Donnerstag, 24. März 2016

Gender-Lehrplan in Bayerns Schulen?


Foto: Thommess, CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Von der großen Öffentlichkeit unbemerkt ist man in Bayern dabei, einen Lehrplan einzuführen, der eine regelrechte Gender-Sexualerziehung vorsieht.

Die „Süddeutsche Zeitung“ – sicher kein konservatives Blatt – ist hocherfreut und berichtet am 11. März 2016: „Der Sexualkundeunterricht im Freistaat ist in der Moderne angekommen. . . . Das Thema Geschlechterrollen und Identitätssuche war bisher auf die klassische Familie und Homosexualität beschränkt. Im neuen Konzept wird diesem Themenkomplex ein eigenes Kapitel gewidmet und mit einem Imperativ an die Lehrer belegt: >Die Vielfalt der Lebensformen und die Themen Hetero-, Homo-, Bi-, Trans- und Intersexualität werden dabei vorurteilsfrei von der Lehrkraft angesprochen.<“

Über die neuen „Richtlinien für die Familien- und Sexualerziehung in den bayerischen Schulen“ berichtet die „Augsburger Allgemeine“ auch am 11. März 2016: „Die CSU-Staatsregierung will unterschiedliche Aspekte der sexuellen Orientierung und Identität ab der achten Klasse im Unterricht künftig stärker thematisieren. . . . Die Schüler lernen, die eigene sexuelle Orientierung zu achten und „Diversität“ zuzulassen.“

Die „Bayerische Staatszeitung“ weist darauf hin, dass alle Kinder zu dieser Indoktrination gezwungen werden sollen: „Dass im Unterricht ausdrücklich Themen wie Homo-, Bi-, Trans- oder Intersexualität von den Lehrkräften „vorurteilsfrei angesprochen“ werden sollen, ist in der Tat neu an bayerischen Schulen. Davor drücken kann sich künftig keiner, weder Lehrer, noch Schüler oder Eltern. Denn die Richtlinien sind verbindlich. „
Der Unterricht im Klassenverband ist eine Pflichtveranstaltung, der sich keiner entziehen kann – egal aus welchem Elternhaus“, betonte Ellegast.“ Wolfgang Ellegast ist Ministerialrat im Bildungsausschuss des Landtages.

Der „Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV)“ begrüßte das Papier aus dem Kultusministerium: „Es ist positiv, dass darin vor allem auch der Vielfältigkeit menschlicher Sexualität wie Bi-, Trans- oder Intersexualität Raum gegeben wird bzw. diese verstärkt Berücksichtigung findet“, sagte Simone Fleischmann, Präsidentin des Verbandes.

Der Entwurf wurde am 10. März 2016 dem Landtag vorgelegt. Wir werden über den weiteren Verlauf berichten.

Kommentare:

Gallowglas hat gesagt…

Respekt, sowas hätte ich der CSU jetzt nicht zugetraut.
Aber auch die CSU kann nicht ewig im Mittelalter leben, sondern muss langsam im hier und jetzt ankommen.

Geht ja auch nicht anders ... Man kann religiös motivierte Intoleranz und Hass auf Minderheiten nicht bei der einen Religion (Islam) verurteilen und gleichzeitig bei der anderen (Christentum) fördern.

Und gerade bei Themen wie Sexualität, Ehe, Homosexuelle usw. Unterscheiden sich ja die Fanatiker beider Religionen nicht sonderlich in ihren Ansichten.

huegel76 hat gesagt…

Welchen religiösen Hintergrund hat denn Ihr Hass, Gallowglas?

Gallowglas hat gesagt…

Keinen, bis auf die Tatsache, dass mich der religiös verordnete Hass auf Minderheiten und die daraus resultierende Intoleranz auf die Palme bringen.

Warum können Religiöse nicht einfach ihrem Glauben nachgehen und den Rest der Menschheit damit in Ruhe lassen ?
Das würde das Leben doch wesentlich erleichtern ...

Anonym hat gesagt…

Das nenne ich staatlich verordneten Missbrauch und sexuelle Gewalt gegen unsere Kinder und damit gegen uns Eltern, Familie, Volk und Vaterland...
Wem nutzt es?

