Reihen der CDU, alles daransetzt, einen dermaßen ideologisch geprägten Lehrplan in die Praxis umzusetzen.

Dabei liegt das eigentliche Problem tiefer: Manche halten es nicht für möglich, dass die hessische CDU, früher eine konservative Bastion der Partei, Instrumente der ideologischen Kampfführung übernommen hat, die üblicherweise die Grünen benutzen - oder ihr ähnliche Parteien und Gruppierungen. Kaum zu glauben, aber genau das ist nun in Hessen passiert!

Um den neuen „Lehrplan zur Sexualerziehung“ besser zu begreifen, hilft ein Schlüsselbegriff weiter, der auch als politischer Kampfbegriff benutzt wird: „heteronormative Gewalt“.

Es ist nicht schwierig zu verstehen, was damit gemeint ist.

Der Neomarxismus der späten 1960er Jahre (1968er-Revolution) war vernarrt in eine fixe Idee. Demnach habe die „bürgerlich-kapitalistische“ Gesellschaft Strukturen aufgebaut, durch die der Mensch automatisch in einen Zustand der Unterdrückung versetzt worden sei. Der Sinn dieser Strukturen, so die Neomarxisten, liege einzig und allein in der Aufrechterhaltung der kapitalistischen Ordnung.

Weil diese „Strukturen“ entsprechend der neomarxistischen Ideologie den Menschen eine Lebensweise aufzwängen, müssten sie folgerichtig als „Strukturen der Gewalt“ bezeichnet werden. Daher müssten sie zerstört werden.

Eine dieser „Strukturen“ war für die Neomarxisten die monogame Ehe zwischen Mann und Frau. Ehe, bürgerliche Familie und traditionelle Sexualmoral sollten konkret durch die „sexuelle Revolution“ zerstört werden.

Die „sexuelle Revolution“ endete natürlich nicht Anfang der 1970er, sondern setzte sich fort und radikalisierte sich zunehmend.

Inzwischen wird nicht nur die Ehe zwischen Mann und Frau in Frage gestellt, sondern die schlichte Tatsache, dass das Geschlecht jeder Person eindeutig definiert ist.

So wird heute von der Gender-Ideologie postuliert, dass auch die Einteilung der Menschen in Männer und Frauen willkürlich und dahe eine „Struktur der Unterdrückung“ sei. Das Geschlecht sei den Menschen durch Gewalt aufgezwungen.

Die heutzutage verwendete Bezeichnung für jene „Struktur der Unterdrückung" oder "der Struktur der Gewalt“ firmiert unter dem sperrigen Begriff „heteronormative Gewalt“ (Heteronormativ bezeichnet entsprechend der neomarxistischen Begrifflichkeit eine Gesellschaftsordnung, die die Aufteilung der Menschen in Männern und Frauen vornimmt.)

Manche Vertreter der Gender-Ideologie behaupten, sie wollten diese Ideologie durchsetzen, um Diskriminierungen und ungerechtfertigte Ungleichbehandlungen zu beheben.

Das aber ist eine Lüge! In Wahrheit ist die Gender-Ideologie eine Revolution wider die menschliche Natur. Der Mensch wurde als Mann und Frau geschaffen. Und die Ehe kann nur zwischen den unterschiedlichen Geschlechtern vollzogen werden. Denn nur so kann sie ihre erste Funktion erfüllen: die Fortpflanzung des Menschen!

Papst Benedikt XVI. bezeichnete deshalb treffend die Gender-Ideologie als eine „anthropologische Revolution“, also eine Revolution, die sich gegen die Natur des Menschen selbst richtet. Es handelt sich also um eine radikale Auflehnung gegen das eigene Sein und damit gegen das Sein an sich, das Gott uns Menschen gegeben hat.

Würde sich Gender als Religion artikulieren wollen, würde sie den Satanismus wählen. Gender ist nämlich nichts anderes als eine Auflehnung gegen die Schöpfungsordnung Gottes.

Dass gerade eine C-Partei eine solche Ideologie übernimmt und dann noch den Schulkindern ab sechs Jahren überstülpen will, ist eine der vielen Verfallserscheinungen unserer Zeit! 


                                                                * * *

Sie sehen, wie wichtig es ist, gegen diesen schockierenden Angriff auf die Kinder vorzugehen. Bitte beteiligen Sie sich an diesem Protest mit Ihrer Unterschrift und der Verbreitung unserer Petition an den Ministerpräsidenten Volker Bouffier: http://www.aktion-kig.de/kampagne/petition_hessen.html
 

Informationen zum Thema und zur Aktion selbst bieten wir laufend auch bei Facebook an. Bitte „liken“ Sie unsere Seite in diesem sozialen Netzwerk, damit sie größere Beachtung findet und mehr Menschen von diesem Skandal erfahren: https://www.facebook.com/aktionkig/?fref=ts
 

Für den 30. Oktober 2016 ist eine Demonstration in Wiesbaden angekündigt. Informationen finden Sie hier: http://kultur-und-medien-online.blogspot.de/2016/09/demo-fur-alle-gegen-gender-lehrplan-in.html

1 Kommentar:

ev1@outlook.de hat gesagt…

Guten Tag Herr von Gersdorff,
auch mir bereitet es großes Unbehagen, das sich schon 10jährige, durch politische Vorgabe, mit unterschiedlichen sexuelle Orientierungen und geschlechtliche Identitäten auseinandersetzen müssen! Verharmlost wird dann dazu gesagt, "dass dies ja nicht in der Grundschule stattfindet".
Wenn man sich den Lehrplan anschaut, sind dort zwar Klassenarbeiten verboten, die erste Praxisinformationen zeigen aber, dass erfahrene-sensible? Lehrkräften jetzt Hausaufgabenüberprüfungen über Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Intersexuelle schreiben lassen, oder dieses intime Thema sogar mündlich einzeln abfragen!
Der neue Lehrplan bzw. die Verordnung kann so leider auch als Aufforderung zur Frühsexualisierung verstanden werden!
Interessant ist ein weiterer Punkt: Das Kultusministerium hat diesen Lehrplan in eine Verordnung eingebracht, ein scheinbar formaler Vorgang.
Als Überschrift auf der Verordnung steht aber, dass diese durch ein Beteiligungsverfahren lief.
Das ist so nicht korrekt.
Nur den Lehrplan hatte ein solches Beteiligungsverfahren, nicht aber die Verordnung.
Der scheinbar kleine, aber extrem wichtige Unterschied ist, das in der Verordnung der zusätzliche Satz eingebracht wurde, dass "die Eltern in geeigneter Form zu informieren sind"!
Dies ist eine Abschwächung des Lehrplanes, wo doch darin vermerkt ist, "dass die Erziehungsberechtigten rechtzeitig und ausführlich, auf Elternabenden, über Ziele, Inhalte und die im Unterricht einzusetzenden Lehr- und Hilfsmittel informiert werden sollen".
Auch hier zeigen erste Informationen, dass erste Lehrkräfte „geeignet“ so auslegen, das die Kinder Ihren Eltern mitteilen sollen, dass als nächstes Thema die Sexualkunde ansteht.
So werden die Rechte der Erziehungsberechtigten ausgehebelt.
Es ist daher das Mindeste, dass die Verordnung gestoppt wird und das gesetzlich vorgeschriebene Mitwirkungsverfahren insgesamt, erstmals durchlaufen muss, damit hier von allen Betroffenen, Änderungen eingebracht werden können.

Spätere Gerichtsverfahren werden dann grundsätzlich zu prüfen haben, ob dieser Lehrplan bzw. Verordnung ua. das Kindeswohl gefährden kann.