Dienstag, 31. Mai 2016

Bundestagswahl wirft Schatten voraus – Ehe und Gender bleiben Hauptthemen

Man darf sich nicht von der trügerischen Ruhe täuschen lassen, die im Moment um die Themen „Gender“, „Öffnung der Ehe für alle Partnerschaftsformen“ und „Familienpolitik“ herrscht.

Mit Hinblick auf die Bundestagswahl nächstes Jahr beginnen sich die Politiker schon zu positionieren.

Viele wünschen sich einen wahren Durchmarsch linker Gesellschaftspolitik:

•    Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat jüngst die Öffnung des Ehegesetzes für homosexuelle Paare gefordert.
•    Kaum zu glauben, dass die CDU-Politiker Dieter Althaus, Alois Glück, Friedrich Kronenberg, Hermann Kues, Norbert Lammert, Thomas Sternberg und Bernhard Vogel die sogenannten eingetragenen Partnerschaften (vulgo Homo-Ehe) in das Grundgesetz einbringen wollen. Konkret soll § 6 (besonderer Schutz der Ehe) um die gleichgeschlechtliche Partnerschaft ergänzt werden.
•    Der Bundestagsabgeordnete der Grünen Volker Beck bekräftigte die Forderung seiner Partei, das Ehegesetz homosexuellen Paaren öffnen zu wollen.


Doch auch die Gender-Ideologie erringt immer mehr den Rang eine Staatsdoktrin.

So beflaggt beispielsweise der Stadtstaat Bremen zum „Internationalen Tag gegen Homophobie“ und zum „Christopher Street Day“ Regierungsgebäude mit der Regenbogenfahne, das Symbol der LSBTIQ-Bewegung. Eine solche Beflaggung ist gemäß dem Beflaggungsgesetz verboten, denn im Grunde macht sich der Staat damit zum Lobbyisten einer ausgewählten Zahl von ideologischen Gruppierungen.

Sie sehen selbst, wie die Kräfte, die aus Deutschland ein Land ohne Werte und Prinzipien machen wollen, nicht ruhen. Sie sind fest entschlossen, ihre Ideologie durchzusetzen, obwohl sie keinerlei Legimitation dazu haben.

Die Gender-Lobby hat zwei wichtige Verbündete: Das Unwissen und die Passivität der Menschen guten Willens.

Dagegen müssen wir ankämpfen!

Es ist absolut notwendig, dass die Menschen erfahren, in welcher Art und Weise man versucht, Gender mit staatlicher Unterstützung durchzusetzen.

Nur ein Beispiel: Die letzte Ausgabe von Fluter, die Zeitschrift der „Bundeszentrale für politische Bildung“, ist eine reine Propagandaschrift für Gender. Das Thema ist zwar „Geschlechter“, doch in Wahrheit geht es darum, dass es eigentlich keine Geschlechter gibt. Auf den vielen Fotos der Zeitschrift werden Paare gezeigt, wobei die Männer Frauenkleidung tragen, die Frauen Männerkleidung.

Woher holt sich die „Bundeszentrale für politische Bildung“ die Berechtigung, eine solche Propagandaschrift herauszugeben und massenhaft zu verschenken?

Gibt es irgendeine Entscheidung des Bundestages, eine solche Gender-Indoktrination mit der Bevölkerung durchzuführen?

Natürlich nicht. Der deutsche Staat verhält sich immer mehr wie ein Lobbyist der Genderideologen.

Wir dürfen uns aber damit nicht abfinden, sondern müssen uns organisieren und gemeinsam gegen Gender und gegen die Zerstörung von Ehe und Familie in Deutschland kämpfen.

Nur die Mobilisierung der christlichen Basis der Gesellschaft kann verhindern, dass die Politik ihren Feldzug gegen Ehe, Familie und christliche Werte fortführt.

Nur die Mobilisierung der christlichen Basis der Gesellschaft kann dafür sorgen, dass ein christliches Deutschland von einer christlichen Politik regiert wird.

Kommentare:

Kirchfahrter Archangelus hat gesagt…

Dass das Anliegen unterstützenswert ist, bedarf keiner Erläuterung. Kann ich alles unterschreiben, nur - der Satz "Nur die Mobilisierung der christlichen Basis der Gesellschaft kann dafür sorgen, dass ein christliches Deutschland von einer christlichen Politik regiert wird" entbehrt Realitätssinn und weckt bestenfalls nostalgische Gefühle. Er zielt auf die versunkene Zeit der Volkskirche ab, der Volksmission. Ein "christliches Deutschland" (wahlweise: "christliches Abendland") halte ich für eine komplette Illusion, wobei man noch nicht einmal auf Zuwanderer oder atheistisch geprägte Ostdeutsche abzielen muß. Was hat man vom obrigkeitshörigen und vorauseilend gehorsamen Protestantismus oder vom herrschenden modernen Liberal-lala-Katholizismus wohl gegen Genderismus zu erwarten? Käßmann, Marx und Woelki als Kämpfer für ein christliches Deutschland? Wo ist denn bitte die "christliche Basis", wenn Frau Merkel und Konsorten das Land komplett umkrempeln und gezielt die "christlichen Wurzeln" abschneiden? Schwenkt grüne Tücher auf dem Katholikentag. Und wie soll denn die "christliche Politik" aussehen? Jetzt bitte nicht "Bayern" und "CSU" sagen - da "genderts" jetzt auch - bei absoluter Mehrheit auch noch völlig freiwillig...

Fazit: Unsere Gesellschaft hat keine christliche Basis (mehr), folglich kann auch keine mobilisiert werden. Ein christliches Deutschland wurde bisher von keiner Partei gewollt. Von der "C"DU schon gar nicht, da gab es immer die FDP oder das BVerfG als willkommene Ausflucht. Für die christlich orientierten Wähler gab es die "Politik auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes", da verstand dann jeder drunter, was er halt verstehen wollte. Bei "christlicher Politik" werde ich zudem aktuell hellhörig, heute laufen mir zu viele Leute mit dem Kreuz bei Demonstrationen rum, die eigentlich die Odalsrune tragen sollten. Diese Gestalten desavouieren das anständige Anliegen von Herrn von Gersdorff.

So weit, so desillusionierend.

Gallowglas hat gesagt…

Nun, auch wenn es noch so oft behauptet wird, das Hissen der Regenbogenflagge am Rathaus von Bremen ist nicht verboten. Lediglich an Gebäuden des BUNDES ist es ohne Genehmigung der Regierung nicht erlaubt.

Auch das ewige Gequake von einer angeblichen "Zerstörung von Ehe und Familie" wird durch Wiederholungen nicht wahr ... Wenn "Ehe und Familie" nur dadurch überleben können, indem man sie anderen vorenthält, dann haben sie keine Daseinsberechtigung.
Bis jetzt konnte noch niemand klar darstellen, was der Ehe und Familie genommen wird, wenn diese für alle offen stehen. Behauptet wird da immer viel, Fakten gibt es keine ..