Verwirre niemanden und lass dich von niemanden verwirren:

Homosexualität ist eine heilbare Krankheit. Man kann sie sogar operieren.

Das Ficken ist einzig und allein zum Kinderkriegen und sonst zu garnichts gut.

Sexualitätsfixierung macht dumm. Und genau das Gegenteil wird behauptet: "From Sex to Superconsiousness" titelte einer der größten Verbrecher des letzten Jahrhunderts, der Sex-Guru Prof. Chandrah Mohan alias Bhagwan Shree Rajneesch alias Osho, eines seiner zahllosen, nutzlosen Bücher; alle mit dem einen Ziel: den sog. Westen, die westliche, sinnsuchende Jugend fertigmachen aus Rache für die Kolonialisation und Zerstörung Indiens. Er war sehr erfolgreich auf Erden - wie alle Teufel.

Folglich ist unser Volk mehrheitlich krank gemacht und von den Besatzern und ihren Priestern und Politikern zum Anti-Volk, zur Selbstzerstörung umerzogen. Wem nutzt es? Sicherlich wird es auch den staatlich überversorgten BLLV-Mitgliedern am Ende des Tages schaden. Die Geister die sie rufen, werden sie nicht mehr loswerden. Sie schaufeln sich ihr eigenes Grab; mit einer pseudo-pluralen nicht mehr leistungsfähigen, kranken, verwirrten Gesellschaft, welche die üppigen Versorgungen der Ideologen, Politologen, Theologen und anderer Päderasten nicht mehr wird bezahlen können.

"Well done" sagen Euere Anschaffer.

huegel76 hat gesagt…

Wissen Sie, Gallowglas, es ist hier gar nicht die Kirche, die künftig überproportional betont haben möchte, daß z.B. Homosexualität Sünde ist. (Was einem Nichtgläubigen auch egal sein könnte - Sünde ist kein Straftatsbestand.)
Nein, es ist hier eine Minderheit, die ihren Lebensentwurf anderen aufzwingen möchte und das hierfür in den Schulen überproportional stark betont haben will.
Warum können Homosexuelle nicht einfach ihrem Leben nachgehen und den Rest der Menschheit damit in Ruhe lassen? Das würde das Zusammenleben doch wesentlich erleichtern.
Niemand hat das Recht, sich gegen den Willen der Eltern in die Erziehung der Kinder einzumischen (Art. 6 GG).

Gallowglas hat gesagt…

Es wird nichts "überproportional stark betont", es werden nur Tatsachen zu Sprache gebracht, welche in religiösen Haushalten (bestenfalls) verschwiegen und über die schlimmstenfalls Lügen verbreitet werden und zum Hass dagegen angestiftet wird.
Etwas, was nach dem Grundgesetz nicht toleriert werden darf.
Btw der Artikel 6 GG besagt nicht, das niemand das Recht hat, sich in die Erziehung einzumischen, im Gegenteil, der Staat hat die Eltern und deren Erziehung zu überwachen und ggf. einzugreifen. (Art. 6, Abs. 2)

Nebenbei, was wird den Kindern "aufgezwungen", wenn sie erfahren, dass es Homosexuelle & Co gibt und es sich dabei um ganz normale Menschen handelt, wie alle anderen auch ?

Die Kinder dienen hier doch nur als Vorwand, man sieht die eigenen Felle davonschwimmen, immer weniger Menschen folgen noch dem Hass auf alle, welche nicht dem religiösen Weltbild entspechen, also hofft man, diesen wenigstens noch an die eigenen Kinder weiter geben zu können. Und da kommen Informationen aus anderen Quellen natürlich gar nicht recht.

huegel76 hat gesagt…

Allein die inflationäre Verwendung des Wortes Hass sagt schon fast alles...
Gott segne Sie, Gallowglas!

Anonym hat gesagt…

"Es wird nichts "überproportional stark betont", es werden nur Tatsachen zu Sprache gebracht, welche in religiösen Haushalten (bestenfalls) verschwiegen und über die schlimmstenfalls Lügen verbreitet werden und zum Hass dagegen angestiftet wird."

Eltern zu unterstellen, sie würden Hass gegen Andersartigkeit in die Kinder säen, nur weil das Thema in den meisten Familien nicht großartig thematisiert wird, halte ich für eine unglaubliche Anmaßung. Ich weiß nicht welche Erfahrungen Sie gemacht haben, aber das scheint doch sehr weit hergeholt zu sein.

Was ich feststelle ist, dass man sofort in die Opferrolle schlüpft um seine Anliegen durchsetzen zu können. In dieser Opferrolle suhlen Sie sich und alle Welt ist gegen Sie. Also muss der Staat Sie beschützen vor den bösen Menschen da draußen, vor allen Dingen vor all den Menschen, die einen christlichen background haben. Denn das sind nämlich die Schlimmsten! Wie armselig.

Eine Minderheit wird immer lauter und versucht allen anderen ihre Denke aufzuzwingen. Das ist erschreckend, dass man das einfach so hinnimmt.

Anonym hat gesagt…

Gallowglas weiß offensichtlich nicht über Gender Bescheid, ganz offensichtlich.
Z.B. GEW Baden-Württemberg. Hier wurde ein Fragenkatalog vorbereitet (ich habe ihn durch Strafanzeige blockiert) der es in sich hatte. Beispiel: von..."ob man schon mit seinen Eltern über seine Heterosexualität gesprochen habe" (schlechtes Gewissen machen)... lauter manipulative Fragen die ich hier jetzt nicht aufführe.... bis hin und jetzt kommts, sinngemäß: "wusstest Du, dass man Heterosexualität durch Elektrokrampftherapie heilen kann".... . Fazit war, dass kleine Kinder denken müssen, dass wenn sie sich für das andere Geschlecht interessieren, quasi krank sind.
Aber es gibt viele andere Beispiele (wenn der Genderonkel kommt und der Lehrer raus muss ... usw.).... wer sich auskennt, dem verschlägt es buchstäblich die Sprache. Wenn das jetzt Gallowglas auch gut findet, dann empfehle ich einen Arztbesuch.

Gallowglas hat gesagt…

Dein Posting bestätigt ja meine Aussage und auch was die "Opferrolle" betrifft. Nun, wer stellt sich denn als "Opfer" des neuen Lehrplänen hin ?
Und was hat die Nennung von Tatsachen mit "aufzwingen" zu tun ?

Es geht doch im Grunde nur darum, dass gewisse Bevölkerungsteile Angst haben, dass ihre religiös begründeten Abneigungen gegen Minderheiten bei informierten Schülern nicht mehr auf fruchtbaren Boden fällt.

huegel76 hat gesagt…

Arztbesuch? Nein, wer es gut findet, dass kleine Kinder in der Schule zu Petting-Spielchen und anzüglichen Rollenspielen genötigt werden - angeblich, um so tolerant ggü. Homo- und sonstigen Nichthetero-Sexualitäten zu werden - gehört weggesperrt. Wer Pädophilie mit Phrasen wie "Es geht doch nur darum, dass ..." wegredet, hat entweder nicht den Hauch einer Ahnung, worum es geht oder ist ein gemeingefährlicher Lügner.
Und nehmen Sie's mir nicht übel, Gallowglas, aber bis auf diesen Kommentar meinerseits sind Sie es hier, der intoleranterweise Hass predigt.

Gallowglas hat gesagt…

Ja, genau so habe ich dich eingeschätzt, danke, dass du das bestätigst.

Entweder kannst oder willst du den Sinn des Fragenkatalogs nicht verstehen.
Der FrageBogen enthält genau die Fragen, welche sich homosexuelle Jugendliche von Leuten wie euch ständig anhören müssen.(Genau wie die dämlichen Behauptungen, Homosexualität sei auf die eine oder andere Weise zu heilen.)

Wie schon in den Anmerkungen zu dem Fragenteil steht :"Er wird in der aktuellen Broschüre zur Verwendung ab Klasse 10 empfohlen, da dann ein Verständnis von Ironie allgemein vorausgesetzt werden kann.
Die Frage: Welche Gefühle und Gedanken wecken diese Fragen in dir? "

Aber die eigenen Handlungen und ihre Auswirkungen auf andere zu hinterfragen ist des Gläubigen Sache nicht ...